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Kobelco und EMB Baumaschinen feiern Jubiläum

Starke Partnerschaft mit starken Maschinen

Im Rahmen der Presseveranstaltung würdigte die Kobelco-Spitze EMB Baumaschinen für 30 Jahre gute Zusammenarbeit (v. l.): Makoto Kato, Managing Director KCME, EMB-Seniorchef Ludwig Ellinger, die Geschäftsführer Sebastian und Michael Ellinger sowie Hanns Renz, Kobelco-Vertriebsleiter D-A-CH.

Neukirchen vorm Wald (kwf). – Das 30-jährige Jubiläum ihrer Zusammenarbeit nahmen Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) und der süddeutsche Händler EMB Baumaschinen zum Anlass einer gemeinsamen Presseveranstaltung. Im Fokus standen dabei die aktuellen Entwicklungen am Markt, neue Modelle des japanischen Kettenbagger-Spezialisten und das EMB-Service-Angebot.

Vor 30 Jahren übernahm Ludwig Ellinger erstmals den Vertrieb von Kobelco-Kettenbaggern in Bayern. Heute ist "die EMB" (Ellinger Maschinenbau) zuständig für nahezu den gesamten süddeutschen Raum und mit einer Population von rund 3500 verkauften Maschinen – davon etwa 3000 unter Kobelco-Flagge – einer der größten europäischen Händler des japanischen Herstellers.

Mitte der 80er-Jahre gründeten Ludwig und Ulrike Ellinger in Leoprechting bei Passau einen mobilen Reparaturbetrieb für vollhydraulische Bohrlafetten, Reihenbohrgeräte, Gesteinsbohrwagen und Hydraulikhämmer und legten damit den Grundstein für die heutige EMB Baumaschinen Handelsgesellschaft mbH und alle weiteren Aktivitäten des heute gemeinsam von Seniorchef Ludwig Ellinger sowie Michael und Sebastian Ellinger in zweiter Generation geführten Familienunternehmens.

Bereits frühzeitig erweiterte man das Dienstleistungsangebot um eigenentwickelte Hydrauliklösungen für Baggeranbauten und rüstete im Auftrag führender Hersteller Trägergeräte mit Zusatzsteuerblöcken und Rohrleitungssätzen aus. Noch einen Schritt weiter ging Ludwig Ellinger dann 1988 mit der Konstruktion eigener Abbruchzangen und Sortiergreifer, die von 1989 bis 2000 von Krupp weltweit vermarktet wurden.

Erste Kooperation

Den entscheidenden Schritt vom Hydraulik- und Anbauspezialisten zum Komplettanbieter für Systemlösungen im Abbruch, Tief- und Straßenbau machte Ludwig Ellinger jedoch, als er 1991 als erster deutscher Händler die Vertretung des japanischen Kettenbagger-Herstellers Kobelco für Bayern übernahm. "Wir erkannten schnell das Potenzial der in Europa noch weitgehend unbekannten Marke. Insbesondere der hohe Qualitätsanspruch durch große Fertigungstiefe und die schnelle Umsetzung innovativer Technologien haben uns damals überzeugt", kommentiert Ludwig Ellinger die Anfänge der Partnerschaft als Kooperation, die zunächst über eine japanische Außenhandelsagentur und Direktimporte von Ersatzteilen lief. Als Kooperation gestartet wurden die Beziehungen zwischen Kobelco und EMB in den Jahren zu einer intensiven Partnerschaft ausgestaltet, die bis heute anhält und von beiden Seiten als überaus erfolgreich bezeichnet wird.

Am EMB-Hauptsitz Neukirchen vorm Wald befindet sich heute neben den Werkstätten für Baggerumbauten, Reparaturen und Instandsetzungen auch das große EMB-Zentrallager, das in enger Zusammenarbeit mit der Kobelco-Drehscheibe im niederländischen Almere eine hohe Verfügbarkeit der Ersatz- und Verschleißteile aller Bagger-Baureihen sicherstellt. 2019 wurde der Standort um das moderne EMB-Forum erweitert, das neben großzügigen Räumlichkeiten für Kundenschulungen vor allem auch einen repräsentativen "Show-Room" für aktuelle Kobelco-Modelle, weitere EMB-Vertriebslinien und Kundenveranstaltungen bietet.

Hauptsitz in den Niederlanden

Gemeinsam mit Raupenkranen bilden die Kobelco-Kettenbagger die Baumaschinen-Sparte des japanischen Mischkonzern Kobe Steel Ltd. Etwa 20 Prozent seines Jahresumsatzes 2020 – insgesamt rund 2,57 Milliarden Euro – erwirtschaftete Kobe Steel mit Baumaschinen, wobei die weltweit vermarkteten Kettenbagger rund 90 Prozent ausmachen. Seit 2013 hat die europäische Vertriebsorganisation Kobelco Construction Machinery Europe ihren Hauptsitz mit zentraler Teile-Logistik im niederländischen Almere. Nach wie vor auf Kettenbagger spezialisiert, bietet Kobelco in Europa heute ein breites Programm an Minibaggern (zwölf Modelle von 1 bis 5,5 Tonnen), Kurzheckbaggern (acht Modelle von 7 bis 38 Tonnen) sowie derzeit neun "konventionelle" Baureihen von 13 bis 85 Tonnen Betriebsgewicht.

Erstmals in Europa präsentierte Kobelco den neuen 20-Tonner SK210LC-11 bei einer Presseveranstaltung im repräsentativen EMB-Forum.

Komplettiert wird die Palette von zahlreichen Spezialmaschinen für Abbruch und Rückbau sowie Recyclinganwendungen, die wie alle "europäischen" Kobelco-Bagger an den japanischen Standorten Hiroshima und Ohgaki gefertigt werden. Mit einer hohen Fertigungstiefe sichere man gleichzeitig die hohe Maschinenqualität und könne mit Produktinnovationen kurzfristig und flexibel auf wechselnde Anforderungen von Markt und Kunden reagieren. Als Beispiel nannte KCME-Geschäftsführer Makoto Kato unter anderem die Entwicklung von hybriden und vollelektrischen Antriebskonzepten, sowie die geplante Erneuerung des gesamten europäischen Modellprogramms in nur 24 Monaten.

Auch als reiner Spezialist konnte Kobelco seit 2013 seine Anteile am europäischen Kettenbaggermarkt beständig ausbauen. Nach eigenen Angaben zählt man heute zu den fünf führenden Anbietern im schweren Segment über 6 Tonnen, dessen Absatz zuletzt EU-weit insgesamt rund 25 500 Maschinen erreichte (2020). Das bedeute zwar einen Corona-bedingten Rückgang um –18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, allerdings zeigten sich klare Anzeichen einer raschen Erholung. Für Kobelco übertrafen die Bestelleingänge in ganz Europa bereits in den ersten beiden Quartalen die Jahresergebnisse von 2018/19 und auch die Gesamtbranche rechnet für 2021 mit einem Plus von rund 16 Prozent. Herausforderungen sieht Makoto Kato allerdings in steigenden Rohstoff- und Logistikpreisen, Problemen in internationalen Transportketten und der sich abzeichnenden Auslastung von Produktionskapazitäten.

Auch in den deutschsprachigen Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz konnte sich Kobelco nach Aussage des zuständigen Business Managers Hanns Markus Renz fest etablieren. War man in der D-A-CH-Region 2013 noch mit insgesamt fünf Händlern und einem schmalen Portfolio von elf Modellen gestartet, ist der Hersteller heute über insgesamt zwölf Händler mit mehr als 50 regionalen Standorten flächendeckend präsent. Das Kobelco-Verkaufsprogramm umfasst laut Renz aktuell 38 Modelle von 1 bis 85 Tonnen, was jenseits der aktuellen Schwerpunktbranchen Straßen- und Tiefbau sowie Abbruch und Rückbau noch erhebliches Potenzial in weiteren Marktsegmenten biete. Konkret nannte Renz hier die Gewinnung, wo Kobelco durch die Erneuerung beziehungsweise Erweiterung der "schweren" Gewichtsklassen ab 50 Tonnen neu aufgestellt sei, sowie den GaLaBau.

Innovation als Markenkern

Trotz der anhaltenden Pandemie-Auswirkungen verfolgt Kobelco die Erneuerung seines europäischen Maschinenangebots, wie Product Manager Peter Stuijt unterstrich. Dabei lasse das konsequent verfolgte "Made-in-Japan" gerade in der Entwicklungs- und Designphase großen Raum für Anregungen und Anforderungen europäischer Endkunden, wie die anwesenden Händlervertreter aus Deutschland und Österreich bestätigten. Auch Stuijt bekräftigte den Premiumanspruch der eigenen Maschinen, wobei er insbesondere die großen Hub- und Zugkräfte bei gleichzeitig hoher Kraftstoffeffizienz und das unter Fahrern besonders geschätzte feinfühlig ausgelegte Ansprechverhalten der Kobelco-Baggersteuerung heraus stellte.

Alleine zehn geplante Premieren in 2021 – "Modellpflegen" nicht mitgerechnet – bringen auch ohne Messefanfaren Neuheiten für alle Klassen. Die Bandbreite reicht von grundlegend überarbeiteten Bestsellern über Modellvarianten mit neuem Anwendungsprofil bis hin zu komplett neuen Maschinenklassen. Im März dieses Jahres präsentierte Kobelco als Pionier der "Short-Range"-Technologie mit dem neuen SK380SRLC (36,6 bis 38,2 Tonnen) den nach eigenen Angaben schwersten Kurzheckbagger am Markt. Mehr Power erhielt auch der 50-Tonnen-Bagger Kobelco SK500LC-11 (50,4 Tonnen), der gemeinsam mit dem leistungsgleichen Schwester-Modell SK530LC-11 (52,5 Tonnen) im Mai vorgestellt wurde.

Neuer 20-Tonner

Erstmals zeigte Kobelco in Neukirchen den 20-Tonner SK210(N)LC-11. Erhältlich mit Standard-Fahrwerk oder schmalem Unterwagen sowie optionalen Gegengewichten (4,3/4,9 Tonnen) bringt der neue Baustellen-Allrounder 21,9 bis 23,5 Tonnen auf die Waage und lässt sich mit Monoblock-, Verstellausleger oder langer Arbeitsausrüstung konfigurieren. Mit seinem 124 Kilowatt starken Hino-Motor nach Abgasstufe EU V entwickelt der SK210(N)LC-11 eine Grabkraft von 143 Kilonewton (157 Kilonewton mit Power Boost), außergewöhnliche 228 Kilonewton Zugkraft und ein starkes Schwenkmoment von 71,5 Kilonewtonmetern.

EMB-Customizing: Die Spezialisten passen die Machinen auf Kundenwünsche an und optimieren bespielsweise die Hydraulik für schwerste Abbruchwerkzeuge.

Dabei bietet die Maschine wie alle schweren Kobelco-Bagger drei Betriebsarten (H, S, Eco) für eine optimale Auswahl zwischen hoher Leistung, wirtschaftlichem Betrieb und besonders niedrigem Kraftstoffverbrauch. So liege der durchschnittliche "Flottenverbrauch" des Vorgängers SK210LC-10 in Europa laut Kobelco derzeit bei 10,1 Liter pro Stunde.

Als weitere Neuheiten für 2021 kündigte Peter Stuijt für den konventionellen Bereich zwischen 25 bis 35 Tonnen Betriebsgewicht die Modelle SK260(N)LC, SK300(N)LC und SK350(N)LC an, in der -11-Generation auch alle mit dem wegweisenden Performance-X-Design-Konzept. Bei den Minibaggern folgen in Kürze die Fünf-Tonnen-Modelle Kobelco SK50/58SRX-7, die mit einem neuem Hydrauliksystem Maßstäbe in Anbauleistung und Planier-Betrieb setzen sollen. Für den Abbruch kündigt Kobelco den SK550DLC-11 mit Next-Wechselauslegersystem an: Wahlweise mit 27-Meter-Longfront beziehungsweise 14,6-Meter-Verstellausleger und entsprechenden Anbaugewichten von 2,6 Tonnen oder 5,3 Tonnen zielt der transportfreundliche 60-Tonner auf Einsätze als flexible Schlüsselmaschine im wirtschaftlichen Rückbau.

Für die Zukunft

Neben dem erfolgreichen Customizing der türkis-farbenen "Hardware" arbeitet EMB seit gut drei Jahren auch intensiv an neuen Software-Lösungen für Baggersteuerungen und der Digitalisierung von Bauabläufen. Paradebeispiel ist hier die 3D-Automatik für Bagger, die den Maschinisten beim Anlegen glatter, ebener oder geneigter Flächen deutlich entlastet und die Arbeiten um bis zu 40 Prozent beschleunigt. Der Fahrer steuert nur noch den Baggerstiel manuell – die Maschinensteuerung übernimmt automatisch Ausleger und Baggerschaufel, deren Löffelschneide exakt auf dem festgelegten Sollniveau bleibt. EMB-Kooperationspartner ist hier Sitech Deutschland, exklusiver deutscher Vertriebspartner von Trimble, dessen umfangreiches Portfolio in Sachen Maschinensteuerung und Positionierung, Hard- und Software für Bauplanung und integriertes Baustellenmanagement Sitech Key Account Manager Herbert Meyer in Neukirchen vorstellte. Unter Federführung von Sebastian Ellinger arbeitet EMB gemeinsam mit Sitech-Spezialisten intensiv an der grundlegenden Abstimmung der Trimble-Automatik Earthworks auf Schnittstellen und Funktionen der Kobelco-Steuerungen und schafft so die Datenbasis für die Automatisierung der entsprechenden Kobelco-Baureihen weltweit. Deren Palette umfasst heute insgesamt 14 Modelle von 14 bis 40 Tonnen, darunter konventionelle Bagger und Kurzheck-Maschinen mit Monoblock- beziehungsweise den steuerungstechnisch besonders anspruchsvollen Verstellauslegern. Und nicht nur in der Entwicklung ist man Vorreiter: Dank intensivem Feintuning beim Endkunden und einer großen automatischen Vorführflotte im eigenen Mietpark konnte EMB bis heute insgesamt 55 "automatisierte" Kobelco-Bagger platzieren – internationale Spitze im internen Händler-Ranking.

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