Birco

Regenwasserbehandlung im Fokus

Birco feiert im Rahmen der Messe die Markteinführung der neuen Regenwasserbehandlungsanlage BIRCOprime. Diese sorgt bei Starkregen nach Aussage des Herstellers für zuverlässige Linienentwässerung sowie den Rückhalt von abfiltrierbaren Stoffen (AFS), Schwermetallen, Mikroplastik und Leichtflüssigkeiten.
IFAT München
Birco präsentiert auf der IFAT folgende Systeme (v. l.): BIRCOdicht NW 300 mit Abdeckung Stegguss, BIRCOcanal NW 420, die BIRCOmax-i NW 520 mit Abdeckung Stegguss, BIRCOmassiv NW 220 mit Abdeckung Gussgitter, BIRCOpur direct NW 300 mit Trapez-Gussabdeckung und die BIRCOsir NW 320 mit Abdeckung Wabe. Abb.: Birco

Baden-Baden (ABZ). – Die neue Anlage wird oberflächennah verbaut und ist für Betreiber deshalb einfach zu warten.

"Eine Regenwasserbehandlung kann oftmals ohne eine Filtration sichergestellt werden", erklärt Marian Dürrschnabel, Abteilungsleiter Produktmanagement, Marketing & Anwendungstechnik. "Mit BIRCOprime erreichen wir bereits in der Entwässerungsrinne eine effektive Sedimentation." Im Zuge dessen setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus großformatiger, robuster Schwerlastrinne und einem Sedimentationssystem aus langlebigen PE-Komponenten.

Die BIRCOmax-i in der Nennweite 520 und Bauhöhe 1200 mm mit Gusszarge bildet den Korpus des Systems. Dabei handelt es sich dem Hersteller zufolge um eine selbsttragende, für den Typ-I-Einbau geeignete Rinne, die auch in schmale Baugruben eingelassen werden kann und als Auflage nur ein minimales Fundament benötigt. Die Behandlungsanlage hat eine Gesamtlänge von 4500 mm – hier wird die Sedimentationseinheit integriert. Dabei sind Anschlussflächen je nach Betriebsart und gefordertem Durchgangswert beziehungsweise Wirkungsgrad zwischen 2000 und 7000 m² möglich.

BIRCOprime erreicht effektive Sedimentation mithilfe physikalischer Absetzungsprozesse: Das System besteht aus sieben Sedimentationskammern, die durch sechs Grund- und ein Überlaufwehr gebildet werden. In den Kammern werden AFS, Reifenabrieb, Mikroplastik, Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Schwermetalle (bspw. Zink, Kupfer) zurückgehalten. Aufgrund der intelligenten Konstruktion erfolgt auch bei Starkregenereignissen lediglich eine minimale Remobilisierung der Schadstoffe, erläutert Birco.

Die Reinigungsleistung wurde in Anlehnung an die DIBt-Prüfungsgrundsätze und nach DWA-M 153 und DWA-A 102 geprüft. Nach dem Sedimentationsvorgang kann das gereinigte Wasser – je nach Ablaufvariante – vertikal oder horizontal in Kanalisation, Gewässer, Versickerungs- Retentions- oder Nutzungsanlagen eingeleitet werden. Eine Rückhaltevorrichtung scheidet wassergefährdende Leichtflüssigkeiten ab.

Die Regenwasserbehandlung kann sowohl dezentral als auch semizentral erfolgen und bietet Fachpersonen aus Planung und Architektur Flexibilität bezüglich der Anschluss- und Ablaufvarianten. (Regen-)Wasser kann sowohl über die Steggussabdeckungen des Rinnenkörpers (dezentral) als auch über ein vorgeschaltetes Entwässerungssystem (semizentral) – beispielsweise über eine herkömmliche Entwässerungsrinne oder ein Rohrsystem – eingeleitet werden. Die Regenwasserbehandlungsanlage ist modular aufgebaut. Das erste und das letzte Wehr sind fest installiert, die weiteren Wehre lassen sich herausnehmen. Oberflächennähe und Systemaufbau erleichtern anfallende Wartungsarbeiten, verspricht Birco. Diese sollten Verantwortliche, abhängig von örtlichen Schadstofffrachten und Größe der Anschlussfläche, alle ein bis fünf Jahre vornehmen.

Ein Exponat in Originaldimensionen ermöglicht den IFAT-Besucherinnen und Besuchern einen authentischen Einblick in die Funktionalität der BIRCOprime. Daneben präsentiert der Aussteller im Rahmen seines Fokusthemas weitere Exponate, darunter BIRCOpur direct NW 300 mit Trapez-Gussabdeckung. Dabei handelt es sich um ein modulares Filtersystem in Rinnenform mit Option zur Direktversickerung. BIRCOdicht NW 300 mit Steg-Gussabdeckung verfügt über eine durchgehende PEHD-Auskleidung und bietet Schutz in allen Bereichen, in denen wassergefährdende Stoffe und aggressive Medien aufgefangen werden müssen, erläutert Birco.

Im Kompetenzbereich Schwerlast zeigt Birco die BIRCOmassiv NW 220 mit Gitterabdeckung aus Guss und die BIRCOsir NW 320 mit Wabenabdeckung aus Guss sowie die BIRCOmax-i NW 520 mit Steg-Gussabdeckung. Für kommunale Planerinnen und Planer präsentiert der Entwässerungsspezialist mit der BIRCOcanal NW 420 einen schwerlastbefahrbaren Versorgungskanal zur sicheren Verlegung von Leitungen und Rohren. Mit Blick auf den Bereich Elektromobilität eigne sich diese speziell für die Versorgung von Ladestationen. Auf der IFAT ist Birco in Halle B3.241/340 zu finden.

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