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Abbrucharbeiten am Wildparkstadion

Besonders auf den Umweltschutz geachtet

Die Abbrucharbeiten sind in vollem Gang.

Karlsruhe (ABZ). – Der Spatenstich zum Beginn der Abbrucharbeiten am Wildparkstadion in Karlsruhe ist noch gar nicht lange her, und doch hat sich seitdem einiges getan. Beauftragt durch die Stadt Karlsruhe ist die Arge Porr Umwelttechnik Deutschland GmbH/BST Becker Sanierungstechnik GmbH seit November 2018 bei laufendem Spielbetrieb im Einsatz. Für den Rückbau der Süd-, Nord- und Gegentribüne, der in drei getrennten Phasen durchgeführt wird, stehen dem Bauleiter Christian Chlopcik geschultes Fachpersonal sowie leistungsstarke Großgeräte von 2 bis 60 t wie z. B. ein fabrikneuer Hitachi ZX300 zur Verfügung. Die alte Nordkurve gehört bereits der Vergangenheit an, sämtliche Sitz- und Stehbereiche wurden in den ersten Tagen zurückgebaut und der darunter befindliche Erdwall freigelegt. Das Wallmaterial wurde im speziellen Verfahren mit einer eigens konzipierten Separationsanlage zur Detektion von Kampfmitteln sondiert und anschließend fraktioniert und bautechnisch konditioniert. Die unbelasteten Materialien wie Beton und Bauschutt wurden auf einer neu angelegten Bereitstellungsfläche neben dem Stadion zwischengelagert und zu Recyclingbaustoffen aufbereitet. Anschließend wurden die kampfmittelfreien Böden und Recyclingmaterialien für die Herstellung und Modellierung der für den Stadionneubau notwendigen Dammschüttungen herangezogen. Die Untersuchung auf Kampfmittel war zwingend vorgeschrieben, da in der Nachkriegszeit ca. 120 000 m³ Bau- und Trümmerschutt in den 1950er-Jahren für das Stadion verbaut wurden.

Sämtliche Auffüllungen, welche den Belastungskategorien Z1.1 und Z1.2 zugeordnet wurden, werden in den weiteren Bauphasen nahezu gänzlich verbaut. Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung fanden bei Planung und Ausführung der Maßnahme besondere Aufmerksamkeit. Knapper Deponieraum wurde verschont und Primärrohstoffe mussten nicht erst mit Sattelfahrzeugen angefahren werden. Auf den Umweltschutz wurde besonderer Wert gelegt. Auf den neuen 3,5 m hohen Wällen, werden anschließend die provisorischen Tribünen errichtet. Somit ist gewährleistet – dass entsprechend der Auflagen des DFL – immer genügend Fans des KSC Platz im Stadion finden. Nach Rückbau der ca. 50 m hohen Flutlichtmasten in der Nordkurve sind auch die bis zu 6 m tiefen Fundamente ebenfalls vollständig zurückgebaut worden. Provisorische Flutlichtmasten sorgen für ausreichend Licht bei den Abendspielen. Erschwerend kam dazu, dass das aufgefundene Dammmaterial bautechnisch nicht den gestellten Anforderungen bzgl. Verdichtungsgrad für den darauf geplanten Neubau entsprochen hat. Innerhalb kürzester Zeit wurde durch die Arge in Abstimmung mit dem Bauherrn und der Bauüberwachung ein Stabilisierungskonzept erarbeitet. Dieses trotzt den witterungsbedingten, schwierigen Umstände und ermöglicht ein bautechnisch nutzbares und den Anforderungen entsprechendes Dammbauwerk. Durch den außerordentlichen Einsatz aller Beteiligten liegen die Arbeiten, trotz der Zusatzleistungen, voll im Zeitplan. Die Arge Porr/BST kann planmäßig im April mit den Arbeiten der Phase 2 an der Südtribüne beginnen.

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