Anzeige

Neue Technologie

Verlegemaschine ist vollelektrisch

Die VM-301-Greenline ist eine vollelektrische Verlegemaschine mit Akku-Technologie

Erdmannhausen (ABZ). – Die neue vollelektrische Verlegemaschine von Probst hat sich nach ersten Erfahrungsberichten bereits in der Praxis bewährt.

Öffentliche Ausschreibungen sehen immer öfter abgasreduzierte Bauarbeiten als Voraussetzung für die Vergabe vor. Gerade im urbanen Umfeld wie in Innenstädten, in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern, aber auch in Tiefgaragen, gelten immer strengere Schadstoff- und Schallemissions-Grenzwerte. Die neue vollelektrische Pflaster- und Platten-Verlegemaschine VM-301-Greenline der Probst GmbH arbeitet emissionsfrei und erfüllt Herstellerangaben zufolge die strengen Anforderungen der Ausschreibungen. Die Greenline-Geräte seien gleichwertig zu Maschinen mit konventionellem Antrieb, so Probst. Sie seien effizient, könnten durchgängig eingesetzt werden und verursachten weder Lärm noch und Abgase.

Bereits vor drei Jahren sei die Entscheidung gefallen, zur bauma 2019 eine vollelektrische Pflasterverlegemaschine vorzustellen. Der Lösungsansatz, den bisherigen Dieselmotor durch einen Elektromotor zu ersetzen und den Fahrantrieb und die Arbeitshydraulik weiter hydraulisch zu belassen, sei schnell verworfen worden. Tests hätten gezeigt, dass auch bei sehr hoher Akkukapazität nur 2-3 Std. Einsatz mit einer Batterieladung möglich wären. Ein "energiefressender" hydraulischer Fahrantrieb habe sich daher als nicht praxistauglich erwiesen. Somit sei nur der anspruchsvollere Lösungsansatz in Frage gekommen: die Kombination von sehr effizienten elektrischen Radmotoren, einem elektrisch angetriebenen hydraulischen Kleinaggregat für die Arbeitshydraulik sowie modularen Lithium-Ionen-Akkus. Damit seien bis zu 9 Std. Verlegebetrieb ohne Zwischenladung möglich. Bei einer Zwischenladung von etwa 1 Std. seien sogar bis zu 12 Std. Verlegebetrieb möglich. Die Akkutechnik sei zudem sehr laufruhig. Der Bediener könne lange mit ihr arbeiten, ohne zu ermüden. Alle Anbaugeräte des vollelektrischen Trägergeräts würden zuverlässig mit einer Leistung von 5 kW über die Arbeitshydraulik versorgt. Die Elektromotoren müssten nicht gewartet werden. Somit würden bei der VM Greenline deutlich weniger Folgekosten anfallen. Der Fahrer steuere die Arbeitsfunktionen über zwei elektrische Joysticks an, erläutert Probst die Bedienung. Er habe eine gute Sicht auf Anbaugeräte wie die Zange, mit der ein kompletter Pflasterstein-Verbund aufgenommen und versetzt werden könne. Die Bedienelemente seien übersichtlich angeordnet.

Auch in der Praxis hat sich die VM-301-Greenline Herstellerangaben zufolge bereits bewährt. German Hauber, Mitinhaber der FH-Pflasterbau GmbH aus dem baden-württembergischen Wört, habe auf der bauma 2016 den Wunsch geäußert, zukünftig mit einer elektrischen Verlegemaschine von Probst arbeiten zu können. Kürzlich habe er daher eine der ersten vollelektrischen Verlegemaschinen von Probst testen können. Im mittelfränkischen Ansbach habe er auf einer Fläche von ca. 800 m² Pflaster für einen Firmenparkplatz verlegt. Hauber sei begeistert gewesen, wie lange die Mitarbeiter die akkugetriebene Verlegemaschine nutzen konnten, ohne nachladen zu müssen, berichtet Probst. Für sie sei es eine Erleichterung gewesen, nicht den ganzen Tag den Dieselabgasen ausgesetzt zu sein. "Die Maschine fährt vibrationsarm und praktisch geräuschlos", so Firmeninhaber Hauber.

Auch Dieter Schanderl, Inhaber des Unternehmens "Dieter Schanderl – Maschinelle Betonsteinlegung" in Buchloe im schwäbischen Landkreis Ostallgäu, habe bereits mit der neuen Verlegemaschine gearbeitet. Im Mai sei das Gerät in einer Tiefgarage für ein Mehrfamilienhaus in Augsburg eingesetzt worden. Schanderl habe mit ihr auf einer Fläche von 1500 m² H-Steine verlegt. "Speziell in der Tiefgaragensituation ist es natürlich angenehm, dass die elektrische Verlegemaschine keine Abgase ausstößt", sagt Schanderl. Das Laden der Akkus sei sehr einfach gewesen. "In der Mittagspause habe ich 1 Std. die Schnelladefunktion aktiviert und konnte die Maschine den ganzen Tag einsetzen", sagt er. Zudem lobt er den komfortablen Fahrersitz.

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=171++195++187++253&no_cache=1

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 28/2019.

Anzeige

Weitere Artikel