Erdenkreislauf neu gedacht

Klinker mit Recyclinganteil

Marklkofen (ABZ). – Einen Beitrag zum zirkulären Bauen leistet Gima nach eigenen Angaben mit dem Recyclingklinker, der aus Klinkerbruch, überzähligen Klinkern oder sortenrein rückgebauten Klinkersteinen bestehen kann. Darüber hinaus werden auch Sekundärrohstoffe verarbeitet. Eine neue Variante mit Sägeschlamm der Firma Hofmann Naturstein stellt der Klinkerhersteller nun exemplarisch in sechs Farbvarianten vor.

In Abstimmung mit Architektinnen und Architekten ist die Entwicklung weiterer Farben und Formate jederzeit möglich.

Derzeit können Gima Klinker für die Fassade und den Bodenbereich mit einem Recyclinganteil von bis zu 40 % hergestellt werden, wobei das Forschungsteam beständig daran arbeitet, den Anteil an Sekundärrohstoffen weiter zu erhöhen. Beispielhaft ist hier die Kooperation von Gima mit Hofmann Naturstein zu nennen, die zur Entwicklung einer Klinkervariante mit Sägeschlamm in sechs Farben geführt hat. Ressourceneffizienz erhöhen Im Herstellungsprozess von Hofmann Naturstein entsteht durch die Zugabe von Wasser bei der Verarbeitung von Naturwerkstein sogenannter Sägeschlamm.

Das Gima-Laborteam entwickelte eine spezielle Rezeptur, wie dieser Sägeschlamm der klassischen Rohstoffmasse sinnvoll beigemengt werden kann. Mittels umfangreicher Tests wurde geprüft, wie sich dieser neue Sekundärrohstoff auf die Klinkerproduktion hinsichtlich Form, Farbe, Beständigkeit und Langlebigkeit auswirkt. Markus Hage, Leiter des Gima-Labors, betont: "Sowohl eigene als auch externe Sekundärrohstoffe erhöhen unsere Ressourceneffizienz, sie dienen als Grundlage für Recyclingklinker. Dabei gilt stets unser Anspruch an Produkte mit Original Klinkerqualität."

Neben den nun entwickelten sechs Farbvarianten sind – wie bei allen Klinkersorten von Gima in Abstimmung mit Architektinnen und Architekten zahlreiche weitere Optionen möglich. Recyclingklinker können in diversen Farben, mit spezifischen Oberflächen und besonderen Abmessungen produziert werden. Ebenso können mittels Salz- und Kohlebrand einzigartige Farbeffekte erzielt werden oder Klinkerfertigteile mit der bewährten Schwalbenschwanzverzahnung hergestellt werden.

Gima unterstützt die Planungsbüros dabei vom ersten Entwurf bis zur finalen Form und Farbigkeit, erstellt Mustertafeln und hilft beim Aufbau von Mock-ups. Zudem berät das Unternehmen bei der Projektplanung und -umsetzung, wenn es zum Beispiel um die Detailplanung der Fassade oder bauphysikalische und statische Berechnungen geht.

Neben den bekannten Vorteilen wie nahezu unbegrenzte Lebensdauer und Wartungsfreiheit, Robustheit sowie Beständigkeit gegen aggressive Stoffe oder dauerhafter Farbechtheit punkten Klinkerfassaden auch mit ihrem kreativen Potenzial, das Architekten sehr schätzen.

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