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ZDH fordert

Handwerk stärker berücksichtigen

Berlin (dpa). – Das Bundeswirtschaftsministerium hatte Ende Januar den Entwurf einer Richtlinie zur "Bundesförderung Serielle Sanierung" vorgelegt, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) nun kritisiert. Holger Schwannecke, Generalsekretär des ZDH erklärte: "Der vorgelegte Entwurf der Förderrichtlinie zielt in seiner gegenwärtigen Fassung zu stark auf eine serielle Sanierung durch die Industrie ab. Das Handwerk findet darin lediglich Platz als montierender Erfüllungsgehilfe der Industrie."

Das werde der Bedeutung des Handwerks für eine erfolgreiche energetische Sanierung des Gebäudebestandes nicht gerecht. Dadurch werde das Potential verschenkt, die "Bundesförderung Serielle Sanierung" zu einem erfolgreichen Technologie- und Klimaschutzförderangebot zu machen, das auch vom Handwerk positiv aufgenommen werden würde. Die im Grundsatz begrüßenswerte Förderrichtlinie müsse daher fortentwickelt und begrifflich wie auch inhaltlich überarbeitet werden. Das Handwerk sei Träger der Energiewende, treibe innovative Lösungen im Bauprozess energetisch sanierter Gebäude voran und steigere mit seinen Dienstleistungen im Bereich der Planung, Ausführung und Wartung maßgeblich den Klimaschutz im Gebäudesektor. Schwannecke: "Wer die serielle Sanierung zu einem erfolgreichen Lösungsangebot im Bausektor entwickeln möchte, muss das Handwerk daher entlang der gesamten Wertschöpfungskette einbinden."

Inhaltlich müssten hierzu insbesondere die Einrichtungen der Handwerksorganisation, wie die Innungen, Verbände, Handwerkskammern, aber auch die angeschlossenen Bildungs- und Forschungseinrichtungen in den Kreis der vorgesehenen Antragsberechtigen aufgenommen werden. Dadurch könne die Handwerksorganisation ihrer Funktion als technologischer Transmissionsriemen hin zu den Handwerksbetrieben gerecht werden.

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