Longfront-Maßanfertigung

Bagger müssen für Renaturierung weit ausholen

Volvo CE Bagger und Lader
Strabag setzt zwei Volvo-Longfrontbagger an der ehemaligen "Köttelbecke" ein, um den Kirchderner Graben in Dortmund zu renaturieren. So kann das Wasser bald wieder durch ein natürliches Flussbett fließen. Foto: Volvo CE

Dortmund (ABZ). – Der Kirchderner Graben in Dortmund soll bald wieder natürlich fließen. Dafür wurde die ehemalige "Köttelbecke" von ihrer Betonschale und von Abwässern befreit. Nun müssen zwei Longfront-Bagger von Volvo weit ausholen, um die Renaturierungsarbeiten weiter voranzutreiben und das Flussbett des Grabens wieder natürlicher zu gestalten. Aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten und der räumlichen Verhältnisse vor Ort gestaltet sich dieser finale Schritt allerdings komplizierter als gedacht.

Die erforderlichen Baumaßnahmen an der fast 8 km langen Strecke führt das Bauunternehmen Strabag durch. Polier Maximilian Kühn, der in diesem Bauabschnitt für das Projekt verantwortlich ist, schildert die Vorgehensweise: "Nach dem Entfernen der Beton-Sohlschalen und dem Abbruch der Böschungsbefestigung bauen wir die Sohlenschalbettungen aus Waschbergematerial aus, tragen den Oberboden ab, flachen die Böschungen ab und heben mit dem dabei anfallenden gewachsenen Boden die Sohle an." Anschließend werde der Bachlauf als kurvenreiche Niederwasserlinie ausgebildet.

Wegen der hohen Böschung und sehr beengten Platzverhältnissen durch Zäune und Bebauung musste Strabag einen kompakten standfesten Bagger mit extremer Reichweite einsetzen. "Ein solches Gerät war im Maschinenpark von Strabag allerdings bisher nicht vorhanden", sagt Sebastian Range, stellvertretender Technischer Leiter Region Mitte bei der Strabag BMTI. Deshalb habe man sich mit der Anfrage an namhafte Hersteller gewandt. Volvo sei der einzige Anbieter gewesen, der die geforderte Maschine realisieren konnte, so Range. "Die beiden Bagger sind die zwei einzigen ihrer Art – eine komplette Maßanfertigung für unsere Ansprüche."

Die Arbeiten übernimmt nun ein Volvo des Typs ECR355E, ein 46 t schwerer Kurzheckbagger auf Raupenfahrwerk, dem man sein Gewicht nicht ansieht. Mit der 16 m langen Longfront-Ausrüstung erfülle er Unternehmensangaben zufolge alle nötigen Anforderungen an die geforderte Reichweite. "Und dabei steht er trotz des kurzen Hecks besonders gut", sagt Fahrer Dennis Gleich. "Außerdem reagiert die Hydraulik sehr feinfühlig. Bei den Profilierungsarbeiten arbeiten wir immer im sparsamen Eco-Modus. Dabei liegt der Verbrauch im Schnitt bei guten 10,3 Liter pro Stunde.", Auch mit dem Kurzheck biete der Bagger viel Platz in der Kabine und verfüge über einen hohen Fahrerkomfort, so Andreas Weiß, der den zweiten Bagger fährt. Mit dem neuen Volvo-Bagger ist Erik Steinert, der Technischer Leiter der Region Mitte bei Strabag BMTI, sehr zufrieden: "Die Maschine entspricht genau unseren Vorstellungen. Aber das Produkt ist das eine, der Service ist mindestens genauso wichtig, da er die Verfügbarkeit der Maschine sicherstellen muss. Hier haben wir mit dem Volvo-Händler Swecon Baumaschinen bisher nur gute Erfahrungen gemacht." Der Service arbeite sehr rasch, wie Polier Maximilian Kühn erzählt. "Kürzlich hatten wir um 17 Uhr ein Problem an der Maschine. Um 19 Uhr war es von Swecon bereits behoben und wir konnten weiterarbeiten."

Bei dieser Baumaßnahme in Dortmund hat Volvo zwei leistungsfähige Longfront-Bagger entwickelt, die sehr gut auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Nun können die Renaturierungsarbeiten planungsgemäß durchgeführt werden, damit sich der Kirchderner Graben bald wieder durch sein natürliches Flussbett schlängeln kann.

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