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Nichtbrennbare Neuheit für den Lärm- und Brandschutz

Entdröhnungsmasse absorbiert Schall an Fassaden und Fenstern

Jörg Grieshaber (r.), Geschäftsführer im Bereich Technik und Entwicklung bei der griwecolor GmbH und Sven Wehinger, Geschäftsführer des Bereichs Marketing und Vertrieb, in den Hallen des Unternehmens.

Beim Einbau von metallenen Fassadenelementen, Fenstern oder Metallgewerken müssen Ausführende viele Bauvorschriften und gesetzliche Regelungen einhalten.

Bräunlingen (ABZ). – Um den geltenden deutschen Brandschutzbestimmungen und Lärmschutzvorgaben gerecht zu werden, haben die Farb- und Beschichtungsexperten der griwecolor GmbH ihre Entdröhnungsmasse weiterentwickelt.

Mit griwephon-"AN2-750/EU" bietet das Unternehmen laut eigener Aussage eine Ready-to-use-Einkomponentenlösung an, die nach DIN EN 13501-1, bis zu einer Auftragsdicke von 5,6 mm, als nicht brennbares Produkt der Baustoffklasse A2 eingestuft wurde.

Bei Bauprojekten müsse beachtet werden, dass sowohl die Brandentstehung als auch die Ausbreitung von Feuer und Rauch so umfassend wie möglich unterbunden wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Baumaterialien und Verbundbaustoffe. "Die Weiterentwicklung unserer Entdröhnungsmasse von der Brandschutzklasse B1, die schwer entflammbar ist, hin zu unserem neuen Produkt griwephon-"AN2-750/EU" mit der Brandschutzklasse A2, das nicht brennbar ist, bedeutet eine signifikante Verbesserung", so Jörg Grieshaber, Geschäftsführer Technik und Entwicklung bei der griwecolor GmbH. "Wir haben allen aktuellen Anforderungen an Brandschutzbestimmungen Rechnung getragen und die Vorgaben in manchen Bereichen sogar übertroffen", so seine Einschätzung. "Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf die Einhaltung der Vorgaben der DIN EN 13501-1 gelegt, sodass unsere Entdröhnungsmasse als nicht brennbares Produkt Klasse A2 bis 5,6 mm Trocknungsschichtdicke klassifiziert wurde."

Da bisher nur maximale Schichtdicken bis zu 0,6 mm möglich waren, ergeben sich mit griwephon-"AN2-750/EU" neue Möglichkeiten im Fassadenelemente- und Fensterbau sowie beim Verbauen anderer Metallelemente, verspricht der Hersteller. Speziell bei Rolltreppen, die durch ihre konstante Bewegung und den größtenteils metallischen Aufbau Vibrationen erzeugen, könne die Entdröhnungsmasse besonders gut wirken. Anwender können die Masse auf sauberen, öl- und fettfreien Metalluntergründen wie verzinkten Stahlblechen oder eloxiertem Aluminium aufbringen und sie nach dem Trocknen überlackieren. Bei Büro- und Wohngebäuden setzen die Verantwortlichen häufig auf metallische Fassadenelemente oder spezielle Fensterkonstruktionen, um einen besonderen Fokus zu setzen. Externe Einflüsse und Vibrationen regen die festen Körper zum Schwingen an, wobei Schall entsteht. Dieser Körperschall breitet sich vor allem in metallenen Fassadenteilen nahezu ungehindert aus. Dabei übertragen sich die Schallwellen auch auf die Luft, sodass Regen oder andere Witterungseinflüsse in den Innenräumen zu hören sind. Um diese teilweise störende Geräuschentwicklung zu unterbinden, bringen Bauausführende homogene Schichten zwischen den einzelnen Elementen ein. Nach Aussage des Herstellers erzielt die Entdröhnungsmasse von griwecolor durch ihre Zusammensetzung aus anorganischen Komponenten und einem geringen Anteil an organischen Bestandteilen eine sehr hohe akustische Dämpfwirkung. Die griwephon-"AN2-750/EU"-Schicht wandelt die Schwingungsenergie des Körpers in Wärmeenergie um. Diese wird dann geräuschlos an die umgebenden Gebäudeteile abgegeben. Das dämmt den Baukörper – in der Folge wird weniger Schall an die Luft im Innenraum abgegeben. "Durch die besondere Zusammensetzung unserer Entdröhnungsmasse erzielen wir einen sehr guten Wert im Hinblick auf die innere Dämpfung", so Grieshaber. "Der Verlustfaktor beträgt dabei je nach Bausituation, Auftragsdicke und Material gemäß DIN EN ISO 6271-3 zwischen 0,22 und 0,24. Dabei werden große Teile der Körperschallenergie durch die Entdröhnungsmasse absorbiert." Für die Masse hat der Hersteller einen Mix aus verschiedenen mineralischen Stoffen verwendet. Dazu zählen etwa Aluminiumhydroxid und ein spezielles, sehr zähes Bindemittel. Diese Kombination ermöglicht eine Aufbringungsdicke in doppelter Blechstärke von bis zu 5,6 mm. Die Güte des Füllstoffes und die neue Schichtdicke seien daher mitverantwortlich für die hohe Absorbtionsrate der Entdröhnungsmasse. Ein weiterer Vorteil der mineralischen Bestandteile sei die geringe Wärmeleitfähigkeit. "Wie bei allen unseren Produkten haben wir auch bei griwephon-'AN2-750/EU' auf Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit und auf eine einfache Anwendbarkeit geachtet", teilt Grieshaber mit. "Auf Basis einer wässrigen Kunstharzdispersion verzichten wir dabei komplett auf Lösungsmittel und haben darauf geachtet, einen möglichst geringen VOC-Anteil zur erzielen." Durch intensive Entwicklungsarbeit habe das Unternehmen einen Wert von unter 0,6 g/l erreichen können.

Durch die spezielle Zusammensetzung könne die Entdröhnungsmasse sowohl mit Airless-Geräten (mit einer Übersetzung von mindestens 60:1) als auch mit Kolbenpumpengeräten (mit Zerstäuberluft von in etwa 12:1) oder Schneckenförderern (mit Zerstäuberluft mit einem Eingangsdruck von 3 bis 4 bar) aufgebracht werden. Nutzer können die Masse auch mit Spachtel oder Mörtelkleberkelle verarbeiten.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 39/2020.

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