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CityCube Berlin

Kubischer Baukörper bereichert Hauptstadt-Messe

Knauf, Architektur, Dämmstoffe

Der City Cube: Die Messe- und Kongresshalle für die Messe Berlin bietet 22 000 m² Nutzfläche.

BERLIN (ABZ). - Das Gelände der Messe Berlin ist eines der wichtigsten Aushängeschilder der Bundeshauptstadt. Hierher strömen ganzjährig Zigtausende, wenn die zahlreichen internationalen Leitmessen stattfinden: Internationale Funkausstellung, Grüne Woche, Internationale Tourismusbörse, InnoTrans, Fruit Logistica und viele mehr locken Geschäftsreisende und Privatbesucher in die Stadt und auf das Areal am Messedamm unter dem weltbekannten Funkturm. Anfang des Jahres 2012 musste die am Südende des Areals befindliche, baufällige Deutschlandhalle abgerissen werden – und ein zeitgemäßer Ersatz für den stetig steigenden Raumbedarf begann zu wachsen. Der CityCube Berlin ist eine multifunktionale Messe- und Eventhalle für Großveranstaltungen. Bei der Errichtung der ebenso wirtschaftlichen wie modernen zweigeteilten Fassade setzten die Erbauer auf die Vorteile von Aquapanel Cement Board Outdoor. Eine umlaufende Außendecke mit einer Fläche von 2300 m² wurde mit den soliden und witterungsbeständigen Bauplatten in kurzer Zeit fertiggestellt.

An der Ecke Jafféstraße und Messedamm gelegen, bildet der CityCube ein neues Entree im Süden des Messeareals. Der streng kubische Baukörper passt sich der Messearchitektur in seiner Formensprache an, setzt aber mit einer zweigeteilten Fassade zeitlos moderne Akzente. In seinem Inneren bietet das Gebäude zwei Hauptebenen mit jeweils rund 6000 m² Bruttogeschossfläche. Die untere Ebene ist mit flexiblen Trennwänden in bis zu acht Konferenzräume aufteilbar, je nach Konfiguration geeignet für 400 bis 3000 Gäste, während in der oberen Ebene eine säulenfreie Halle für bis zu 5000 Besucher Platz bietet. Ein direkter Anschluss an die südlichen Messegebäude sorgt für die fließende Integration in die Messeinfrastruktur.

Vom Bauherrn Messe Berlin wurde das Architekturbüro Code Unique aus Dresden mit Entwurf und Realisierung des CityCube beauftragt. "Maßgabe für uns war, ein Gebäude zu entwickeln, das höchsten wirtschaftlichen und funktionalen Ansprüchen genügt", so der für die Fassadenplanung zuständige Architekt Henrik Wiedemann. Die Außenhülle besteht aus einem Beton-Werkstein-Sockel, einer zurückspringenden "Glasfuge" für das umlaufende Foyer und einem darüber auskragenden Kubus für die obere große Halle. Von außen ist dieser mit Sandwichpaneelen als thermische Hülle verkleidet, vor die eine textile Membran als zweite Haut gespannt ist. "Das Material ist ein silbrig-weiß-grau glänzendes gewebtes Tuch, das einen homogenisierenden Effekt hat ", so Wiedemann. "Die Herausforderungen bei dieser eigentlich unprätenziösen Fassade lagen im Detail". So galt es, 6 m breite Lkw-Tore möglichst nahtlos und unauffällig in die Glaskonstruktion der Pfosten-Riegel-Fassade einzufügen sowie im Sockelbereich eine Vielzahl von Sonderelementen aus Werkstein, etwa rund um die Rampen und Treppen, zu koordinieren. Weniger aufwändig war für die Planer die Realisierung der Außendecke, die durch den auskragenden oberen Gebäudeteil rund um den gesamten CityCube notwendig wurde – schließlich konnte hier auf eine bewährte Lösung zurückgegriffen werden.

Generalunternehmer für die Realisierung der gesamten Fassade war die Metallbau Windeck GmbH aus Kloster Lehnin. Deren Projektleiter Rainer Thoran: "Der obere Fassadenteil kragt an den Längsseiten 4 m, und an den Stirnseiten 6 bzw. 10 m weit aus. Diesen Teil zwischen der Sandwichfassade des oberen Gebäudeteils und der Pfosten-Riegel-Fassade unten haben wir mit einer Abhangdecke geschlossen." Eine Gesamtfläche von rund 2300 m² wurde mit den Bauplatten Aquapanel Cement Board Outdoor verkleidet. Die Anforderungen: Hohe Witterungsbeständigkeit und physische Belastbarkeit, hatte doch der Statiker für die Außendecke um das Fünffache erhöhte Windlasten im Vergleich zu einer Innendecke berechnet. Um diesen Anforderungen zu genügen, mussten Abhänger in einem Raster von 230 mm gesetzt werden. Für die Gesamtfläche bedeutete das: 36 000 Stangen. "Bei Abhanghöhen zwischen 1100 und 1300 mm war das Ergebnis ein sehr imposanter Stangenwald", berichtet Thoran. Mit diesen Stangen wurden Tragprofile aus Metall verschraubt, auf die wiederum – nach Verlegeplan – die Zementbauplatten aufgeschraubt wurden. Eine zusätzliche logistische Herausforderung war die Montagehöhe. Z. T. befindet sich die Außendecke 10 m über dem Boden, in den Bereichen eines höhergelegten Umgangs sind es immer noch 5 m, die vollflächig eingerüstet werden mussten. Außerdem gab es für die Außendecke noch weitere Anforderungen: Da sie potenzielle Fluchtwege überdacht, verlangte der Brandschutz den Einbau von mehr als 200 Sprinklern. Auch sollten ebenso viele Auslässe für Beleuchtung berücksichtigt werden. Zusätzlich rundeten 24 Revisionsklappen die nötigen Einbauten ab.

Knauf, Architektur, Dämmstoffe

Die Bauplatten Aquapanel Cement Board Outdoor werden auf die Tragprofile geschraubt. Als einzige Zementbauplatte verfügen sie über eine DIBt-Zulassung für Außendecken.

Für die Umsetzung der Decke sorgte als Subunternehmer die Firma Ruff Innenausbau. Mit bis zu zehn Monteuren war das Unternehmen aus Blankenfelde vor Ort, um die große Fläche zu bearbeiten. "Nach dem Hängen der Stangen und dem Befestigen der Leichtmetall-Tragprofile wurde zuerst einmal Dämmmaterial eingebracht", erzählt Oliver Ruff. Dafür kamen Zwischensparren-Dämmrollen Unifit TI 135 U von Knauf Insulation in einer 160er-Stärke zum Einsatz. Anschließend montierten die Monteure die Zementbauplatten mit den zum System Aquapanel gehörenden Maxi Schrauben. "Die Schrauben verfügen über eine doppelte Gewindung, die besonders an die beiden unterschiedlichen Materialien angepasst ist", so Ruff. Dank des relativ leichten Gewichts von rund 16 kg/m² lassen sich die 12,5 mm dicken Platten gut über Kopf montieren. Auch der Zuschnitt der Platten aus Portlandzement, die beidseitig mit einem Glasgitttergewebe armiert sind, funktioniert problemlos. "Es reicht, mit einem Cutter auf der einen Seite das Gewebe zu ritzen", erklärt Oliver Ruff, "dann lassen sich die Platten einfach in die gewünschte Größe brechen." Für die benötigten Sprinkler- und Lichtauslässe und die Revisionsklappen wurden die montierten Platten später – je nach erforderlicher Öffnungsgröße – mit der Stichsäge oder einem passenden Bohraufsatz eingeschnitten.

Die nächsten Arbeitsschritte des Teams von Oliver Ruff umfassten das Verspachteln der Fugen mit Aquapanel Fugenspachtel – grau, inklusive eingelegtem Armierungsband. Danach wurde die Fläche mit dem ebenfalls zum Aquapanel System gehörenden Klebe- und Armiermörtel – weiß mit eingebettetem Aquapanel Gewebe vollflächig erneut gespachtelt und geglättet. Die Anschlüsse an die Pfosten-Riegel-Fassade innen und die Sandwich-Fassade an der Außenkante der Decke wurden mit VKP-Quellband abgedichtet.

Eine Besonderheit der Außendecke mit Aquapanel Cement Board Outdoor ist die Möglichkeit, auf einen Oberputz zu verzichten. Das Material ist nicht nur absolut wasser- und witterungsbeständig sowie biege- und stoßfest, sondern im gesamten System mit Klebe- und Armiermörtel und Gewebe auch diffusionsoffen und ermöglicht Konstruktionen, die höchste Wärme- und Schallschutzanforderungen erfüllen. So bewährt sich die Außendecke nicht nur bauphysikalisch, sondern auch wirtschaftlich, da sie nach dem Spachteln, Glätten und Trocknen des Klebe- und Armiermörtels schon eine hochwertige Oberfläche bildet, die direkt mit einem Farbanstrich versehen werden kann. "Mit Blick auf Bauzeit und Kosten hat sich der Bauherr hierfür entschieden", sagt Oliver Ruff. So konnte die wegen der einfachen Montage ohnehin schon kurze Bauzeit für die Außendecke noch weiter verkürzt werden. Derzeit ist laut Hersteller Aquapanel Cement Board Outdoor die einzige zementgebundene Bauplatte, die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Unterdecken und Deckenbekleidungen im Außenbereich erhalten hat. Die DIBt-Zulassung für Aquapanel Cement Board Outdoor ist in dieser Form einzigartig, da somit auf eine sonst benötigte Metallunterkonstruktion aus AIuminium verzichtet werden kann. Allein die Zementbauplatten von Knauf Aquapanel können bei abgehängten Decken im Außenbereich mit dünnwandigen Metallprofilen nach DIN 18182-1 eingesetzt werden, deren Eignung im System nach DIN 18168-2 oder DIN EN 13964 nachgewiesen wurde. Dadurch steht Planern und Verarbeitern die aus dem Innenausbau bekannte Technik mit zementgebundenen Bauplatten auch für die Fertigung von Außendecken zur Verfügung. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Perspektive –die auch beim CityCube Berlin eine große Rolle spielte – ist dies attraktiv, da die Unterkonstruktion mit den zugelassenen Trockenbauprofilen eine günstige Alternative zu Systembausätzen aus Aluminium bietet.

Mit dem Bundeskongress des DGB Anfang Mai 2014 fand der CityCube Berlin eine angemessene Premiere. Die Tausenden Delegierten und Mitglieder trafen sich in einer brandneuen Kongress- und Messehalle, die allen Anforderungen an zeitgemäße Veranstaltungstechnik, einfache Besucherführung und angemessenen Komfort spielend gerecht wird. Der Einsatz von Aquapanel Cement Board Outdoor hat zu diesem neuen Highlight für die Messe Berlin einen kleinen,aber durchaus symbolträchtigen Beitrag geleistet – dank physikalisch und ökonomisch überzeugender Eigenschaften.

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