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Können unter Beweis gestellt

Betongleitschalungsfertiger zeigt sich vielfältig

Die Bresta Beton- & Straßenbau GmbH setzt den Gomaco 3300 ein, um neue Radwege zu fertigen.

Bornhöved/Coppenbrügge (ABZ). – Einen Betongleitschalungsfertiger, der so flexibel und effektiv wie ein Schweizer Taschenmesser ist, wollte das Unternehmen Gomaco bauen. Ob die Firma dieses Ziel mit dem Gomaco 3300 erreicht hat, berichtet die Bestra Beton- & Straßenbau GmbH. Sie hat sich für den Kauf des Fertigers beim deutschen Händler, der Bodo Int. GmbH & Co. KG, entschieden.

Das mittelständische niedersächsische Unternehmen Bestra Beton- & Straßenbau GmbH aus Coppenbrügge ist spezialisiert auf den Straßen- und Wegebau und hebt sich besonders mit maschinellem Betonbau von der Konkurrenz ab. Zunächst bestand der Fuhrpark unter anderem aus einem Gomaco Commander III und einem Wirtgen SP 150. Jedoch suchte die Firma nach einer Komplettlösung, einem Fertiger, der alle anfallenden Arbeiten in der Größenklasse übernehmen kann. Dazu gehören unter anderem Fahrradwegebau, Spurbahnbau, Wirtschaftswegebau, Bord- und Gossenbau, Rinnenbau, Straßenverbreiterungen, Bankettbeton sowie der Einbau verschiedener monolithischer Profile.

Nach reiflicher Marktanalyse und der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Herstellern und jeweiligen Modellen fiel die Wahl auf den Gomaco 3300, der inklusive Service und Schulung bei der Bodo Int. GmbH gekauft wurde. Für den Geschäftsführer von Bestra Bau war dabei ausschlaggebend, dass der Fertiger mit nur drei Fahrwerken auskommt. Andere vergleichbare Modelle fahren vierbeinig. Drei Fahrwerke seien ein immenser Vorteil, so der Unternehmer: Man könne viel platzsparender bauen und benötige nur rund 15 bis 20 cm Rand nach rechts und links. In der Praxis bekomme man meist nicht viel mehr Platz, da die Wege oft sehr eng angelegt würden. So könne Bestra Bau Projekte annehmen, die kaum ein anderer in der Region durchführen könne, so die Einschätzung des Geschäftsführers.

Zudem ist der Gomaco 3300 Herstellerangaben zufolge in seiner Arbeitsposition extrem wandelbar: Er fährt vorwärts, rückwärts und quer. Der 3300 kann einen Versatz nach links oder rechts bis zu 2,5 m und zwischen den Spuren, also in Querfahrt, bis zu 3,66 m fertigen, ohne dass Hauptrahmenverlängerungen hinzugefügt werden müssen. Nach den Angaben von Gomaco gibt es auf dem Markt keine weitere Maschine, die dreibeinig solche Breiten erzielen kann. Im Vorwärtsmodus müssen nur kleine Änderungen vorgenommen werden, um die Einbauseite zu wechseln, wie das Bedienpult mit einem Handgriff von einer Seite zur anderen zu verlagern. Das bringt den Vorzug mit sich, dass nicht mehr entgegen dem Verkehr gefertigt werden muss und der Maschinist vom Bedienpult aus stets direkte Sicht auf seine Arbeit hat. Auch Betonleitwände oder Brückenbrüstungen bis zu 1,5 m Höhe können links oder rechts gefertigt werden.

Ein weiterer Pluspunkt für den Gomaco 3300: Die Formen der beiden Vorgängermaschinen konnten mit etwas Vorlauf und der Hilfe vom Bodo-Service-Team einfach an die Maschine angepasst werden. Bestra Bau besitzt zurzeit rund 40 Formen für alle Eventualitäten. Der einmalige Umbau der Bohlen dauert zwar einige Stunden, aber sobald eine Bohle umgebaut ist, kann sie jederzeit problemlos an den 3300 angebaut werden. Denn der Fertiger hat ein "Hook and Go"-System ohne Stifte oder Riegel, was einen schnellen Umbau fördert. Verschiedene Bohlen machen es möglich, diverse, extrem unterschiedliche Objekte annehmen zu können und helfen der Firma, sich breit aufzustellen.

Wichtig bei der Anschaffung sind außerdem der Komfort und die Bedienerfreundlichkeit einer Maschine. Der Bediener des Betongleitschalungsfertigers Gomaco 3300 wird effektiv vor Vibrationen geschützt. Eine direkte hydraulische Drehkranzlenkung an den Raupenlaufwerken mit Doppelhydraulikmotor ermöglicht reichliches Lenkmoment. Zudem können die Beine einzeln hydraulisch gesteuert werden.

In Summe bedeutet das auch, dass zusammen mit der integrierten G+-Steuerungselektronik – entweder über Draht oder mit 3D-Technik – kleine Radien bis zu 610 mm möglich sind. Trotz aller genannten Vorteile will die Anschaffung eines Betonfertigers gut überlegt sein. Warum betoniert Bestra Bau überhaupt mit einem Fertiger? Die Vorteile liegen eben nicht auf der Hand, sondern bei der Maschine: Der Geschäftsführer ist seit Jahren ein Spezialist für Betonwegebau und setzt sich immer wieder lange mit der Zusammensetzung des Betons auseinander, damit die entsprechende Güte und die Konsistenz erreicht werden, die das jeweilige Objekt benötigt. Der Einbau mit dem Fertiger garantiert, dass diese Eigenschaften in die Praxis übertragen werden können. Eine gute homogene Betonqualität ermöglicht sehr langlebige Objekte mit geringen Lebenszykluskosten. Betonobjekte, die im Gleitschalungsbau gefertigt werden, sind extrem belastbar. Sie können 30 Jahre und länger halten. Auch die Palette möglicher Profile ist groß.

Im Vergleich zum konventionellen, händischen Einbau von Bord- und Gossenanlagen werden weniger Fugen benötigt, wodurch Wasser sicher abläuft. Aber nicht nur qualitativ lohne es sich, einen Fertiger einzusetzen, so das Unternehmen, denn eine hohe Tagesleistung rentiere sich schnell. Diese ist natürlich abhängig von dem Objekt, den Bedingungen und wie der Beton angeliefert werden kann. Laut Dirk Pütger seien 400 bis 500 m im Schnitt bei einem Radweg eine gute Leistung. Einfache Objekte können bis zu 1000 m pro Tag vorangebracht werden.

Die erste Bilanz der Bestra Beton- & Straßenbau GmbH fällt eindeutig positiv aus. Das erste halbe Jahr habe gezeigt, dass der Gomaco 3300 genau die richtige Maschine für die vielschichtigen Einsätze der Bestra Beton- & Straßenbau GmbH ist, so Pütger. Alle gefertigten Betonobjekte konnten zufriedenstellend und qualitativ hochwertig abgeschlossen werden. Und es bleibt weiter spannend, denn der Unternehmer sagt über die Bedienung der flexiblen Spezialmaschine: "Wir lernen immer noch. Wir haben noch nicht alle Funktionen ausgeschöpft."

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