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Zum Schutz der Gebäudesubstanz

Dank Sonderlösung sicher entwässern

Hochbau, Fassaden

Für das neue Konferenzzentrum im obersten Geschoss wurde nicht nur eine Dachterrasse als Freisitz umgestaltet, auch hier wurde die Fassadenentwässerung komplett saniert.

Hochbau, Fassaden
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Der fertige Anschluss von Dach und Fassade mit Sonderrinne, Kiesbett und neuen Bepflanzungen.

Hochbau, Fassaden
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HAMBURG (ABZ). - Bereits 1964 entstanden im Stadtteil Hamburg-Winterhude die ersten Gebäude in der damals entwickelten Bürostadt City Nord. Um die heute rund 50 Jahre alte Bausubstanz der Büro- und Verwaltungsgebäude zu erhalten und zu schützen, werden gegenwärtig Sanierungsmaßnahmen an verschiedenen Bauten durchgeführt.

Mit Hilfe eines individuell konzipierten Entwässerungssystems der Firma Aco Hochbau Vertrieb GmbH werden die Dachflächen des Ergo Gebäudes schnell und sicher entwässert. Auf Initiative des damaligen Oberbaudirektors Werner Hebebrand entschied sich die Stadt Hamburg 1959 für die Planung und Entwicklung einer innerstädtischen Bürostadt. In Anlehnung an die Lehrsätze des bedeutenden Architekten und Städteplaner Le Corbusiers die Stadt in Wohn-, Arbeits- und Erholungsbereich zu gliedern, entstand auf einer Fläche von 117 ha Hamburgs größtes Büro- und Verwaltungsgebiet, die City Nord.

Geprägt von individuellen Solitärbauten verschiedenster Großunternehmen arbeiteten in der Geschäftsstadt zu Spitzenzeiten rund 200 000 Beschäftigte, meist in Großraumbüros. Heute, rund 50 Jahre nach Fertigstellung der ersten Gebäude und einer unsteten Büroflächenauslastung, erlebt die City Nord durch die 2002 vom Hamburger Senat beschlossene Revitalisierung eine Renaissance. Eine Vielzahl der Gebäude wird gegenwärtig in großem Umfang saniert bzw. umgebaut. So auch der Hauptsitz der Ergo Lebensversicherung.

Eine der wesentlichen Maßnahmen ist die Abdichtung, Entwässerung und Neugestaltung der Dachflächen des zwischen 1971 und 1974 errichteten Staffelgeschossbaus. Im obersten Geschoss beginnend, wird gegenwärtig das Sanierungskonzept, das vom Landschaftsarchitekten Hans Möller entwickelt wurde, umgesetzt. Aufgrund der vorgehängten, nicht veränderbaren Fassadenkonstruktion galt es bei der Planung, besonderes Augenmerk auf die Ausbildung und den Anschluss der Entwässerungsrinnen im Fassadenbereich zu legen.

Regenwasser geht nicht ausschließlich auf horizontale Flächen, wie das Dach und die Grundstücksfläche nieder. Je nach Regensituation, Windrichtung usw. können bis zu 50 % des Regens auch auf vertikale Flächen, wie auf die Fassade treffen bzw. eingetragen werden. Besonders bei extremen Niederschlägen ist, insbesondere im Bereich abgedichteter Flächen wie angrenzenden Dächern, Terrassen usw. zu gewährleisten, dass kein Wasser über Eingänge, raumhohe Verglasungen und andere Öffnungen der Gebäudehülle eindringt. Ausreichend dimensionierte Entwässerungsrinnen, die unmittelbar neben der Fassade installiert sind, können hier Abhilfe schaffen.

Für die Fassadenentwässerung des Ergo Gebäudes wurde die Edelstahl-Standardrinne Aco Profiline mit einer Baulänge von 2 m an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Unter Verwendung eines zusätzlich an den Rinnenkörper angesetzten Schenkels wird die Verbindung zur Fassade mit Hilfe von vier Befestigungspunkten hergestellt. Entscheidend dabei war, dass die Rinnenelemente plan auf dem zuvor eingebrachten Drainageestrich aufliegen, so dass keine Punktbelastungen – wie z. B. durch Stelzfüße unter dem Rinnenkörper – auftreten. "Mit der von meinem Büro entwickelten Sonderlösung, die in Gesprächen mit dem Auftraggeber verfeinert wurde, können wir die gestellten konstruktiven und bautechnischen Anforderungen vollends erfüllen. Durch die von der Fa. Rumpf durchgeführte Modifizierung der Aco Standardrinne und den perfekten Einbau der qualitativ hochwertigen Rinnenelemente, der ebenfalls von dem Nortorfer Unternehmen vorgenommen wird ist sichergestellt, dass die Gebäudesubstanz im Anschlussbereich von Dach und Fassade langfristig geschützt ist", so Hans Möller, Landschaftsarchitekt aus Tornesch.

Die in Sonderanfertigung hergestellten Rinnenkörper aus Edelstahl (1.4301) haben eine fixe Bauhöhe von 7,5 cm und eine Breite von 13 cm und sind somit ausreichend zur Aufnahme des anfallenden Regenwassers dimensioniert.

Für Anwendungen bei denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten eine variable Anpassung der Bauhöhe erforderlich ist, bietet Aco Hochbau entsprechende Rinnenmodelle. Diese können zwischen 5,5 bis 7 cm, 8 bis 10,8 cm und 10 bis 16 cm Höhe eingestellt werden. Als Abdeckung der Rinnenkörper wurden Edelstahl-Längsstabroste gewählt. Die Eckausbildung der Abdeckungen wurde individuell mit Sonderlängen des Rostes realisiert.

Die Installation der Entwässerungsrinne als Sonderkonstruktion im Fassadenbereich des ErgoGebäudes zeigt, dass Aco Produkte problemlos modifiziert werden können. "So entstehen, wie die von Landschaftsarchitekt Möller entwickelte, an die Baugegebenheiten angepasste Lösungen. Bei Bedarf steht dem Planer und Verarbeiter ein motiviertes und qualifiziertes Team in unserer Anwendungstechnik zur Seite. Auf Basis unseres umfangreichen Standardprogramms können für nahezu jeden Anwendungsbereich individuelle Lösungen erarbeitet werden, die die Sicherheit bei der Planung, Ausführung und Anwendung gewährleisten", resümiert Aco Hochbau Projektbetreuer Guido Anhut.

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