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Zwei Stunden Ladezeit genügen

Akkubetriebene mobile Anlage bietet Flexibilität

Gewinnung

Sowohl der MobilHybrid als auch die Siebanlage sind für die Außenaufstellung geeignet.

Aschaffenburg/Dettingen a. d. Erms (ABZ) – Die Firma Stenger SBS Siebanlagen aus Aschaffenburg und das Unternehmen MobilHybrid aus dem schwäbischen Dettingen a. d. Erms präsentieren nach eigenen Angaben eine Weltneuheit im Bereich des mobilen Siebend. Grund dafür sei, dass gerade Unternehmen im Garten- und Landschaftsbau in den vergangenen Jahren mit extrem gestiegenen Entsorgungskosten von Sand, Kompost, Bauschutt, Mutterboden, Kies, Humus und Recyclingmaterial zu kämpfen haben. Teilweise sei die Annahme von Bodenmaterial mit verschiedenen Stoffen komplett verweigert worden und nicht selten würden sich die Entsorgungskosten auch von Kleinbetrieben im sechsstelligen Bereich bewegen. Abhilfe liefere die im Bereich der Brech- und Siebtechnik tätige Firma Stenger mit ihrer mobilen Siebanlage vom Typ "DB40 XL". Dank einer Container-Plattform sei die Siebanlage mit Hakenlift für wechselnde Einsätze optimiert. Ein integriertes Förderband soll eine Absiebung in drei echte Fraktionen gewährleisten.

Wenn Brech- und Siebanlagen in netzfernen Regionen betrieben werden, komme immer ein Dieselgenerator zur Stromerzeugung zum Einsatz. MobilHybrid gelang es, zu zeigen, dass der Betrieb solcher Generatoren sehr ineffizient und unwirtschaftlich sein kann. Der firmeneigene, mobile Batteriespeicher kann hingegen dafür sorgen, dass der Stromerzeuger abgeschaltet werden kann, wenn dieser in Teillast betrieben wird. Neigt sich die Akkuenergie dem Ende zu, startet die Elektronik des "MH12" den Generator. Die integrierten Hochleistungsbatterien auf Blei-Gel-Basis besitzen dabei den Vorteil, dass der Generator diese binnen zwei Stunden wieder voll aufladen kann. Danach wird der Generator automatisch abgeschaltet und die Siebanlage wird die restliche Zeit über den Energiespeicher versorgt. Dank der hohen Überlastfähigkeit des MobilHybrids können auch Sieb- und Brechanlagen mit höheren Leistungen in allen Betriebsmodi sicher betrieben werden. Der MobilHybrid ist nach Angaben des gleichnamigen Unternehmens mit allen auf dem Markt verfügbaren Generatoren koppelbar.

Der Einsatz beider Systeme wurde unter realen Bedingungen auf einem Recyclingplatz durchgeführt, um den Vergleich der Siebanlage mit und ohne Akkubetrieb unter ähnlichen Bedingungen in belegbare Zahlen fassen zu können. Dabei reduzierte der MobilHybrid den bisherigen Dauerbetrieb des Stromgenerators bei dieser Anwendung um 80 %. Zusätzlich wurden die Wartungsintervalle des Generators um Faktor 5 verlängert. Das sollte neben dem Diesel und der Tanklogistik zu weiteren Einsparungen führen.

Demnach kann die mobile Siebanlage von Stenger mit einer Siebleistung von bis zu 80 t je nach Beschaffenheit des zu siebenden Materials für 99 % aller Schüttgüter eingesetzt werden. In Kombination mit dem MobilHybrid mit 12 kWh nutzbarer Kapazität lässt sich die Siebanlage zwei Arbeitstage am Stück ohne Generatorbetrieb versorgen. Damit kann die Siebanlage auch ohne Stromgenerator betrieben werden, wenn z. B. der MobilHybrid über Nacht am Stromnetz im Bauhof wieder aufgeladen wird. Die Amortisationszeit reduziere sich dadurch auf unter ein Jahr, da neben den Kosten für die Anschaffung eines Stromerzeugers auch die Diesel und Wartungslosten entfallen. Der Batteriespeicher mit seinen 750 kg und den Abmaßen einer Europalette kann wie die mobile Siebanlage von Stenger flexibel transportiert werden.

Die Kombination des mobilen Stromspeichers mit der mobilen Siebanlage lasse Unternehmer dreifach profitieren: Durch das Aufbereiten der Materialien vor Ort mit der mobilen Siebanlage "DB40XL" können sich Entsorgungskosten um ca. 90 % reduzieren. MobilHybrid trägt zu einer Dieselreduktion um über 70 % bei, weil Leerlaufverluste beim Stromerzeuger durch das Abschalten im Akkubetrieb vermieden werden. Zudem verläuft der Akkubetrieb der Siebanlage geräusch- sowie emissionsfrei und kann somit in Naturschutzgebieten oder auf innerstädtischen Baustellen eingesetzt werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 03/2017.

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