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Peri

Begrünter Wohnturm wächst mit

Mithilfe von speziell zusammengebauten Fachwerktischen aus dem Variokit Ingenieurbaukasten war es möglich, die unterschiedlichen Auskragungen der Balkone sowie die hohen Lasten aus den Brüstungs-Fertigteilen immer im gleichen System auszuführen.

Risch-Rotkreuz/Schweiz (ABZ). – Das Hochhaus Aglaya steht im sog. Suurstoffi-Areal in Risch-Rotkreuz nur wenige Kilometer vom Zugersee entfernt. Es vereinbart in bisher einmaliger Weise das immer mehr gewünschte Wohnen im Grünen mit einem sorgfältigen Umgang mit Baulandressourcen. Peri plante und lieferte eine Schalungs- und Gerüstlösung zur Ausführung des schalungstechnisch anspruchsvollen Vorzeigeprojekts für das Wohnen von morgen. Das Konzept des Gartenhochhauses ging als Gewinner aus dem Wettbewerb für einen grünen Wohnturm in der Suurstoffi hervor. Dank seiner vertikalen Gärten fügt sich das 70 m hohe Aglaya auf selbstverständliche Art und Weise in das Stadtviertel ein. In den oberen Geschossen des Hochhauses entstehen 85 Eigentumswohnungen. In den untersten vier Etagen sind Büro- und Gewerbeflächen vorgesehen. Die Integration der Natur in ein Hochhaus – in dieser Form einmalig für die Schweiz – und die effiziente Ressourcennutzung machen Aglaya zu einem Muster für zukünftige Siedlungskonzepte.

Die Landis Bau AG aus Zug erhielt den Auftrag für die Erstellung des Rohbaus. Sie entschied sich bereits Ende 2016 für das Schalungskonzept der Peri AG Schweiz, das in enger Zusammenarbeit mit der MCE GmbH, Eschenz erarbeitet wurde. Die größten Herausforderungen bei diesem Projekt bestanden in der Schalungs- und Gerüstlösung für die trichterförmige Auskragung im 5. Obergeschoss sowie den unterschiedlich angeordneten und bis zu 4 m auskragenden Balkone.

Die Auskragung in ca. 18 m Höhe wurde mit schweren Fertigteilen realisiert. Dabei mussten nicht nur die Lasten der Fertigteile, sondern auch die Lasten der geometrisch komplexen Ortbetonunterzüge sowie der darüber angeordneten Decke abgeleitet werden.

Als Abstützung kamen Peri Up Flex Traggerüsttürme zum Einsatz, die zugleich auch als Arbeitsplattform dienten. Auf den Stütztürmen wurde eine Konstruktion aus dem Variokit Ingenieurbaukasten montiert, welche die mehr als 5 t schweren Fertigteile abstützte und dank Reibungsaktivierung vor Verrutschen sicherte.

Mithilfe von projektspezifisch geplanten Fachwerktischen – basierend auf dem Variokit Ingenieurbaukasten und Multiprop Lasttürmen – war es möglich, die unterschiedlichen Auskragungen der Balkone immer nach dem gleichen System auszuführen. Außerdem konnten dadurch die hohen Lasten aus den schrägen Brüstungs-Fertigteilen zuverlässig abgeleitet werden. Um die Montagezeiten vor Ort zu minimieren und die engen Bauzeitvorgaben einzuhalten, lieferte Peri die Deckentische vormontiert auf die Baustelle. Dank der doppelten Vorhaltemenge des Multiprop Unterbaus ließen sich die Tische sehr effizient einsetzen und boten als Arbeitsplattform mit Schutzwand hohe Sicherheit beim Arbeiten auch in großer Höhe. Die projektspezifische und weitestgehend mit Systembauteilen realisierte Konstruktion erlaubte den Auftraggebern dadurch ein wirtschaftliches Lösen der anspruchsvollen Aufgabe.

Der Treppenkern und die Innenwände wurden mit der Maximo Rahmenschalung erstellt. Durch die mittig angeordneten Ankerstellen und die einseitig bedienbare Ankertechnik konnten die Wände sehr effizient und wirtschaftlich geschalt werden. Die Ausführenden setzten auf die leichtgewichtige Duo Systemschalung um die nachträglich zu betonierenden Wände im Untergeschoss auszuführen. Das geringe Gewicht der einzelnen Systemteile ermöglichte das händische Schalen und erlaubte damit das Ausführen der Wände trotz des begrenzten Raums.

Dank der guten Zusammenarbeit und der detaillierten Planungen konnten die Arbeiten zur Zufriedenheit aller Beteiligter abgeschlossen werden.

Peri stellt auf der bauma im Freigelände am Stand FN 719 aus.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 12/2019.

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