Nachhaltigkeitsreport

Betonschutt in eigenen Anlagen recyceln

Rheinberg und Düsseldorf (ABZ). – Das Familienunternehmen Laarakkers ist seit 1946 im Bereich Rückbau, Bodensanierung, Recycling von Baustoffen und Flächenentwicklung tätig. In den vergangenen 25 Jahren hat das Unternehmen nach eigenen Angaben in Deutschland eine starke Präsenz aufgebaut, insbesondere in NRW. Mit mehr als 150 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen decke die Laarakkers Gruppe die gesamte Wertschöpfungskette des Immobilienzyklus ab und lege dabei großen Wert auf nachhaltiges Wirtschaften.

Die Nachhaltigkeitsstrategie von Laarakkers basiert auf einem 4-Säulen-Modell, das die Baustoffrückgewinnung, einen energieneutralen Maschinenpark, die Digitalisierung der Logistik und soziale Verantwortung umfasst.

Lineare in zirkuläre Stoffströme umwandeln

In Bezug auf die Baustoffrückgewinnung strebt das Unternehmen eine hohe Recyclingrate an, um lineare Stoffströme in zirkuläre Stoffströme umzuwandeln. Dies beinhaltet die Wiederverwendung von Bauschutt zum Beispiel bei der Erstellung von Fundamenten von Neubauten und die direkte Wiederverwendung von Bauteilen wie zum Beispiel Fenstern und Türen. Laarakkers arbeitet auch an der Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Zementindustrie, indem sie Betonabfälle sauber trennen und zu Granulat verarbeiten.

95 % der beim Rückbau anfallenden Materialien werden bei Laarakkers auf diese Weise bereits heute wiederverwendet. Betonschutt wird in eigenen Recyclinganlagen so zerkleinert, dass eine Körnung entsteht, die als Kiesersatz für neuen Beton verwendet werden kann. Dadurch wird weniger neuer Kies aus den hiesigen Kiesgruben für die Betonproduktion benötigt. Darüber hinaus wird aktuell auch eine noch kleinere Körung untersucht, die in Zukunft ebenfalls für die Betonherstellung verwendet werden kann. Da nicht aktivierter Zement an diesem Granulat gebunden ist, muss weniger neuer Zement für die Betonproduktion verwendet werden. "Das ist eine wichtige Errungenschaft, ist doch die Zementindustrie für einen großen Teil des Gesamt-CO2-Ausstoßes verantwortlich", sagt Wiljan Laarakkers.

Sauberer Kraftstoff

Um den CO2-Ausstoß ihres Maschinenparks zu reduzieren, setzt Laarakkers auf die Verwendung von sauberem Kraftstoff und die Anschaffung energieeffizienter moderner Maschinen. Auch die Elektrifizierung unseres Maschinen- und Fuhrparks ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Digitalisierung der Logistik ermöglicht eine optimale Streckenplanung, um Leerfahrten zu reduzieren und den CO2-Ausstoß zu verringern. Da beim Rückbau von Gebäuden schwere Maschinen zum Einsatz kommen, die große Mengen Kraftstoff verbrauchen, ist eine Teilelektrifizierung des Maschinenparks und der Einsatz von synthetischen Kraftstoffen ein wichtiger Schritt in Richtung CO2-Reduktion.

Dazu muss die dazugehörige Infrastruktur auf den Baustellen und auf den Bau- und Recyclinghöfen des Unternehmens auf- und ausgebaut werden. Weiterhin untersucht das Unternehmen, wie Wasserstoff die Emissionsfreiheit des Unternehmens vorantreiben kann. Angesichts eines jährlichen Kraftstoffverbrauchs von 2 Millionen Liter Diesel für die gesamte Laarakkers Gruppe (Rückbau, Recycling und Transport), kann auf diese Art und Weise viel CO2 eingespart werden. Zwei vollelektrische Lkw wurden 2022 bestellt, der erste wurde bereits Anfang Juni ausgeliefert. Laarakkers hat außerdem eine eigene App entwickelt, die Frachtströme abbildet und Vorschläge für eine optimierte Streckenplanung macht.

Soziale Verantwortung

Als Familienunternehmen legt Laarakkers nach eigener Aussage großen Wert auf soziale Verantwortung. Sie unterstützen lokale Vereine und wohltätige Zwecke, bieten ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Entwicklungsmöglichkeiten und streben ein gutes Arbeitsumfeld sowie eine gute Work-Life-Balance an. Das Unternehmen hat auch Maßnahmen ergriffen, um den ökologischen Fußabdruck in ihren eigenen Bürogebäuden zu reduzieren, einschließlich des Einsatzes von Solarmodulen und energieeffizienter Beleuchtung.

"In neue umweltschonende Technologien zu investieren und unser Geschäftsmodell immer wieder auf Nachhaltigkeit zu überprüfen, ist uns ein Anliegen. Mit der Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichtes bekennen wir uns zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir möchten einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten und legen hiermit offen, wie unser unternehmerischer Weg dahin ist", so Wiljan Laarakkers.

Laarakkers verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Nachhaltigkeit und strebt eine kontinuierliche CO2-Reduktion an und will einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten und konsequent kleine Schritte in Richtung einer emissionsfreien Zukunft gehen.

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