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Wolff & Müller und BIMsystems

Gemeinsame Software in Arbeit

Das Stuttgarter Bauunternehmen Wolff & Müller und das Software-Unternehmen BIMsystems arbeiten an einer Softwarelösung, die das Datenmanagement bei BIM-Projekten effizienter und einfacher machen soll.

Stuttgart (ABZ). – Wolff & Müller und das Software-Unternehmen BIMsystems wollen das Datenmanagement bei BIM-Projekten mit einer cloudbasierten Lösung effizienter machen.

Building Information Management (BIM) ist das Herzstück der Digitalisierungsstrategie bei Wolff & Müller: Alle Projektbeteiligten haben Zugriff auf ein zentrales Datenmodell mit Informationen zum gesamten Lebenszyklus des Bauwerks. Doch die Verwaltung und Organisation der hohen Menge an Daten kann für Bauunternehmen und Fachplaner zur Herausforderung werden. Dieses Problem wollen Wolff & Müller und das Software-Unternehmen BIMsystems nun lösen: Gemeinsam arbeiten die beiden Unternehmen an der cloudbasierten Lösung "mairen" von BIMsystems. Die Technologie soll das Datenmanagement bei BIM-Projekten effizienter und einfacher machen. "Jeder Partner bringt sein Know-how ein, um die Digitalisierung in der Baubranche weiter voranzutreiben: wir unsere mehrjährige Erfahrung mit BIM in der Bau- und Planungspraxis, BIMsystems das technische Software- und IT-Knowhow", sagt Vukas Pajic, Leiter des Bereichs Digitalisierung bei Wolff & Müller. "Gemeinsam arbeiten wir an praxisnahen Anwendungsfällen, um die Anforderungen von Planern und Bauunternehmen optimal zu erfüllen", ergänzt Gregor Müller, Geschäftsführer von BIMsystems.

Die Menge an Daten, die bei BIM-Projekten gepflegt, aktualisiert und bearbeitet werden muss, nimmt immer mehr zu. Besonders viel Zeit kostet es, Daten nachträglich zu bearbeiten. Das ist häufig notwendig, da die meisten BIM-Projekte als "Open-BIM"-Projekte umgesetzt werden. Architekten und Fachplaner nutzen die Software ihrer Wahl, um Modelle zu erstellen. Um ein einheitliches Datenmodell für alle Projektbeteiligten zu generieren, müssen die einzelnen Fachmodelle zunächst über ein gemeinsames Austauschformat zusammengeführt werden. Erst wenn sie dann ein einheitliches Format haben, können sie in das Modell importiert werden. Das kostet viel Zeit und erhöht die Fehlerquote. Diesen hohen Verwaltungs- und Organisationsaufwand wollen Wolff & Müller und BIMsystems mit der Lösung "mairen" minimieren.

"mairen" knüpft an zwei Lösungen an, mit denen sämtliche projektbezogene Daten bereits zu Beginn der BIM-Planung an einem zentralen und webbasierten Ort abgelegt und in einem Datenmodell zusammengeführt werden ("corma" und "waya"). Mit der Lösung "mairen" lassen sich diese Daten nun effizient verwalten. So können Anwender Datenmodelle unterschiedlicher Software und auch Informationen zu Bauteilen oder Bauprodukten aus den verschiedenen Datenbanken der Hersteller importieren und mit dem Datenmodell verknüpfen, ohne dass diese vorab nachgebaut oder über ein Austauschformat zusammengeführt werden müssen. Zusätzlich lassen sich BIM-Daten je nach Bedarf kategorisieren. So können zum Beispiel Bauteile digital sortiert und als Katalog zentral verwaltet werden. Das spart Zeit und macht den Planungs- und Bauprozess effizienter. Außer Wolff & Müller ist auch das Immobilienunternehmen Bauwens an der Entwicklung beteiligt.

Bereits seit 2008 arbeitet Wolff & Müller mit BIM. Seit Jahresbeginn 2020 wickelt das Bauunternehmen nun jedes Hochbauprojekt in der Rohbauphase mit BIM ab – wenn der Bauherr es wünscht, auch über den Rohbau hinaus. Dafür hat Wolff & Müller sogenannte BIM-Anwendungsfälle definiert und weiterentwickelt. Während der Planung hilft beispielsweise die Kollisionsprüfung mit BIM, die Arbeit der Planer zu koordinieren. In der Bauvorbereitung und -ausführung kommen weitere Anwendungsfälle hinzu. So leitet das Stuttgarter Bauunternehmen etwa die Materialmengen für die Ausschreibung und Vergabe der verschiedenen Gewerke aus dem Bauwerksdatenmodell ab, erstellt automatisierte Terminpläne und simuliert den Bauablauf. Die Methode wird auch eingesetzt, um den Soll-Ist-Zustand des Rohbaus zu kontrollieren und Mängel zu dokumentieren.

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