Vorsorge gegen Folgen des Klimawandels getroffen

Bei Starkregen und Extremwetter bestens aufgestellt

Hamm (ABZ). – Mit D-Raintank-3000-Rigolen von Funke Kunststoffe wappnet sich die Gemeinde Mehring gegen immer häufiger auftretende Starkregenereignisse. Im Neubaugebiet "Lehmkaul" lassen die Verbandsgemeindewerke Schweich und die Ortsgemeinde Mehring zwei Rückhaltesysteme mit einem Volumen von jeweils 200 m³ einbauen. So beugen sie einer Überlastung der Regenwasserkanalisation vor.
Rohr- und Leitungsbau
Im Neubaugebiet "Lehmkaul" werden die D-Raintank-3000-Elemente zweilagig verbaut. Sie bestehen aus PVC-U und sind aufgrund ihres geringen Gewichts sowie der Abmessungen von 60 x 60 x 60 cm leicht zu handhaben. Foto: Funke Kunststoffe

Die rheinlandpfälzische Gemeinde Mehring liegt im Einzugsbereich von Trier. Selbst die luxemburgische Hauptstadt ist nur eine knappe Autostunde entfernt. Diese strategisch günstige Lage macht den Weinort an der Mosel insbesondere für junge Familien attraktiv. Um der steigenden Nachfrage nach Baugrundstücken gerecht zu werden, lassen die Ortsgemeinde Mehring und die Verbandsgemeindewerke Schweich gerade das Neubaugebiet "Lehmkaul" erschließen, das sich in zwei Teilbereiche gliedert. Auf einer Fläche von rund 1,7 ha sollen am nördlichen Rand von Mehring rund 26 Grundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften entstehen. Das Gebiet ist bislang überwiegend für den Weinanbau genutzt worden. Charakteristisch ist seine Hanglage mit einem durchschnittlichen Nord-Süd-Gefälle von 10,5 %. Im Plangebiet Ost beträgt die Neigung an der steilsten Stelle sogar fast 20 %. Für das Entwässerungskonzept war dies eine Herausforderung, vor allem da das Plangebiet West durch eine Senke in der Goldkuppstraße getrennt wird.

Zwei Mulden-Rigolen-System

"In Mehring haben wir ein Trennsystem. Da in den letzten Jahren die Niederschlagsmengen deutlich zugenommen haben, war die bestehende Regenwasserkanalisation schon mehrfach überlastet. Vor diesem Hintergrund war es uns wichtig, für künftige Niederschlagsspitzen im Neubaugebiet Vorsorge zu treffen", fasst der Werkleiter der Verbandsgemeindewerke Schweich, Diplom-Ingenieur Harald Guggenmos, die Ausgangsvoraussetzungen zusammen. Wegen der Topographie konnte das Niederschlagswasser jedoch nicht auf den Grundstücken zurückgehalten werden. Deshalb wurde eine Lösung mit zwei Mulden-Rigolen-Systemen erarbeitet. Die Wahl hierfür fiel auf zwei D-Raintank-3000-Rigolen mit einem Volumen von jeweils 200 m³, aus denen eine gedrosselte Ableitung in bestehende Systeme erfolgen soll. "Wir haben eine unterirdische Anlage geplant, da sie weniger Platz beansprucht als eine offene", erläutert Guggenmos.

"Letztere wäre zulasten der bebaubaren Grundstücksfläche gegangen. Die D-Raintank-3000-Elemente befinden sich dagegen unter den öffentlichen Grünflächen beziehungsweise wie im Bereich der verlängerten Goldkuppstraße innerhalb der Straßenverkehrsfläche." Vorteil der D-Raintank-3000-Blöcke von Funke ist dem Hersteller zufolge, dass sie durch die statisch optimale Konstruktion schon bei einer Mindestüberdeckung von 0,8 m einer Verkehrslast von SLW 60 standhalten. Außerdem lässt sich die Rigole flexibel und platzsparend anordnen. In Mehring wurden pro Rigole 926 aus PVC-U bestehende Einzelelemente zweilagig eingebaut.

Geringes Eigengewicht und praktische Abmessungen

Die einzelnen Rigolenelemente sind 60 x 60 x 60 cm groß. Durch das geringe Eigengewicht und die praktischen Abmessungen ging die Verlegung sehr schnell voran. Da die D-Raintank-3000-Elemente in Mehring zu Retentionszwecken eingesetzt werden, wurde der Rigolenkörper zuerst mit einem Filtervlies ummantelt, dann mit einer Kunststoffdichtungsbahn (KDB) und abschließend noch einmal mit einem Filtervlies, um die Folie vor Beschädigungen zu schützen. Außerdem wurden die Rigolen mit Entlüftungen und mit D-Raintank-3000-Inspektionsblöcken mit Domaufsatz ausgestattet. Ebenfalls zum Einsatz kamen Spülrohre der Bezeichnung DN/OD 315, die in die Mitte des jeweiligen Rigolenkörpers führen.

"In den beiden D-Raintank-3000-Retentionsräumen vorgeschalteten Reinigungsschächten der Nennweite DN 1000 werden Feinsedimente und auch in den Niederschlagswasserabflüssen mitgeführtes Laub zurückgehalten", erklärt Funke-Fachberater Peter Frenzle. Nur einmal im Jahr muss der Schlammfang im Reinigungsschacht leer gesaugt werden – ein geringer Wartungsaufwand bei gleichzeitig hoher Funktionssicherheit der Retentionsanlage. "Die D-Raintank-3000-Blöcke besitzen eine Speicherfähigkeit von 97 Prozent. Das ist deutlich mehr als eine übliche Schotter- oder Kiesrigole erreicht. Daher müssen sich die künftigen Bewohner des Neubaugebietes 'Lehmkaul' keine Sorgen wegen einer Überlastung der Regenwasserkanalisation bei Starkregen machen", versichert Guggenmos.

Nicht nur, dass die beiden Funke-Rigolen das Regenwasser zuverlässig zurückhalten, die eingesetzten Drosselschächte sorgen außerdem für einen kontrollierten Ablauf. Auch hier hat Funke Kunststoffe an alles gedacht: Ein innenliegender Notüberlauf verhindert ein Versagen des Systems. Mit Blick auf die Sammler und die Hausanschlussleitungen vertrauen die Verbandsgemeindewerke übrigens seit Jahren ebenfalls auf Funke-Produkte. Hier kamen HS-Kanalrohre in den Farben blau für Regenwasser und braun für Schmutzwasser zum Einsatz – alles in allem also setzt Mehring auf eine Entwässerung mit System.

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