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Auf die Schippe genommen

Gefühl

Das Coronavirus bringt gerade einiges durcheinander. Zu den bekannten Symptomen zählen unter anderem auch Sinnesirritationen wie der Verlust des Geschmacks. Das scheint mitunter bis zu kompletten Identitätsverwirrungen zu führen. Dass sich seit Pandemiebeginn (geschätzt) 80 Millionen Fußball-Bundestrainer für Virologen halten, lässt erahnen, dass die Dunkelziffer bei den Infektionen deutlich höher ist als befürchtet. Andere wiederum fühlen sich aktuell wie Opfer des beziehungsweise Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Vornehmlich da, wo offenbar schon vor Ausbruch des Virus geschmackliche oder kognitive Defizite herrschten. Ob es jemals einen Impfstoffgegen den gefühlten Quatsch geben wird, den so viele Menschen heute der komplizierten Realität vorziehen, ist ungewiss. All jenen, die sichCorona-bedingt aktuell ähnlichen Geschmacksverwirrungen ausgesetzt sehen, sei jedoch folgender Merksatz als Orientierungshilfe in düsteren Zeiten ans Herz gelegt: Fühlen ist nicht wissen und Haltung kommt nicht von halten. rb

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 48/2020.

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