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Kräftiges Auftragsplus bei Strabag

Großaufträge stützen das Geschäft

Zwischen den Anschlussstellen Lohne/Dinklage und Bramsche soll eine ARGE aus Strabag und Johann Bunte die A 1 ab Februar 2021 auf sechs Streifen ausbauen.

Köln (ABZ). – Eine anhaltend robuste Baukonjunktur, die erfolgreiche Akquise einiger Großaufträge und der erneut milde Winter haben das Geschäft der Kölner Strabag AG im Verkehrswegebau 2020 gestützt.

Die fortdauernde Covid-19-Pandemie blieb bislang unterm Strich für die Bücher und die Baustellen der deutschen Marktführerin weitestgehend ohne negative Folgen, so das Unternehmen. Trotz der spürbar rückläufigen Ausschreibungsaktivität der öffentlichen Hand verzeichnete die Strabag AG im Geschäftsjahr im Segment Verkehrswegebau ein kräftiges Auftragsplus von 12 Prozent sowie ausgelastete Kapazitäten bei einer Bauleistung von mehr als 3 Milliarden Euro.

Durch den Zuschlag für den Bau gleich mehrerer Großprojekte im Jahresverlauf übertraf der Auftragseingang der Strabag im Verkehrswegebau erneut die Rekordmarke aus dem Jahr zuvor: Das Volumen der neu akquirierten Aufträge summierte sich 2020 auf mehr als 3,7 Milliarden Euro (2019: 3,3 Milliarden Euro). Maßgeblich für die positive Entwicklung waren Großaufträge für bedeutende Autobahn-Baumaßnahmen, wie zum Beispiel der Lückenschluss der BAB 49 zwischen Schwalmstadt und dem Ohmtal-Dreieck, der achtspurige Ausbau der BAB 7-Hochstraße Elbmarsch (K 20) in Hamburg und der Weiterbau der BAB 26 zwischen Jork und der neuen Anschlussstelle Hamburg-Hafen (BAB 7), teilten die Verantwortlichen mit.

Außerdem habe die Strabag zwei große Bahnbau-Lose für den Fernverkehr südlich von Berlin sowie zwischen Leipzig und Dresden gewonnen. Diese Erfolge kompensierten im Jahr 2020 die bundesweiten Rückgänge im Flächengeschäft der Strabag, in denen sich die Corona-bedingt verstärkte Zurückhaltung der Kommunen bei der Ausschreibung neuer Infrastrukturprojekte widerspiegelte. Zudem seien einige wenige Baustellen aufgrund der Pandemie verschoben worden.

Der solide Auftragsbestand und die baugünstige Witterung sorgten für einen erneuten Wachstumsschub auf ohnehin schon hohem Niveau: Die Strabag-Bauleistung im Verkehrswegebau kletterte 2020 um weitere 5 Prozent auf einen neuen Höchststand von gut 3,1 Milliarden Euro. Parallel dazu stieg der Auftragsbestand laut Strabag in diesem Segment kräftig. Zum Jahresbeginn habe er rund 2,75 Milliarden Euro betragen – ein Plus von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung habe sich 2020 auch positiv auf die Beschäftigung ausgewirkt.

Zum Jahresultimo beschäftigte Strabag 13 546 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Segment Verkehrswegebau und damit 366 mehr als ein Jahr zuvor. Als deutscher Branchenführer macht sich Strabag nach eigenen Angaben stark für die Etablierung einer neuen Partnerschaftskultur im Verkehrswegebau und die systematische Einbindung ihrer Baukompetenz schon in der Projektplanungsphase. Mit bedarfsgerecht ausgestalteten Partnerschaftsmodellen biete die Strabag ihren privaten und öffentlichen Auftraggeberschaften den Schlüssel zum digitalen und kollaborativen Bauen mit Building Information Modelling (BIM). Über das Planen und Bauen hinaus seien auch breiter angelegte Kooperationen möglich. Exemplarisch sei hier der Funktionsbauvertrag über den Ausbau und die künftige Erhaltung der BAB 1 zwischen Lohne und Bramsche genannt – ein Auftrag, den Strabag in Arbeitsgemeinschaft seit Januar für die Autobahn GmbH des Bundes realisiere. Seit Mai 2020 agiert die Strabag-Gruppe auf dem deutschen Markt auch mit dem Brückenbau-Geschäft unter der Marke Strabag. Ziel sei es, bei großen Infrastrukturprojekten den Brückenbau aus einer Hand anzubieten. Bislang wurden Brückenbauwerke unter der Konzernmarke Züblin realisiert.

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