Auf die Schippe genommen

Genervt

Frauen lieben es, stundenlang zu bummeln und zu shoppen. Männern bleibt da nur die Rolle des gelangweilten Begleiters. Dass an diesem Klischee etwas dran ist, lässt sich Samstag für Samstag auf den Einkaufsmeilen dieser Welt beobachten. Immer mal wieder gab es Angebote, damit auch Männer samstags ihren Spaß haben. Alserste "Betreuungseinrichtung" dieser Art wurde 2003 ein sogenannter Männergarten in Hamburg eröffnet, in dem jeden Samstag Männern eine Mahlzeit, zwei (Bier-)Getränke und verschiedene "männertypische" Freizeitbeschäftigungen (Modellbahn, Herrenmagazine, Handwerken und Sportübertragungen) angeboten wurden. Und auch IKEA hatte 2011 für vier Tage über das Vatertagswochenende im australischen Sydney analog dem Kinderhortangebot Smaland ein erstes Manland eingerichtet, einen für Männer ausgewiesenen "Spielbereich" mit Spielkonsolen, Flipperautomaten und Kickertischen sowie einem kostenlosen Erfrischungsgetränke- und Hot-Dog-Angebot. Allerdings hat sich das alles wohl nicht so wirklich durchgesetzt. Ein Einkaufszentrum in Shanghai hat jetzt vielleicht die Lösung gefunden: Spiele-Boxen,genannt "Husband Storage". Im Inneren warten ein gemütlicher Massage-Sessel, ein Computer und eine Spiele-Konsole mit Retro-Games aus den 1990er-Jahren. Inzwischen bilden sich an den Wochenenden Schlangen vor den Kabinen. Jetzt sind nicht mehr die Männer genervt, weil ihre Frauen noch weitere fünf Paar Schuhe probieren wollen, sondern die Frauen, weil ihre Männer unbedingt ihr spannendes Spiel zu Ende bringen und gar nicht mehr aus der Kabine raus wollen. aw

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 33/2017.

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