Bayerische Ingenieurkammer-Bau

„Die schwierigsten Zeiten kommen erst noch“

Corona Aktuell Architektur
Prof. Dr. Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Foto: Tobias Hase

München (ABZ). – Die Geschäftslage in der Bauwirtschaft ist auch in der Corona-Krise nach wie vor gut. Jüngste Umfragen zeigen jedoch eine deutliche Eintrübung bei den Erwartungen der Unternehmen. Auch bei den deutschen Architekten und Ingenieuren nehmen die Sorgen zu, wie eine Befragung der Bayerischen Ingnieurkammer-Bau ergab.

„Der Baubranche stehen die schwierigsten Zeiten erst noch bevor“, meint Prof. Dr. Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. „Bauprojekte sind naturgemäß längerfristig angelegt, so dass derzeit viele Büros noch an Projekten arbeiten, die vor der Corona-Krise begonnen wurden. Wir machen uns große Sorgen, dass schon bald neue Aufträge ausbleiben.“

Von 9.226 selbstständigen Ingenieuren und Architekten, die sich im Zeitraum vom 9. bis 14 April an der Umfrage beteiligt hatten, kämpfen bereits 46 Prozent mit abgesagten oder zurückgestellten Aufträgen. Ein Drittel ist von verzögerten Genehmigungsprozessen durch eine unterbesetzte und nicht digitalisierte öffentliche Verwaltung betroffen. Ein Viertel verzeichnet Personalengpässe der ausführenden Unternehmen und Verzögerungen auf der Baustelle durch längere Lieferzeiten.

Während sich kleine Büros tendenziell häufiger mit akuten Liquiditätsproblemen konfrontiert sehen, geben mittelgroße und größere Büros häufiger an, nicht mehr ausgelastet zu sein. Ab dem 2. Halbjahr 2020 rechnen Ingenieure und Architekten insgesamt mit einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und finanziellen Einbußen.

„Die deutschen Planungsbüros brauchen eine Verlängerung von Förderungen, Zuschussprogrammen und Entlastungen bei den Steuervorauszahlungen über die kommenden Monate hinaus“, fordert der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. „Wir plädieren außerdem für eine schnelle Vereinfachung von Vergabeverfahren und für eine Unterstützung der kommunalen Bauverwaltungen, damit Genehmigungsverfahren weiterhin bearbeitet werden können“, so Gebbeken weiter.

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