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Bei Wartungsarbeiten unterstützt

Wärmeversorgung gesichert

Unterföhring (ABZ). – Die Geovol Unterföhring GmbH ist ein lokaler Wärme- und Kälteversorger und 100-prozentige Tochtergesellschaft der Gemeinde Unterföhring. Sie fungiert als Erschließungs- und Betreibergesellschaft für das Geothermie-Projekt Unterföhring. Anfang 2009 stößt die erste geothermische Bohrung in 2512 m Tiefe auf 86 °C heißes Thermalwasser und bald danach beginnt die Fernwärmelieferung über die Energiezentrale in Verbindung mit dem Nordnetz. 2016 wurde die Erweiterung um die Dublette II, der Energiezentrale II sowie dem Südnetz in Betrieb genommen. Insgesamt verfügt die Geothermieanlage jetzt über eine geothermische Wärmeleistung von 22 MW und eine Gesamtwärmeleistung von bis zu 64 MW.

Aus den vier Bohrungen mit maximal 3 km Tiefe wird die zusammenhängende Anlage, bestehend aus dem 20 km umfassenden Nordnetz und dem noch im Bau befindlichen 13 km langen Südnetz versorgt. Es werden knapp 2900 Haushalte in 571 Objekten (Kommunale Gebäude, Wohnanlagen, Gewerbeeinheiten, Privatkunden) bedient. Die ausgewerteten Betriebsdaten zum Jahresende 2018 zeigten für das abgeschlossene Geschäftsjahr 54 650 Megawattstunden (MWh) geothermisch verkaufter Wärme, was eine Steigerung von rund 7 % gegenüber 2017 bedeutet.

Der gestiegene Wärmeabsatz resultiert insbesondere aus dem Ausbau des Versorgungsnetzes. Nachdem der Norden Unterföhrings nahezu flächendeckend erschlossen ist, soll bald auch der Süden der Gemeinde komplett versorgt werden können. Um die Versorgung stets zuverlässig zu gewährleisten, betreibt Geovol eine vorausschauende Anlagen- und Netzinstandhaltung.

Geovol hat bereits mehrfach Dienstleistungen und Mietgeräte von dem Spezialisten für die mobile Energieversorgung genutzt und einige Geräte gekauft. Bei Instandhaltungsmaßnahmen hat Geovol für die durchgängige Energieversorgung seiner Kunden mobiheat beauftragt. Während zehntägiger Instandhaltungsarbeiten wurden Armaturen in den Netzen getauscht und auf Edelstahlkomponenten umgerüstet, um längere Wartungsintervalle zu erzielen.

Diesen Zeitraum überbrückte mobiheat nach der Sondierung der benötigten Wärmeenergie und Netzparameter mit einem Produktportfolio aus seinem Mietpark, das vor Ort aufgestellt und an das Primär- und Sekundärnetz angeschlossen wurde, inklusive der Vor- und Rückläufe aller Anschlüsse und Verbindungsleitungen sowie zusätzlicher Druckausgleichsbehälter. Um die Geovol-Kunden mit der benötigten Wärmeenergie zu versorgen, waren von mobiheat an das Primärnetz, also der Hauptleitung, drei Heizmobile mit der Produktbezeichnung mobiheat MH300F mit je 320 kW Heizleistung, vier mobiheat MH150F mit 160 kW und zwei Drive'n Heat Boxes mit je 70 kW eingebunden. Alle Heizmobile im 1-Achs- wie auch Tandemachsanhänger haben eingebaute Tanks. Im laufenden Betrieb werden auch die Tankfüllstände beziehungsweise der Energieverbrauch via Funkverbindung von der mobiheat-Zentrale überwacht. An das Sekundärnetz wurden dreißig Elektroheizmobile von 3 kW bis 11 kW, drei weitere Drive'n Heat Boxes mit je 70 kW und zwei Heizmobile mit der Produktbezeichnung mobiheat MH150F mit 160 kW Heizleistung eingebunden.

Allen Heizmobilen von mobiheat ist gemeinsam, dass jedes für sich als Ersatz-/Notheizung autark arbeitet. Die mobiheat-Komponenten lassen sich auch miteinander kombinieren und ergänzen, wie beispielsweise mit zusätzlichen Ausgleichsbehältern.

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