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Züblin erhält Ingenieurpreis des Deutschen Stahlbaues 2019

Preisverleihung Ingenieurpreis des Deutschen Stahlbaues 2019 in der Kategorie „Hochbau“ (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann (Jury bauforumstahl), Dr. Norbert Sauerborn (stahl + verbundbau gmbh), Alexandra Mrzigod und Angelika Schmid (Werner Sobek Stuttgart AG), Lars Feulner und Marc Kluge (Züblin Stahlbau GmbH), Dr. Rolf Heddrich (Geschäftsführung bauforumstahl).

Stuttgart (ABZ). - Die Züblin Stahlbau GmbH erhielt im Rahmen der Messe „BAU“ in München gemeinsam mit dem ARGE-Partner stahl + verbundbau und dem Planungsbüro Werner Sobek den Ingenieurpreis des Deutschen Stahlbaues 2019 in der Kategorie „Hochbau“. Der Preis für das Projekt „adidas Arena – World of Sports“ wurde vom bauforumstahl e. V. verliehen. In ihrer Laudatio begründete die Jury die Prämierung mit der Realisierung eines architektonisch und ingenieurtechnisch außergewöhnlichen Bauwerks. Die „adidas Arena“ sei ein herausragendes Beispiel für den Einklang von anspruchsvoller Architektur und Tragkonstruktion. Mit innovativer Ingenieurbaukunst seien viele Neuentwicklungen der Stahl- und Verbundbauweise technisch umgesetzt und in überzeugender Weise gelöst worden.

Die Realisierung des anspruchsvollen Hochbauprojekts habe eine enge Zusammenarbeit zwischen Planenden, Baufirmen und Prüf-gemeinschaft erfordert, so die Jury weiter. Voraussetzung für den integralen Planungsansatz sei eine intensive Verzahnung der verschiedenen Leistungsphasen vom Entwurf bis zur Bauausführung gewesen.

Ein weiterer Grund für die Auszeichnung war der Einsatz von Value Engineering: Durch Anwendung dieser Methode können im Ingenieurbau Kosten reduziert werden, ohne die Qualität und Funktionen eines Bauwerks zu beeinträchtigen. Zum Value Engineering zählte beim Projekt „adidas ARENA“ u. a. das spektakuläre Montage-konzept: ein hydraulischer Hub von vormontierten Geschossen mit ca. 12.500 t Gewicht. Anschließend wurden 67 schräge Verbund-stützen unter der auf Pressen ruhenden Konstruktion montiert, ehe das Gebäude auf die Stützen abgesetzt wurde. Zudem hob die Jury den Einsatz von Value Engineering beim Brandschutz der Geschossdecken sowie der Reduzierung von Fertigungs- und Montagetoleranzen im Stahlbau hervor.

Das Gebäude mit einer Grundfläche von 113 x 138 m und einer Höhe von 27,5 m steht auf 67 sehr schlanken und bis zu 17 m hohen V-Stützen und soll mit seiner Offenheit und Leichtigkeit die Dynamik des Sports widerspiegeln. Drei Bürogeschosse mit ca. 52 000 m² Brutto-Geschossfläche bieten flexible, innovative und moderne Arbeitsplätze für ca. 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Stahlbauarbeiten wurden unter Federführung der Züblin Stahlbau GmbH ausgeführt, die dabei für die Produktion und Montage, die Ausführungsplanung und Detailnachweise der Montageverfahren für Vormontage sowie den hydraulischen Hub verantwortlich war.

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