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Ziegel mit mineralischen Dämmstoffpads eingesetzt

Urbanes Lebensgefühl in gefördertem Wohnraum

75 Eigentumswohnungen und 45 Mietwohnungen sind auf dem Gelände eines ehemaligen Krankenhauses in Kempten entstanden. Der ehemalige Klinikgarten ist nun eine halböffentliche Grünanlage.

Kempten (ABZ). – Der Wohnpark "Stiftsstadt-Wohnen" wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Kreiskrankenhauses in Kempten realisiert. Für die Außenwände wurde ein von MeinZiegelhaus speziell für den Geschosswohnungsbau ent-wickelter Ziegel der neuenMZ-Generation eingesetzt. In den Ziegel sind mineralische Dämmstoffpads integriert, die gute Wärmedämmwerte bei gleichzeitig hoher Tragfähigkeit und gutem Schall- und Brandschutz ermöglichen.

Die Bevölkerung im Allgäu wächst. Auch die Stadt Kempten muss sich mit einer zunehmenden Wohnungsknappheit auseinandersetzen. Insbesondere die Mittelschicht und einkommensschwache Haushalte sind betroffen, ebenso wie die wachsende Anzahl an Studenten der Kemptener Hochschule.

Mit einer städtebaulichen Großoffensive hat die Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH deshalb den Bau von 600 neuen Wohnungen – davon 350 Eigentumswohnungen und 250 Mietwohnungen in fünf Investitionsprojekten – für rund 1500 Kemptener Bürger angekündigt. Eines davon ist der Wohnpark "Stiftsstadt-Wohnen", der auf einem 13 900 m² großen, innerstädtischen Areal des ehemaligen Kreiskrankenhauses realisiert wurde. Nach vierjähriger Bauzeit konnte das Ensemble jetzt fertiggestellt werden. Kernaufgabe des 2014 ausgelobten Wettbewerbes war die bauliche Neuordnung des ehemaligen Klinikareals.

Der Siegerentwurf des Münchener Architekturbüros "Palais Mai" ist ein urbanes Wohnensemble, bestehend aus drei Punkthäusern mit wabenförmigem Grundriss und zwei längsgestreckten Gebäuden. 75 Eigentumswohnungen und 45 Mietwohnungen sind nun auf dem Gelände entstanden. In den Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit 55 bis 144 m² finden Singles, junge Paare und große Familien Platz. Die Gebäude wurden vier-, fünf- und sechsgeschossig in massiver Ziegelbauweise ausgeführt, einige Wohnungen der Punkthäuser auch als Maisonette. Die Bewohner der Erdgeschosswohnungen haben kleine Gartenanteile zur privaten Nutzung. Die übrigen Wohneinheiten wurden mit nach Süden gerichteten Balkonen beziehungsweise Balkonloggien ausgestattet, die den Wohnraum vergrößern und zusätzlich aufwerten.

Im Inneren des Areals liegt der ehemalige Klinikgarten, der in seiner Fläche überwiegend erhalten wurde und nun eine halböffentliche Grünanlage bildet. Bäume, Büsche und Hecken untergliedern den Raum, was diesen nicht nur einladend macht, sondern gleichzeitig einen ökologischen Mehrwert bietet. Auch die Dächer wurden begrünt, was dem Mikroklima zugutekommt und weiteren Lebensraum für Pflanzen und Insekten schafft.

Die geradlinigen Außenfassaden sowie die Balkongeländer lassen eine Anspielung auf die Architektur des Art Déco erkennen. Das schlichte Design strahlt ruhige Sachlichkeit aus und setzt sich über die Treppenhäuser bis in die Wohnungen fort. Alle Wohnungen können barrierefrei erreicht werden und sind rollstuhlgerecht ausgebaut. Auch wenn die Stiftsstadt ein Projekt des sozialen Wohnungsbaus ist, legten die Planer bei der Wohnausstattung ein Augenmerk auf Komfort und Ästhetik. So gibt es großformatige Fenster und trittschallentkoppeltes Parkett. Die großzügigen Bäder sind hochwertig ausgestattet. Beheizt werden alle Wohnungen per Fußbodenheizung. Eine vorteilhafte Raumaufteilung macht die Wohnungen komfortabel. Es gibt zudem zwei Tiefgaragen mit insgesamt 133 Stellplätzen.

Neben Ästhetik und Komfort standen auch Materialität und Wertigkeit im Fokus der Planer. Aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften entschied man sich deshalb für den Baustoff Ziegel. Für die Außenwände wurde ein von Mein Ziegelhaus speziell für den Geschosswohnungsbau entwickelter Ziegel der neuesten MZ-Generation eingesetzt. Durch im Ziegel integrierte mineralische Dämmstoffpads erzielt er Herstellerangaben zufolge außergewöhnlich gute Wärmedämmwerte bei gleichzeitig hoher Tragfähigkeit und gutem Schall- und Brandschutz.

Zusammen mit dreifachverglasten Kunststofffenstern, einer Fernwärmeversorgung mit temperaturgesteuerter Heizung und einer Kraftwärmekopplung mit regenerativem Energieanteil konnte der KfW-55-Standard realisiert werden. Die nichttragenden Innenwände bestehen ebenfalls aus verputztem, aber ungefülltem Ziegelmauerwerk.

Der ökologische und wohngesunde Ziegel habe individuelle und lebendige Wohnungsgrundrisse ermöglicht, so Mein Ziegelhaus.

ABZ-Stellenmarkt

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 17/2020.

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