Anzeige

Fassadenbegrünung

Pflanzgerüste geben Planern Gestaltungsfreiraum

Im Norden Mailands schuf der Architekt Stefano Boeri zwei Wohntürme mit schubladenartig herausragenden begrünten Balkonen mit Pflanzenkästen aus Edelstahl Rostfrei.

Düsseldorf (ABZ). – Architekten und Stadtplaner nutzen vermehrt Naturelemente als kreativen Baustoff. Mit Stadtbegrünung setzen sie Farbakzente und geben Antworten auf ökologische Herausforderungen. Eine zentrale Rolle für Passform und Tragekomfort der grünen Kleider spielt dabei Edelstahl Rostfrei, teilt der Warenzeichenverband Edelstahl Rostfrei e. V. (WZV) mit, der das Markenzeichen Edelstahl Rostfrei vergibt.

Um dem Anspruch nach nachhaltigen Wohn-, Arbeits- und Lebensformen gerecht zu werden, würden natürliche Elemente in Planung und Ausführung der Gebäude überall an Bedeutung gewinnen. Virtuos komponierte Landschaften aus Bäumen, Sträuchern und Grünpflanzen würden zeigen, dass die pflanzliche Vielfalt an Formen, Farben und Strukturen optisch wie funktional anderen architektonischen Fassaden- und Wandgestaltungen nicht nur wortwörtlich gewachsen, sondern sogar überlegen sei.

Im Norden Mailands schuf der Architekt Stefano Boeri bspw. zwei Wohntürme mit schubladenartig herausragenden Terrassen und Balkonen. Diese ließ er mit 800 Bäumen und 20 000 Sträuchern bepflanzen, sodass die Bewohner auch im 20. Stock den Blick ins Grüne genießen. Vorreiter dieser Idee war der französische Botaniker Patrick Blanc, der schon vor 30 Jahren begann, öffentliche Gebäude oder Tunneleinfahrten zu begrünen. Jean Nouvel gestaltete mit den One Central Park Türmen in Sydney kombinierte Wohn- und Geschäftshäuser, deren Wände in 110 m Höhe umlaufend durch Patrick Blanc begrünt wurden. Aktuell macht das von Christoph Ingenhoven entworfene Marina One Singapur mit über 400 000 m² Büro-, Wohn- und Geschäftsflächen und einem 37 000 m² großen Green Heart Furore. Je zwei Büro- und Wohnhäuser umschließen diese sich über mehrere Stockwerke erstreckende dreidimensionale Oase: Über 350 Baum-, Strauch- und Palmenarten machen das Miteinander von Architektur und Natur in derart verdichteten Strukturen wegweisend.

Mit Pflanzen, Vögeln, Insekten oder Fledermäusen, die sich nach und nach in diesen botanischen Flächen niederlassen, kehrt die Natur zurück in die Stadt. Auch im deutlich kleineren Maßstab weicht urbane Tristesse dieser lebendigen Stadtgestaltung. Durch Fassadenbegrünung geben Parkhäuser, Fußgängerbrücken oder Mehrfamilienhäuser der Natur bebaute Fläche effektiv und kostengünstig zurück. Dabei würden die Pflanzenkleider nicht nur emotional ansprechende Lebensqualität schaffen, sondern als natürlicher Dämmstoff und Filter einen wichtigen Beitrag für ein besseres Mikroklima leisten, so der WZV. Sie würden Sauerstoff produzieren, Feinstaub binden und Schadstoffe von Autoabgasen aus der Luft filtern. Das von ihnen gespeicherte Wasser werde durch die Blätter wieder abgegeben, sodass die dabei entstehende Verdunstungskälte im Sommer zur Abkühlung beitrage. Die Pflanzen würden Schall absorbieren und die Lärmbelastung im Stadtraum um mehr als 5 dB senken. Als Sicht- und Sonnenschutz würden sie Aufenthaltskomfort und Privatsphäre gewährleisten. Nicht zuletzt seien sie für Bewohner und Eigentümer durch erhebliche Energieeinsparungen bares Geld wert: Im Sommer würden sie die Wärme der Sonnenstrahlung aufnehmen, im Winter die Gebäude vor Auskühlung durch Wind schützen.

Neben der geeigneten Pflanzenwahl würden auf die spezifischen Anforderungen abgestimmte Rankhilfen und Pflanzgefäße zum Gelingen einer nachhaltigen Fassadenbegrünung beitragen. Die angebotene Variantenvielfalt an Pflanzgerüsten gebe Planern großen Gestaltungsfreiraum. Entscheidend sei, dass die gewählten Gerüste, Netze oder Gefäße wartungsfreie, langlebige Konstruktionen seien und die gebotene Stabilität bieten würden. Seile, Gitter oder Kassetten aus Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel würden diese Vorgaben durch hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit erfüllen, so der WZV. Vielfach würden die Multitalente auch die Aufgabe als Absturzsicherung übernehmen. "Filigrane Netze aus nichtrostendem Stahl werten trostlose Fassaden durch ihre optische Leichtigkeit auf und folgen jeder Geometrie. So lassen sich auch dreidimensionale Gestaltungen realisieren", rät der Verband. Als Geländer an umlaufenden Laubengängen oder als Sichtschutz zwischen den einzelnen Balkonen würden Rankhilfen zugleich zu Sicherheit und Privatsphäre beitragen. Waagerecht mit einem Spannschloss gestraffte Drahtseile aus Edelstahl können durch ihre lineare Optik die reduzierte Formensprache von Gebäuden unterstreichen und Kletterrosen bis in 6 m Höhe eleganten Halt bieten. Senkrecht verspannte, 3 mm dicke Edelstahlseile würden Fluchttreppen einen Schleier aus Kletterpflanzen verleihen wie bspw. Blauregen, der bis zu 15 m hoch wachse. Würden zusätzlich waagerechte Seile in entsprechendem Abstand eingezogen, entstehe ein Gitter, das auch Pflanzen wie Clematis Halt gebe und obendrein als Absturzsicherung diene. Quadratische Profile würden optische Akzente setzen und sogar pflanzlichen Schwergewichten zuverlässige Kletterhilfe bieten. Hier könnten auch Pflanzkästen aus Edelstahl Rostfrei eingehängt werden. Ihre metallisch schimmernde Oberfläche reflektiere Pflanzen und Umgebung. Bepflanzte Edelstahlkassetten mit entsprechender Unterkonstruktion oder Netzkonstruktionen aus Edelstahlseilen, die mit Abstandshaltern zur Wand verspannt sind, würden vollwertige hinterlüftete Fassaden bilden. Schrauben und Verankerungen aus Edelstahl Rostfrei würden dauerhaft sicheren Halt gewährleisten, sodass die grüne Wand jedem Wetter zuverlässig standhalte. Bei den statischen Berechnungen aller Konstruktionen gelte es deshalb, neben dem zunehmend größeren Eigengewicht der Pflanzen auch die Windlasten zu berücksichtigen. Um auf Nummer sicher zu gehen, ließen Planer bei Großbauten wie der 110 m hohen grünen Fassade am One Central Park in Sydney die Pflanzenkonstruktion im Windkanal darauf testen, ob sie lokalen Windstärken mit bis zu 160 km/h standhielten.

Mit Befestigungselementen, Pflanzkästen und Rankhilfen, die das international geschützte Markenzeichen Edelstahl Rostfrei tragen, seien Planer und Eigentümer immer im grünen Bereich, so der WZV. Durch sachgerechte Materialwahl und fachgerechte Verarbeitung seien die Elemente langlebig und müssen nicht gewartet werden. Sie würden gestalterische, gesundheitliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte in Einklang bringen.

ABZ-Stellenmarkt

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=53&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 30/2019.

Anzeige

Weitere Artikel