Gerätewechsel leicht gemacht

Multikupplung kann sich zuverlässig bei jeder Herausforderung bewähren

Hettenleidelheim (ABZ). – Seit Oktober vergangenen Jahres hat die Philippi Transporte&Erdbau GmbH im pfälzischen Hettenleidelheim die Pister-Multikupplungen an verschiedenen Kompakt- und Kettenbaggern von 3 bis 28 t im Einsatz. Bislang haben die Geräte noch jede Herausforderung mit Bravour gemeistert. Fast 30 Jahre existiert die Firma am Markt, Zeit für einen Rückblick und einen Erfahrungsbericht.
Anbaugeräte
Silas Philippi, einer der Cousins, zieht ein positives Fazit zur Kupplung, die durch ihre rot lackierte Konsole einiges hermacht. "Eine rundum saubere Lösung", ist Silas überzeugt.

Der familiär geführte Baggerbetrieb verfügt mittlerweile über sechs Ketten- und Mobilbagger der Hersteller Kobelco, Atlas und New Holland in der 14- bis 28-Tonnen-Klasse. Darüber hinaus stehen fünf Mini- und Kompaktbagger von 3 bis 7 t von Kubota und Wacker Neuson zur Verfügung.

Wie fing alles an? Das es einmal so weit kommt, hätte Philipp, einer der Geschäftsführer, nicht gedacht. Das 23-Personen-starke Team hat seine Ursprünge 1983, als Uwe Philippi, der Vater von Philipp, den Sprung als Ein-Mann-Betrieb in die Selbstständigkeit wagte. Mit einem Betonmischer für 60.000 D-Mark fing es an.

Über die Jahre kamen weitere Lkw hinzu. Zwar wurde der Baggerbetrieb bereits Anfang der 90er-Jahre von Uwe und seinem Bruder gegründet, doch lag der Fokus bis ins neue Jahrtausend weiterhin auf dem Transportgeschäft. 2008 kam dann Philipp in das Unternehmen. Mit dem Einstieg von Philipps Bruder David im Jahr 2010 wurde der Fokus endgültig auf den Baggerbetrieb gelegt. Mit damals fünf Personen war die Firma überwiegend im Tiefbau tätig.

Philipp sagt heute: "Zehn bis Zwölf Mann maximal. Das war unser Ziel." Heute kann er, und vor allem seine Frau und Bruder David, nur darüber schmunzeln. Besonders dann, wenn es wieder heißt: nur noch einen Mann, dann ist Schluss. Die Arbeit ist schlichtweg da. "Ich könnte noch einmal einen Betrieb eröffnen. Nur mit den Aufträgen, die wir nicht annehmen können." Als erfolgreiche Unternehmer wissen Philipp und David aber genau: es ist besser nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu wollen. Stattdessen werden lieber die Aufträge angenommen, die sauber ausgeführt werden können. Das wiederum resultiert in zufriedenen Kunden und das ist das Ziel. Eine gesunde Einstellung, die von allen im Team getragen wird. Der Vater, die beiden Söhne und die Cousins, die ebenfalls im Betrieb arbeiten, kennen die übrigen Angestellten meistens schon seit der Schulzeit.

Das sehr junge Team entwickelte sich aus dem Tiefbau kommend immer mehr zum Allrounder. Gerade der Abbruch, aber auch Bodenaufbereitung und Entsorgung werden immer wichtigere Bereiche im Betrieb. Ein Grund hierfür: es gibt immer weniger zu bebauende Flächen. Daher geht der Trend Richtung Abriss und Neubau. "Die Kunden möchten alles aus einer Hand", weiß Philipp. Darüber hinaus ist die Firma Philippi unter anderem auch im Deponiebau tätig und bietet Leistungen wie die Immobilisierung von Böden, sowie Pflasterarbeiten und die Gestaltung von Außenanlagen an. Für die Vielfalt an Aufgaben braucht es vielfältige Baumaschinen und Anbaugeräte. Gerade der Wechsel der Anbaugeräte ist ein Thema, bei dem Bauunternehmer viel einsparen können. In der Regel fällt die Entscheidung stets zwischen vollhydraulischem Schnellwechsler und hydraulischen Schnellwechslern in Verbindung mit Multikupplungen, die das Trennen und Verbinden der Hydraulikleitungen mit nur einem Handgriff erlauben.

Auf der letzten bauma-Messe begutachtete der Familienbetrieb alle relevanten Systeme, die jeweiligen Vor- und Nachteile wurden abgewogen und letztlich eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt. Vollhydraulische Schnellwechsler bei Neumaschinen und Multikupplungen bei Bestandsmaschinen war zunächst eine mögliche Lösung. Schnell hatten sich die Verantwortlichen auf jeweils einen Hersteller festgelegt. Irgendwann merkten die Philippis, dass zweigleisig zu fahren keine optimale Lösung ist. Es hieß also: entweder oder.

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In Zusammenarbeit mit einer Metallbauwerkstatt hat Philipp eine Konsole erstellt, die das System optimal vor Beschädigungen schützt, aber gleichzeitig den Zugang zu allen Bauteilen gewährleistet. Bei einem Zwischenfall hat die Konsole ein paar Kratzer abbekommen, die Kupplung selbst blieb heil. Fotos: Hain Industrievertretung

Bei den vollhydraulischen Schnellwechslern konnten etwas ältere Anbaugeräte aufgrund der Geometrie nicht umgerüstet werden. Neben der eigentlichen Investition in die Kupplungslösung hätte die Familie also zusätzlich Geld in neue Anbaugeräte investieren müssen. Und das, obwohl vollhydraulische Schnellwechsler in der Anschaffung deutlich teurer sind. Also blieben für Philipp die Multikupplungen übrig, mit dem Nachteil, beim Werkzeugwechsel aussteigen zu müssen. Aber genau das, so sagt Philipp heute, sei für ihn gar kein Nachteil mehr. "Wenn der Fahrer zum Wechseln aussteigt, nimmt er die Fettpresse mit und schmiert mal was ab. Schäden werden frühzeitig erkannt und die Montage oben am Stiel ist auch nicht so empfindlich gegenüber Schmutz."

Für welche Multikupplung er sich entscheiden würde, war Philipp schnell klar. Als Allrounder, mit größeren Kettenbaggern, mit dem auch im Abbruch gearbeitet wird, muss die Kupplung vor allem eines sein: hammerfest. Darüber hinaus war eine robuste und kompakte Bauweise gefragt – hochwertige Materialien, die den täglichen Anforderungen im Bau standhalten. Für ihn war es daher die logische Konsequenz, auf die Pister-Multikupplung zu vertrauen.

In Zusammenarbeit mit einer lokalen Metallbauwerkstatt hat Philipp eine Konsole erstellt, die das System optimal vor Beschädigungen schützt, aber gleichzeitig den Zugang zu allen Bauteilen gewährleistet. Schon beim ersten Einsatz habe sich die Konstruktion bezahlt gemacht. Mit dem Stiel ist ein Baggerfahrer gegen ein massives Vierkanteisen gestoßen. Nur die Konsole hat dabei ein paar Kratzer abbekommen. Die Kupplung selbst blieb heil. Die teure Reparatur der Kupplung konnte deshalb eingespart werden. "Für uns war es die richtige Entscheidung, auf die Pister-Multikupplung zu setzen", ist sich die Familie einig. "Da alle im Team von der Lösung überzeugt sind und die Kupplung hält, was sie verspricht, haben wir früher als geplant, alle Maschinen umgerüstet."

Dabei unterstützt wurde die Firma Philippi von der Firma Hain Industrievertretung GmbH, dem Vertriebspartner für die Pister-Multikupplungen in Deutschland. Silas Philippi, einer der Cousins, führt die Systeme am New Holland 215C und einem Kubota KX101-3 vor und demonstriert den schnellen und einfachen Werkzeugwechsel. Auch optisch macht die Kupplung durch die rot lackierte Konsole einiges her. "Eine rundum saubere Lösung", ist Silas überzeugt.

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