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Ausgeklügeltes Farbkonzept

Fotorealistische Kunst am Bau umgesetzt

Caparol, Architektur, Fassadengestaltung, Farben und Lacke

Die Fassadengestaltung des Wohnstätten-Gebäudekomplexes mit den Grau- und Anthrazitfarbtönen und Farbakzenten dienst als Blickfang. Die Giebelseite ziert zudem ein stilisierter Kastanienbaum, der mit Capatect PhotoVision ausgeführt wurde.

CUXHAVEN (ABZ). - Die langgestreckte Fassadenfläche des Wohnbaublocks in der Cuxhavener Rathausstraße Ecke Catharinenstraße ist ein Hingucker, nicht knallig übertrieben, sondern durchdacht – und so, dass man die Gestaltung auch noch in vielen Jahren gerne sieht.

Kein Wunder, es steht ein ausgeklügeltes Farbkonzept des FarbDesignStudios von Caparol dahinter, mit sieben fein nuancierten edlen Grautönen, akzentuiert mit Gelb und Grün. An der Giebelwand, die in Richtung Rathaus zeigt, prangt ein stilisierter Kastanienbaum in der Größe von fast 6 x 12 m. Der Baum, der wie aufgemalt wirkt und Bewohner, Anlieger und Passanten begeistert, ist eine Photoprojektion auf einem Gewebe: Capatect PhotoVision von Caparol.

Der aus fünf Häusern und insgesamt 46 Wohnungen bestehende Gebäudekomplex der Wohnstätten Cuxhaven eG stammt aus dem Jahr 1930. Er steht direkt an einer Hauptdurchgangsstraße in Cuxhaven – ein auffallendes belebtes Objekt, schon von weitem zu sehen. Umfangreiche Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten, wie die Erneuerung der Heizungsanlage, die seit einigen Jahre liefen, fanden in der Fassadengestaltung Ende August 2014 ihren Abschluss. Da für die Installierung von Sonnenkollektoren auf dem Dach zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung war ohnehin ein Gerüst gestellt werden musste, bot es sich an, Instandsetzungs- und Gestaltungsarbeiten an der Fassade vorzunehmen. Eine gute Entscheidung, denn seit 1930 war die Fassade zwar immer wieder überstrichen, doch nie richtig saniert worden. Und so fanden sich insgesamt neun Schichten in drei verschiedenen Farben an der Fassade, zudem wies der Putz Risse auf. Die große Frage war nun: Wie lässt sich die Farbe von 84 Jahren entfernen? Maler- und Lackierermeister Torsten Süß (Rudolf Süß oHG, Malerei & Gerüstbau) hatte die Lösung: Mit seinem 500 bar Heißwasser-Hochdruckreiniger ließen sich die alten Farbschichten effektiv entfernen. Maurer sanierten den freigelegten Putz und dann waren die Maler wieder dran: Sie brachten den faserverstärkten Rissgrund FibroSil zur Überarbeitung von Putzrissen auf, bevor die gesamte Fassadenfläche mit der hochdiffusionsfähigen Siliconharz-Fassadenfarbe Muresko SilaCryl im Spritzverfahren zwei Mal beschichtet wurde. Es war eine Grundsatzentscheidung der Wohnstätten Cuxhaven eG von dem bisherigen elastischen Farbsystem zur diffusionsoffenen Farbe Muresko SilaCryl zu wechseln. Hier sorgt das Zusammenspiel der Basiskomponenten Siliconharz und Reinacrylatdispersion für sehr guten Feuchteschutz und Wetterbeständigkeit sowie Kreidungsstabilität, Haftvermögen sowie eine hohe Farbtonstabilität. Muresko SilaCryl hat einen hohen Wasserdampf- und ausreichenden CO2-Durchgang, was das Raumklima im Gebäude begünstigt.

Die Krönung bei dem Objekt in der Rathausstraße ist jedoch die Farbgestaltung mit den unterschiedlichen Grautönen und den Akzenten in Grün und Gelb, eine Idee von Jürgen Garms von der Wohnstätten Cuxhaven eG. Dem engagierten Vorstandsvorsitzenden ist eine hochwertige Ausstattung der Wohnstätten-Wohnungen und Gebäude mit nachhaltigen Produkten und Installationen sowie eine schöne Gestaltung sehr wichtig, damit sich die Bewohner rundum wohl fühlen. Zuvor hatte er sich von der zuständigen Caparol-Außendienstmitarbeiterin Silvia Bösenberg von den vielfältigen und umfassenden Beschichtungs- und Gestaltungsmöglichkeiten des Farbenherstellers überzeugen lassen. Sie gab seine Gestaltungswünsche an das FarbDesignStudio weiter. Dort entwickelte Farbdesignerin Pia Schillo-Hartounian das ansprechende Farbkonzept. Als Fassadengrundton und für die Pilasterumrahmungen wählte sie ein helles Grau aus dem Farbkonzept Caparol Spektrum 3D Venato 50. Für Erdgeschoss und Fensterbrüstungen sah die Designerin einen etwas dunkleren Grauton (3D Venato 40) vor; der noch ein wenig dunklere, anthrazitfarbige Sockel mit den Sockelfenstern (3D Venato 30) gibt dem Gebäude Halt. Stilisierte Blüten in Gelb und Grün (Melisse, Mai und Pinie) sowie die aus dem Logo der Genossenschaft bekannten Möwen in Weiß, setzen pfiffige Akzente auf dem eleganten Fassadenhintergrund. Vier verschiedene Grautöne, mit denen Schmuckelemente, wie die Pilaster in den Eingangsbereichen und die Gurt-, Gauben- und Dachgesimse gefasst wurden, heben die architektonischen Stilmerkmale des Gebäudes gekonnt hervor. Jürgen Garms freut sich: "Der edle Anthrazitfarbton mit den stilisierten Blüten kommt sehr gut an. Die Bewohner identifizieren sich mit ihrem schönen Haus, Autofahrer blicken hoch und Kinder auf dem Schulweg freuen sich über das 'Haus mit den Möwen'. Eine tolle Arbeit, auf die Malermeister Torsten Süß sehr stolz ist: "Die Fassadensanierung haben wir in unseren Imagefilm aufgenommen, der auch verkürzt im Kino zu sehen ist", berichtet er.

Ein echtes Highlight befindet sich an der Giebelseite mit der 12 m hohen und fast 6 m breiten fotorealistischen Darstellung eines Kastanienbaums. Damit wollte Jürgen Garms den Mietern des Nachbarhauses, das quer dazu steht, einen "Blick ins Grüne" vermitteln – wenn schon kein Platz für einen echten Baum da ist. Er fand das Motiv nach langer Internetrecherche in einer Bilddatenbank und ließ es dann von einer Werbeagentur überarbeiten. "Die Farben haben zufällig genau zum Caparol-Farbkonzept gepasst", freut er sich. Der Kastanienbaum, der wie von Künstlerhand auf die Fassade gemalt wirkt, ist ein Fotodruck auf einem Spezialgewebe, auf das sich Bildmotive jeder Art und in fast jeder Größe applizieren lassen. "Mit Capatect PhotoVision kann der Handwerker praktisch jedes Foto, jede Grafik, jedes Kunstwerk oder Ornament auf glatt gespachtelte Außen- oder Innenwände übertragen. Der fertige Motivträger wird zum Wunschtermin in Rollenform geliefert. Die handwerkliche Applikation geht dann am Objekt so einfach von der Hand wie das Kleben von Tapeten", erläutert Oliver Berg, Fassadenspezialist bei Caparol in Ober-Ramstadt. Einzige Voraussetzung: Die Wand muss möglichst glatt geschliffen sein, damit das spätere Fassadenbild nicht ungewollt verzerrt erscheint. Das Gewebe mit dem Motiv wird mit einem Spezialkleber Bahn für Bahn, Stoß an Stoß, im Kleberbett auf die Trägerfläche aufgebracht. Nach der Trocknung (frühestens jedoch nach 24 h) kann mit Caparol TopLasur NQG eine zusätzliche Schutzbeschichtung aufgetragen werden.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=408++53++379&no_cache=1

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