Zimmerer- und Holzbaugewerbe

Betriebe hatten 2019 mehr Umsatz

Berlin (ABZ). – Der Umsatz der Betriebe im Holzbau ist 2019 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent gestiegen. Dies geht aus dem Lagebericht Zimmerer/Holzbau hervor, den Holzbau Deutschland, der Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, jetzt veröffentlicht hat. Die Zahl der Beschäftigten ist demnach von rund 68.000 auf rund 70.000 gestiegen. Die Holzbauquote ist im Wohnbau (Neubau) und im Nichtwohnbau (Neubau) weiter angestiegen.

Die Diskussion um den Klimawandel und der wachsende Bedarf an Wohnraum hätten den Holzbau im vergangenen Jahr immer häufiger in den Fokus von Planern, Architekten und Bauherren gerückt, teilt Holzbau Deutschland dazu mit. Die Holzbauweise sei nachhaltig und könne einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Schaffung von Wohnraum leisten. Das gestiegene Interesse am Holzbau habe sich auch in den Branchenzahlen niedergeschlagen. "Das ökologische, nachhaltige und ressourcenschonende Bauen mit Holz muss daher beim Wohnungsbau sowie bei Nachverdichtungen und Lückenschließungen im Bestand auch weiter im Fokus bleiben", forderte Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland. Damit der Holzbau als gleichberechtigte Alternative zu anderen Bauweisen anerkannt werde, müssten die Rahmenbedingungen weiter verbessert und die Bauordnungen der Bundesländer dem aktuellen Stand der Technik angepasst werden.

Der Lagebericht enthält viele weitere Zahlen, Fakten und Prognosen zur Branchenstruktur, zur Entwicklung von Markt und Konjunktur, zur betriebswirtschaftlichen Lage und Finanzierung sowie zur Ausbildung und Karriere im Zimmerer- und Holzbaugewerbe und kann auf der Internetseite des Verbandes heruntergeladen werden.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind in den Bericht noch nicht eingegangen. Welche Folgen diese haben werde und wie sich der Umsatz im Holzbau in 2020 und darüber hinaus entwickeln werde, können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht seriös eingeschätzt werden, so der Verband. Bis Anfang März sei der Holzbau von einem weiteren Umsatzanstieg um 5 Prozent ausgegangen. Dies ergab eine Konjunkturumfrage von Holzbau Deutschland, an der zum Jahreswechsel 2019/2020 knapp 370 Unternehmer teilnahmen. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie war die Stimmungslage im Holzbau demnach gut. Der Auftragsbestand betrug zu Jahresanfang bereits durchschnittlich 17 Wochen. Im Vorjahr waren es 15 Wochen gewesen.

Daran habe auch die gegenwärtige Ausnahmesituation im Zuge der Corona-Pandemie nicht viel geändert, so der Verband: Nach jüngsten Umfragen würden die meisten Betriebe ohne nennenswerte Einschränkungen und unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln ihrer Arbeit nachgehen. Auch die Bauherren würden an der Umsetzung ihrer Bauvorhaben festhalten. "Viele Holzbau-Betriebe profitieren derzeit vom bestehenden hohen Auftragsbestand", so der Verband. Die Auslastung reiche bei einigen bis ins nächste Jahr.

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