Für Fertigteilwerke

Integrales Bauen als Vorteil

Eine fünfseitig Schalungsglatte Wandfertigteile im Produktionsprozess. Foto: BT Innovation

Magdeburg (ABZ). – Integrales Bauen ist für den kosteneffizienten Ablauf eines Projekts ausschlaggebend. Die Entwicklung entsprechender Lösungen hat sich BT innovation zur Aufgabe gemacht und forscht seit der Jahrtausendwende an integralen Technologien. Für Fertigteilwerke eröffnen sich damit erhebliche Wettbewerbsvorteile. Um die immer komplexer werdenden Bauaufgaben durchführen zu können, bedarf es einer umfassenden Herangehensweise. Die Einbindung aller Fachplaner und Gewerke zu einem frühen Zeitpunkt ermöglicht einen ganzheitlichen Ansatz. Hierbei liegt der Schwerpunkt nicht auf Teilaspekten, sondern im Zusammenwirken von möglichst vielen Faktoren und deren integralen Konzepten. Fertigteilwerke werden damit bereits am Anfang der gesamten Wertschöpfungskette eingebunden und können diese maßgebend mitgestalten. Fertigteile müssen auf der Baustelle abgedichtet und verbunden werden. Das Betonfertigteilwerk kann sich Wettbewerbsvorteile gegenüber örtlichen Lösungen sichern, wenn es diese Gewerke von Anfang an mitdenkt. Hierfür gab es in den vergangenen Jahren bei der Firma BT innovation nach eigenen Angaben maßgebende Entwicklungen.

Die Entwicklung des BT-Spannschlosses für die trockene Verbindung von Betonfertigteilen gelte als erste ihrer Art und beschleunige den Bauprozess auf vielen Baustellen, wie z. B. beim Bau eines 15-geschossigen Hotelgebäudes am Flughafen London Heathrow im Jahr 2018. Begonnen als Ortbetonbaustelle wechselte der Bauunternehmer ab der vierten Etage auf trocken verbundene Fertigteile und konnte die geplante Bauzeit so um mehrere Monate verkürzen.

Der kombinierte Einsatz des BT-Spannschlosses mit einem Dichtband aus Butylkautschuk wie RubberElast ermöglicht, dass trockene Fertigteilverbindungen sofort bis zu einem Druck von 5 m Wassersäule abgedichtet sind – sogar auf Winterbaustellen. Polymermodifizierte Bitumenbänder wie SynkoElast und nahezu schwindfreie Fugendichtstoffe wie InnoElast ermöglichen eine Kombination von Ortbeton mit Fertigteilen und eine weitestgehend witterungsunabhängige Fertigteilmontage, heißt es von Herstellerseite.

Die werkseitige Integration der Fassadendämmung in Stahlbetonfertigteilen erfüllt die immer höheren Forderungen nach besserer Isolierung von Gebäuden meist zielsicherer als örtliche Lösungen. Hier setzen Verbundanker aus glasfaserverstärktem Kunststoff wie der ThermoPin zur Verbindung der Betonschalen durch die Dämmung Maßstäbe. Wichtig ist, dass die Glasfaserstäbe für eine schnelle Verarbeitung optimiert sind. Zudem müssen die Verbundanker in der Lage sein, Bewegung in alle Richtungen aufzunehmen, damit sich die Rissanfälligkeit der Vorsatzschale bei der Sandwichwand fast vollständig reduziert.

Auch innerhalb der Betonfertigteilwerke kann die Wertschöpfungskette integral optimiert werden. Magnettechnik hat schon vor Jahren ihren Weg in die Produktion gefunden. Aber die wirkliche Leistungsfähigkeit resultiert erst aus der Ergänzung der Magnete durch ein präzise abgestimmtes Schalungssystem. Der erste Zeitgewinn resultiert aus dem einfachen Einhängen des Magneten in die Schalung, ohne dass eine Verschraubung notwendig wird. Das Fuß-/Federsystem des Magneten MagFlyAP ermöglicht federleichtes Bewegen der Schalung und schnelles Einschalen. Die nach Positionierung aktivierbare Haftkraft des Magneten zieht die Schalung auf den Stahltisch und dichtet die Fuge durch das Anpressen sicher ab. Mit einer Haftkraft von 22.000 N und einem Gewicht von nur 5,5 kg bietet der Magnet MagFly AP von BT innovation mit der darauf abgestimmten MultiForm-Schalung ein überzeugend leistungsfähiges System, so das Unternehmen. Heute setzen tausende Fertigteilwerke auf die Kombination von Hochleistungsmagneten und abgestimmter Schalungssysteme, um Schalungen innerhalb von Minuten aufzubauen.

Die Produktion von fünfseitig schalungsglatten Fertigteilen integriert die Wertschöpfung örtlicher Verputzarbeiten direkt ins Werk. Stehend gefertigte Wandbauteile mit fünfseitig malerfertiger Sichtqualität ersparen nicht nur die Kosten eines bauseitigen Putzauftrages, sondern minimieren auch die Baufeuchte und verkürzen die Bauzeit. Die Nutzung von Batterieschalungen für die vertikale Fertigung nimmt seit einigen Jahren wieder zu. Vor rd. zwei Jahren führte das Magdeburger Unternehmen BT innovation die Schmetterlingsschalung ein. Die weltweit patentierte Entwicklung löste seinerzeit die beiden zentralen Probleme, unter denen selbst Hochleistungs-Batterieschalungen modernster Bauart litten. Zum einen ist dies die Abhängigkeit der Belegungshäufigkeit der Batterieschalung von der Aushebefestigkeit der Fertigteile, und zum anderen der vergleichsweise hohe, händisch manipulative Aufwand für Schalungsbau, Bewehrungsarbeiten, Elektroinstallationen an den senkrechten Schalungsflächen in einer normalen Taschenbatterie.

Die Schmetterlingsschalung kombiniert seit ihrer Markteinführung die Vorteile der liegenden Vorbereitung mit der stehenden Fertigung. Dadurch wurde die Batterieschalung schneller, wirtschaftlicher und flexibler. Die hängende oder stehende Betonage führt nach Unternehmensangaben zu drastischen Platzeinsparungen und gleichzeitig zu hohen Produktionssteigerungen. Die Schmetterlingsschalung kann auch ähnlich einer Umlaufpalette ausgeführt werden. Die Batterieschalung wird damit zum Bestandteil einer Umlaufanlage. Output-Volumen in der Größe von 500 oder mehr Wohneinheiten pro Monat werden so möglich. Eine Kapazität, die bei zeitkritischen Infrastrukturbaustellen die örtliche Ausführung verdrängen kann, zugunsten der Fertigteilwerke.

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