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Durch Rückkehr zur Meisterpflicht

Handwerkspräsident verspricht sich sinkende Preise

Berlin (dpa). – Kunden können vorerst nicht damit rechnen, dass Handwerker Aufträge bald schneller erfüllen. "Leider kann ich bei den Wartezeiten auf einen Handwerker noch keine Entwarnung geben, die werden mittelfristig erst einmal nicht geringer", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur. "Es kommen nicht genügend Handwerker nach." Allerdings würden die Preise aufgrund der Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen sinken. Vor 15 Jahren war in mehr als 50 Berufen die Meisterpflicht weggefallen. Sie ist nun aber für zwölf Gewerke wieder eingeführt worden. Der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach, hatte kritisiert, die Änderungen seien ein Schritt zurück. "Aus Sicht der Verbraucher wird der Zugang zu Handwerksleistungen mit der Wiedereinführung der Meisterpflicht schwieriger. Die Wartezeiten und die Preise können steigen." Dagegen sagte Wollseifer: "Durch die Wiedervermeisterung werden die Produktionskapazitäten nicht weniger, denn es gibt einen Bestandsschutz für Betriebe, die bereits ohne Meisterbrief auf dem Markt sind. Wir haben aber festgestellt, dass diese Betriebe weniger ausbilden. Wenn aber wesentlich weniger ausgebildet wird, dann führt dies zu Fachkräftemangel." Qualifiziert ausbilden könne im Handwerk nur der Meister, sagte Wollseifer. "Wenn wir nun wieder mehr Meister haben und wieder mehr ausgebildet wird, schaffen wir auch mehr Kapazitäten. Und wenn es mehr Kapazitäten am Markt gibt, dann wird es nicht teurer, sondern günstiger."

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