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Abbiegeassistent wird erprobt

Arbeitsmaschinen intelligenter machen

Luvis AI arbeitet an einem Abbiegeassistenzsystem.

Hamburg (ABZ). – Mit dem neuen Unternehmen Luvis AI möchte Luis Technology Synergien im Bereich der "Künstlichen Intelligenz" schaffen. So sollen vor allem mobile Arbeitsmaschinen smarter, effizienter und sicherer werden.

Luis hat sich als zuverlässiger und leistungsstarker Partner der deutschen Nutzfahrzeugbauer und diverser Anwendungsbranchen bewährt. Das Hamburger Unternehmen, gegründet 1999, bietet individuelle und kundenorientierte Sicherheitslösungen im Bereich der Kamera-Monitor-Systeme und Fahrerassistenzsysteme. So trägt das Unternehmen laut eigenen Angaben mit seinem Produktportfolio maßgeblich zur Reduzierung von Sach- und Personenschäden im Straßenverkehr und zur Steigerung der Prozesseffizienz von Arbeitsmaschinen bei.

Die beiden Gründer Stephan Hotto und Nicolas Hoyer haben sich vorher mit digitaler Signalverarbeitung und Machine Learning (KI) beschäftigt. Unter anderem mit der Überwachung von Maschinen, die zuverlässig das gezielte Aufspüren von Anomalien im Bereich der Prozessüberwachung ermöglichen.

Die gebündelten Erfahrungen werden nun genutzt, um gemeinsam Innovationen im Bereich der KI voranzutreiben. So ist die Entwicklung einer "Embedded-AI-Plattform" für die Automatisierung von mobilen Arbeitsmaschinen in vollem Gange. Der Fokus liegt hier auf den drei Plattformen Embedded Automotive Vision (EAV), Embedded Image Segmentation (EIS) und Embedded Acoustic Recognition (EAR). Die EAV, eine Software zur Bildverarbeitung, kann angewendet werden, um Personen und Objekte zu identifizieren, tracken und lokalisieren und so eine Arbeitserleichterung mit einem zusätzlichen Sicherheitsaspekt zu kombinieren. Die EIS wird vor allem in der Produktion verwendet, um beispielsweise Oberflächen nach Defekten, Unebenheiten oder Rost und Kratzern zu untersuchen. Die EAR analysiert Vibrationen und Geräusche und erkennt so, ob es Unregelmäßigkeiten im System gibt und dient somit auch der vorausschauenden Wartung von zum Beispiel Windkraftanlagen oder Turbinen.

Dabei ist die EAM-Plattform als Baukasten gedacht, um neben innovativen Standard- auch kundenspezifische Lösungen zu entwickeln. Die Anwendungsmöglichkeiten sind hierbei sehr vielfältig: Optische und akustische KI-Lösungen können so zum Beispiel im Bereich der Logistikdienstleistung Laderäume vermessen und optimieren, (teil-)automatisiertes Ankoppeln und Andocken ermöglichen, in der Kommunalwirtschaft (teil-)automatisiertes Greifen von Müllcontainern anbieten oder Arbeitsbereiche überwachen und vor Gefahren warnen. Mit modularen Soft- und Hardware-Lösungen, die Adaptionen an diverse Kundenanforderungen auch in kleinen Stückzahlen ermöglichen, möchte das neue Unternehmen Luvis AI Arbeitsmaschinen aus den unterschiedlichsten Bereichen intelligenter machen. "Mit dem neu gegründeten Unternehmen gehen wir auf die vielen Anfragen ein, die wir seit der Präsentation unseres innovativen Abbiegeassistenten erhalten haben, Objekte auch für andere Zwecke zu erkennen, zu klassifizieren und zu interpretieren", so Martin Groschke, einer der geschäftsführenden Gesellschafter bei Luis. Nach einer Prototypenphase geht das System in einen Trainingszyklus von etwa vier Wochen, um anschließend eine Praxissicherheit gewährleisten zu können. Ein weiterer großer Vorteil liegt darin, dass die unterschiedlichen Anwendungen eingebettet werden und nicht zwingend cloudbasiert über Rechenzentren arbeiten, was dem Schutz der eigenen Daten zugutekommt. Außerdem lässt sich nur so eine entsprechend kurze Antwortzeit sicherstellen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 19/2021b.

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