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Zusammenstöße im Lager verhindern

Weste warnt vor Flurförderzeugen

Die "Interaktive Warnweste" von Linde Material Handling schützt vor Zusammenstößen im Lager.

Aschaffenburg (ABZ). – Eine interaktive Warnweste insbesondere für Lager- und Produktionsbereiche hat Linde Material Handling entwickelt. Das intelligente Kleidungsstück warnt mit Vibration, Tönen und einem Blinken, wenn sich Flurförderzeuge nähern. Das Kleidungsstück hat LED-Streifen vorn und hinten, die normalerweise mit 40 % der Nennleistung leuchten. Nähert sich ein Fahrzeug, fangen die LED-Streifen an zu blinken und steigern ihre Leuchtkraft auf 200 % der Nennleistung. So hilft die Weste, Zusammenstöße zwischen Fahrzeugen und Fußgängern zu verhindern.

Nach Statistiken der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) machten "Anfahrunfälle" (bei denen eine Person angefahren, eingequetscht oder sogar überfahren wurde) in den vergangenen Jahren einen Anteil von 40 bis 50 % aller registrierten Unfälle mit Flurförderzeugen aus. Nicht selten merken Logistikmitarbeiter erst im letzten Moment, dass ein Stapler oder Lagertechnikgerät in unmittelbarer Nähe auftaucht. "Oft sind Fahrer und Fußgänger gerade dann besonders unachtsam, wenn vergleichsweise wenig Verkehr herrscht", weiß Benjamin Reis, Manager Safety Sales bei Linde Material Handling.

Brenzlig wird es auch im Außenbereich – vor allem, wenn es dämmert oder wenn Personen zwischen Lkw, Containern und blockweise nach oben gestapelten Waren hin und her laufen. Das Gleiche gilt für Hochregallager, Halleneingänge, Gebäudeecken und allgemein schlecht einsehbare Bereiche. "In solchen Fällen ist es wichtig, dass Fußgänger und Staplerfahrer rechtzeitig und zuverlässig voreinander gewarnt werden", so Safety-Experte Reis.

Die Weste basiert auf dem im vergangenen Jahr vorgestellten Assistenzsystem Linde Safety Guard, das per Ultrabreitbandsignal (UWB) zentimetergenaue Funksignale selbst durch Wände und Türen hindurch sendet. Der Staplerfahrer erkennt dabei auf seinem Gerät, aus welcher Richtung sich eine oder mehrere Personen nähern. Zeitgleich sieht, spürt und hört der Fußgänger über seine Personeneinheit, dass ein Flurförderzeug naht. Bislang musste ein kleines, mobiles Gerät mit einem Clip an der Kleidung des Trägers befestigt werden. Ein solcher ist nun in eine Sicherheitsweste integriert, zertifiziert nach Warnschutznorm EN ISO 20471. Benjamin Reis: "Wer die Weste überstreift, trägt das Assistenzsystem automatisch bei sich."

Der Sender sei am Schlüsselbein positioniert, wo der Träger die Vibration sehr gut spüre. Der Ton sei außerdem nah am Ohr. Funksignale würden nicht abgeschattet. Da die Weste ganzjährig über Winterjacke oder T-Shirt getragen werde, befinde sich der Sensor immer an der gleichen Stelle, was die Wahrnehmung erleichtere. Nässe sei aufgrund der niedrigen Spannung kein Problem, die Weste könne bei jedem Wetter eingesetzt werden. Die Powerbank befinde sich in einer wasserabweisenden Tasche und versorge das System bis zu 16 Stunden mit Strom. Der Akku könne schnell getauscht werden. Eine Ladestation wird mitgeliefert. Die Weste gibt es ist in sechs Größen. Sie ist so geschnitten, dass sie bequem sitzt und dem Träger ausreichend Bewegungsfreiheit gibt, er gleichzeitig aber nicht hängenbleibt.

Das Tragen der interaktiven Warnweste von Linde Material Handling helfe, Prozesse und vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten. Reis weiter: "Trägt eine Person keine Weste, ist das für alle sofort offensichtlich." Zudem hilft das Wearable seiner Meinung nach, den hohen Stellenwert der Themen Sicherheit und Gesundheitsschutz im Unternehmen zu festigen. "Nicht zuletzt bringt es die besondere Wertschätzung zum Ausdruck, die die Unternehmensverantwortlichen ihren Mitarbeitern gegenüber pflegen," so die Überzeugung des Sicherheitsexperten. Die interaktive Warnweste ist mit dem DEKRA Award 2019 ausgezeichnet worden.

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