Neues Logistikzentrum entsteht

Fassade mit Matrizen strukturiert

KTM, ein Hersteller von Motorrädern für den On- und Offroad-Gebrauch, errichtet im österreichischen Munderfing ein neues 30.000 m² großes Logistikzentrum.
Hallenbau
Im Zuge ihrer Planung setzten die Architekten die Gestaltungsmöglichkeiten von Beton ein.

Munderfing/Österreich (ABZ). – Der Neubau umfasst eine Lagerhalle mit mehreren Lkw-Laderampen, einen Verwaltungstrakt, einen Mitarbeiterparkplatz und überdachte Fahrradabstellplätze. Die Hofbauer-Liebmann-Architekten aus Wels verantworten den Projektentwurf für die Halle, der vor allem Beton als besonderen Blickfang vorsieht.

Der Clou liegt darin, dass die Architekten das Aussehen der fertigen Betonbauteile durch die Wahl des Schalungsmaterials beeinflussen – diese Technik machten sie sich auch bei der Fassade des KTM-Logistikzentrums II zunutze.

Die Planer gestalteten die Fertigteilfassade mit Schalungsmatrizen der Noe-Schaltechnik (Noe). Ebendiese Matrizen der Bezeichnung NOEplast bestehen aus Polyurethan und werden für die Herstellung der Betonbauteile in der eigentlichen Schalung fixiert und mit Beton gefüllt. Ähnlich einer Silikon-Kuchenform kann NOEplast unterschiedlich dreidimensional gestaltet sein und entscheidet so über die Oberflächenbeschaffenheit des fertigen Elements.

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NOEplast kann bis zu 100-mal wieder verwendet werden, teilt der Hersteller mit. Fotos: Noe-Schaltechnik

Beim KTM-Objekt entschieden sich die Verantwortlichen für ein Strukturmotiv mit dem Namen Granit IV. Dieses verleiht dem Beton die Haptik echten Natursteins, versichert das Unternehmen. Erstellt wurden die Fassadenplatten von der Firma Franz Oberndorfer aus Gunskirchen. Das Unternehmen blickt auf mehr als 100 Jahre Erfahrung zurück, beschäftigt rund 950 Mitarbeitende und verfügt über acht Werke. Es liefert seine Produkte unter anderem nach Österreich, Deutschland, in die Schweiz und nach Italien.

Innerhalb von 28 Wochen verarbeitete das Werk 5830 m³ Beton und 830 t Baustahl. Dabei fertigte es neben normalen rechteckigen Elementen auch solche, die auf Gehrung geschnitten waren oder eine U- beziehungsweise L-Form besaßen. Obwohl die Fassade 7200 m² umfasst, benötigten die Mitarbeiter des Fertigteilwerks lediglich 23 Matrizen mit einer Gesamtfläche von 240 m².

Möglich sei dies deshalb, weil sich die NOEplast bis zu 100-mal wiederverwenden lässt. Zu den besonderen Serviceleistungen des Matrizenherstellers gehört, dass er auf Wunsch die Matrizen bereits im Werk auf Schalelemente oder entsprechende Trägerplatten klebt. Diese Zusatzleistung erleichtert dem Verarbeiter die Anwendung und wurde auch von der Firma Franz Oberndorfer in Auftrag gegeben.

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