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Hamburgs Bürgermeister: Mietendeckel bremsen Investitionen

Berlin (dpa). - Deutschlands zweitgrößte Stadt Hamburg will anders als Berlin Mieterhöhungen nicht verbieten. Ein vollständiger Mietendeckel untergrabe die Investitionsbereitschaft für den Wohnungsbau, sagte der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Stattdessen schlägt er vor, die sogenannte Kappungsgrenze, eine schon jetzt bundesweit geltende Deckelung von Mieterhöhungen, zu verschärfen. In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt dürfen die Mieten innerhalb von drei Jahren derzeit um höchstens 15 % erhöht werden. "Die Kappungsgrenze sollte auf 10 % in drei Jahren gesenkt werden", sagte Tschentscher. Außerdem setze Hamburg auf mehr Wohnungsneubau und habe damit in den vergangenen Jahren die Wohnsituation deutlich entspannt. Der SPD-Politiker wendet sich damit gegen Pläne seines Berliner Amtskollegen Michael Müller (SPD). In der Hauptstadt sollen die Mieten für fünf Jahre eingefroren werden, um die explodierenden Wohnkosten in den Griff zu kriegen. Berlin wäre das erste Bundesland mit einer solchen Regelung, sie ist rechtlich allerdings umstritten.

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