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Aus alt mach neu

Pflaster am maxCologne korrespondiert mit Fassade

Architektur, Fassadengestaltung, Beläge und Pflaster, Hochhäuser, Stadtplätze

Ein städtisches Quartier verlangt nach einer passenden Flächengestaltung. Geradlinig und urban wurden die Außenanlagen gestaltet.

KÖLN (ABZ). - Weithin sichtbar erstrahlt der maxCologne-Tower in Köln-Deutz in neuem Glanz. Das Hochhaus bietet ein gutes Beispiel für die vorbildliche Umnutzung einer Büro-Immobilie und zeigt, dass es sich lohnt, auch ältere Bausubstanz technisch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Dazu zählt natürlich auch die Gestaltung der neu geschaffenen Außenanlagen, die mit dem Multitec-Pflaster von Kann in verschiedenen Grautönen ausgeführt wurden.

Bereits im April 1970 wurde das ursprünglich für die Deutsche Lufthansa AG errichtete Gebäudeensemble eingeweiht. Es diente bis 2007 als Hauptsitz des Luftfahrtunternehmens. Nach seinem Verkauf im Jahr 2009 stand schnell fest, dass sowohl das Hochhaus als auch die vorgelagerten "Rheinetagen" modernisiert und einer neuen Nutzung zugeführt werden sollten. Die innerstädtische Situation direkt in Rheinnähe zählt zu den attraktivsten Lagen Kölns. Auf nahezu 50 000 ² entstanden daher hochwertige Büroflächen mit individuellen Zuschnitten, die ein Höchstmaß an Flexibilität erlauben. Im unter den Namen "maxCologne" geführten Projekt wurden die Gebäude energetisch vollständig saniert und erhielten eine innovative Haustechnik. So wird bspw. zur Temperierung der Büroetagen Grundwasser eingesetzt, das ein gleichmäßiges Temperaturniveau während des gesamten Jahresverlaufs ermöglicht. Angepasst an den hohen Energiestandard wurde auch die neue Fassadengestaltung, die jetzt mit ihren horizontal gegliederten Glaselementen die Blicke der Passanten auf sich zieht. Nach Fertigstellung zog der Spezialchemie-Konzern Lanxess mit seiner Verwaltung in das Hochhaus ein. Die Rheinetagen beherbergen heute weitere moderne Büroräume. Resultierend aus dem hohen Gebäudestandard wurde dem maxCologne-Ensemble als bis heute bestem Neubauprojekt Deutschlands inzwischen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen das Zertifikat in Gold erteilt.

Nach der Runderneuerung galt es, auch die Außenanlagen rund um die Gebäude attraktiv in Szene zu setzen. Gefragt war ein urbanes Gestaltungskonzept, das sowohl die neue Fassadenoptik der Gebäude unterstreicht, als auch die Umgebung mit einbezieht. Die verantwortlichen Landschaftsarchitekten entschlossen sich daher, den gesamten Bereich mit dem Gestaltungspflaster Multitec mit Kanntec10-Verschiebeschutz zu befestigen. Auf diese Weise ließen sich sowohl die optischen Anforderungen als auch der Wunsch nach Befahrbarkeit auf einen Nenner bringen. Das Pflaster kam in den Formaten 60 x 40 cm, 60 x 30 cm sowie 60 x 25 cm und, je nach Einbausituation, in 8 und 12 cm Dicke zum Einsatz. Es wurde jeweils in 60 cm breiten Reihen verlegt. Die Pflastersteine wurden der Reihe nach in unterschiedlichen Längen und Farbtönen eingebaut, so dass sich ein abwechslungsreiches Bild ergibt, das gut mit den Glasfassaden des Ensembles harmoniert. Durch die aufeinander abgestimmten Grautöne, die von Kann als Sonderfarben Maxcologne hell-, mittel- und dunkelgrau speziell für das Objekt gefertigt wurden, wirkt die Gesamtfläche trotz der unterschiedlichen Formate und Farben gut strukturiert und ausgewogen.

Da der urbane Charakter im Vordergrund stehen sollte wurde auf großflächige Pflanzungen verzichtet. Akzente setzen jedoch einzelne Bäume in künstlerisch gestalteten runden Pflanzkübeln in Linsenform direkt in Gebäudenähe, sowie eine Reihe von Formschnittbäumen im Bereich der Pkw-Stellflächen. Einen optischen Blickfang schafft außerdem eine Springbrunnenanlage mit kleinen Wasserfontänen, die dem Eingangsbereich vorgelagert ist. Sie wurden ebenerdig eingebaut, so dass die Pflasterfläche nicht unterbrochen wird. Für den Wasserablauf sorgen im Boden eingesetzte Gitter an den vier Seiten des Wasserspiels.

Architektur, Fassadengestaltung, Beläge und Pflaster, Hochhäuser, Stadtplätze

Pflanzen wurden nur sparsam eingesetzt. Blickfänge bieten jedoch die Pflanzkübel für die Bäume.

Nahezu aus dem Vollen schöpfen können Gestalter mit dem MultiTec-System, das innerhalb seiner großen Formatauswahl in verschiedenen Dicken auch fünf XL-Steine beinhaltet. Dank der Formatvielfalt und den daraus resultierenden Verlege Möglichkeiten lässt es sich universell einsetzen und optimal an die Belastung anpassen. Dies ist ohne optische Beeinträchtigungen möglich, denn der Kanntec10-Verschiebeschutz mit seinen im verlegten Zustand unsichtbaren Nocken erhöht den Verbund der Steine und ermöglicht auch eine Verlegung in stärker befahrenen Bereichen. Die Nockendicke des Kanntec10-Verschiebeschutzes ist auch an die Erfordernisse der Mindestfugenbreite angepasst. Diese ist in Abhängigkeit der Steinstärke so gewählt, dass sie bei der maschinellen Verlegung ihr Einhalten erleichtern. Als Bestandteil eines Komplettsystems lässt sich das vielseitige Pflaster auch mit den MultiTec-Varianten Aqua (versickerungsfähig) und Öko (begrünbar) kombinieren, die ebenfalls beide das Kanntec10-Verschiebeschutz System aufweisen. Damit ist eine funktionale Gliederung der Flächenbefestigung in versickerungsfähige oder begrünbare Bereiche möglich.

Das maxCologne-Areal um das sanierte Bürohochhaus und die Rheinetagen zeigt eindrucksvoll, wie sich Architektur und Flächengestaltung durch die richtige Materialwahl zu einer Einheit verschmelzen lassen. Die Pflastersysteme von Kann werden nicht nur den Ansprüchen an eine moderne Außenanlage gerecht, sie überzeugen auch durch ihre formschöne und robuste Ausführung. Zudem war es einmal mehr möglich, den Farbwünschen der Planer durch eine spezielle Oberflächenvariante Rechnung zu tragen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 40/2014.

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