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60 000 Tonnen Material im Blockumschlag pro Jahr

Schwere Maschinen werden bei Gewinnung von Calanca-Gneis eingesetzt

Der Volvo L350H kann Blöcke bis zu 40 t transportieren.

Arvigo/Schweiz (ABZ). – Gerölle sortieren und Felsblöcke transportieren gehört zu den Aufgaben eines Radladers in einem Steinbruch in der Schweiz. In einer Werkstatt werden aus den Gneisblöcken unter anderem Platten geschnitten. Weit hinein in das Calanca-Tal im südlichsten Winkel des Schweizer Kanton Graubünden reicht eine kurvige Straße, schlängelt sich hinauf durch teils felsige, teils begrünte Gebirgspassagen, vorbei an kleinen Dörfern und endet auf einer alpinen Höhe von etwa 3000 m. Inmitten der Schönheit der Natur sind in diesem Seitental an der Grenze zum Tessin schwere Maschinen am Werk und tragen tonnenschweres Material aus dem Gestein ab. Denn hier gibt es einen Naturschatz: den Calanca-Gneis. In dem kleinen Dorf Arvigo baut einer der wenigen Arbeitgeber in der Region, der Familienbetrieb Afredo Polti SA, den Gneis ab. In dem großen Steinbruch und auf dem Werksgelände blitzen immer wieder gelbe Volvo-Maschinen zwischen rohen grauen Felsblöcken, geschichteten Steinplatten oder gebundenen Verladepaletten hervor. Zum Beispiel sorgt ein Volvo EC460B im Gesteinsgeröll für Ordnung. Nachdem Sprengungen das Gestein gelöst haben, muss ein Meer von Steinen sortiert und gleichzeitig ein befahrbarer Weg in den Steinbruch frei gelegt werden. Auf diesem unbefestigten Untergrund ist das Fahren schwierig, der Fahrer benötigt Übung und Erfahrung.

Livio, der Fahrer des kräftigen Volvo-Radladers L350H, ist wie die meisten Mitarbeiter schon seit 20 Jahren im Steinbruch tätig. Er kennt den Steinbruch wie seine Westentasche und ist Meister des Blockumschlags. Bereits beim Abbau entscheidet er, welche Felsblöcke brauchbar sind und welche nicht. Das Kriterium: Die Schieferung des Gneis muss durchgängig sein, sie darf keine Verknöcherungen enthalten. Diese würden ihn für die Verarbeitung unbrauchbar machen. Die nutzbaren Gesteinsblöcke bringt Livio zunächst in ein Zwischenlager auf halber Höhe des Geländes. Dies dient zum einen der regelmäßigen Belieferung der Werkstatt am Fuß des Steinbruchs, zum anderen als Reservevorrat.

Das Wiegesystem Loadtronic 3 verhindert Überladung und liefert Produktionsdaten des abtransportierten Materials aus dem Steinbruch. Anhand von Größe und Gewicht werden die Blöcke der jeweiligen Werkstatt zugeordnet.

Livio ist glücklich über den neu angeschafften Volvo L350H, der seine bisherige Maschine, den L350F, nach stattlichen 15 400 Betriebsstunden ersetzt. Giovanni Polti hat sich bewusst für diesen Volvo-Radlader entschieden: "Der Volvo L350H verfügt über die modernste Motoren Technologie Stage 5 und entspricht der neuesten Abgasnorm. Sie ist eine sehr saubere Maschine, die zu unserem Bestreben für eine saubere Zukunft passt", sagt er. "Wir bewegen etwa 60 000 t Material im Blockumschlag pro Jahr. Hohe Effizienz der Maschinen ist daher ein wichtiges Kaufkriterium."

Um das Ausfallrisiko auf ein Minimum zu reduzieren, hat das Unternehmen den L350H zusätzlich mit einem Service Vertrag Gold ausgestattet. Giovanni Polti ist seit 40 Jahren Kunde der Robert Aebi AG und erneuert seine Volvo Maschinenflotte regelmäßig. Demnächst kommt mit einem Volvo EC480E noch ein weiteres Schwergewicht hinzu.

Jeder Block, den Livio nach unten in die Werkstatt bringt, erhält eine besondere Bearbeitung, ob naturgespalten oder diamantgesägt, poliert, geschliffen oder gebürstet. Je nach Produktionsschritt liefern ein Volvo L150E, ein Volvo L90H, ein L90F und ein L35B die Blöcke in die jeweilige Werkstatt. Die Mitarbeiter in der Verarbeitung sind sehr geschickt und erfahren. Sie müssen die Steine quasi "lesen" können, Linien erkennen und Nägel richtig und präzise in den Block setzen. Nach einigen kräftigen Hammerschlägen spaltet sich der Block dann in kleinere Teile, bei kleineren Blöcken zerfällt er in einzelne Platten. Platten, die eine glatte Oberfläche bekommen sollen, werde in einer Werkshalle mit einer großen Kreissäge bearbeitet. Diese schneidet Platten aus den massiven Blöcken. Jede hat eine individuelle Maserung.

Auch Bodenplatten und Wandschmuck im Eingangsbereich des Unternehmens Afredo Polti SA bestehen aus solchem gemasertem Gneis. In einer Vitrine beim Empfang stehen zudem kleine Kunstwerke aus dem Material wie Taschenmesser oder Vasen. Das Unternehmen rekultiviert das Gelände kontinuierlich gemäß strenger Vorgaben, damit die natürliche Schönheit des Schweizer Tals erhalten bleibt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 46/2019.

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