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Photovoltaischer Straßenbelag gewinnt InfraTech Innovationspreis 2020

Der InfraTech Innovationspreis wird seit 2016 zur deutschen Leitmesse für Infrastruktur verliehen.

Essen (ABZ). - Mit dem vom IKT - Institut für unterirdische Infrastruktur ausgelobten Innovationspreis wurden zum dritten Mal zukunftsfähige infrastrukturelle Entwicklungen gefördert, gewürdigt und präsentiert. Die Verleihung des mit 1000 Euro dotierten Preises fand im Rahmen der Infrastrukturmesse InfraTech in der Messe Essen statt. Der photovoltaische Straßenbelag Wattway versorgt elektrische Anlagen an Straßen und Wegen mit kostenlosem Strom. Er besteht aus Polymer und wurde in Zusammenarbeit mit dem französischen Institut für Solarenergie (NES) entwickelt. Um die nur 7 mm dicken Platten zu installieren, sind weder größere Bauarbeiten, noch komplizierte Verwaltungsvorgänge vonnöten. Der Beitrag konnte die Jury in den fünf Wettbewerbskategorien "Innovationsgrad", "Nachhaltigkeit", "Praxisbezug", "Umsetzbarkeit" und "Mehrwert" überzeugen.

"Es ist großartig die vielen Innovationen auf der InfraTech zu sehen, die helfen, unsere Infrastruktur schneller und besser zu machen", sagte Minister Wüst bei der Preisverleihung. Der Minister hatte vor der Preisverleihung die Stände der drei Nominierten - Hauff-Technik GmbH & Co. KG, Reinert-Ritz GmbH und Colas besucht und sich "ein Bild von den tollen Produkten gemacht". Dass ein nur 7 mm dicker Belag für die Erzeugung von Energie ausreiche, habe ihn beeindruckt. Olga Boiche nahm den Preis für Wattway entgegen. "Wir wollen der Straße eine neue Funktion geben, um erneuerbare Energie zu erzeugen". Das Unternehmen hoffe nun technische Partner zu finden, um den Straßenbelag bald auch in Deutschland einbauen zu können. Es habe im Verlauf der Messe schon sehr gute Gespräche gegeben. Der Siegerbeitrag und die weiteren 17 Wettbewerbsbeiträge sind an den drei Messetagen in der Innovationspreis-Galerie der InfraTech 2020 zu sehen.

Mit dem zum zweiten Mal vergebenen und mit 1000 Euro dotierten Nachwuchspreis für Studierende ist Christian Tobias Rhein für seinen Beitrag "Untersuchung der Verarbeitbarkeit von Boden-Schaum-Gemischen durch Anwendung des Penetrationstests" ausgezeichnet worden. In seiner Abschlussarbeit an der Ruhr-Uni Bochum, Lehrstuhl Tunnelbau, hat sich Rhein mit maschinellen Tunnelvortrieben per Erddruckschildmaschinen beschäftigt und kam zu dem Ergebnis, dass anstelle einer zeitraubenden Laboranalyse die Beurteilung der Verarbeitbarkeit des Stützmediums während des Vortriebs, direkt in der Abbaukammer, denkbar ist. Die Jury attestierte dem Wettbewerbsbeitrag ein großes Potential für eine Umsetzung durch die Industrie.

Der InfraTech Innovationspreis wird seit 2016 zur deutschen Leitmesse für Infrastruktur verliehen. Die Wettbewerbsbeiträge sind in den vier Themenbereichen der Messe angesiedelt: "Tiefbau, Straßenbau und Wasserbau", "Ver- und Entsorgung", "Öffentliche Raumgestaltung und Mobilität" sowie "Energie und Umwelt". Zum zweiten Mal nach 2018 wurde der Innovationspreis vom IKT ausgelobt. Mit Dr. Sissis Kamarianakis (Leiter Weiterbildung, IKT) als Jurypräsidenten sowie Dipl.-Ing. Frank W. Grauvogel (Technischer Leiter, Technische Werke Burscheid), Ludger Wördemann (Eigenbetrieb Abwasser, Rheda-Wiedenbrück), Raphael Bahners (Stadt Meerbusch) und Sarah Dornbach B.Sc. (Studentin an der Ruhr-Universität Bochum) war die Jury erneut hochkarätig besetzt.

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