Arbeitsbühnentransport

Fahrzeuge werden auftragsbezogen hergestellt

Blomenröhr
Der Kunde kann sich einen Anhänger anfertigen lassen, der genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Foto: Blomenröhr

GESEKE (ABZ). - Der westfälische Fahrzeugbauer Blomenröhr ist nach eigenen Angaben seit über 45 Jahren der zuverlässige Partner in Sachen Anhänger für den Transport von Maschinen.

Auch für den Transport von Arbeitsbühnen und Geräten mit geringer Bodenfreiheit bietet Blomenröhr Fahrzeugbau ein breites Spektrum an Anhängern und Zubehör. Gefertigt werden auflaufgebremste Anhänger bis 3,5 t Gesamtgewicht, druckluftgebremste Tandem-Tieflader und Tandem-Kipper bis 18 t Gesamtgewicht sowie Minisattel. Für den Arbeitsbühnentransport wird der auflaufgebremste Minitieflader bis 3,5t Gesamtgewicht mit besonderen Merkmalen ausgestattet. Für eine hohe Punktlast wird ein doppelter Holzboden verwendet. Damit die kleinen Bühnen ohne Probleme auf die Ladefläche gelangen, ist das Heck abgeschrägt und die Rampen sind zusätzlich verlängert. Das Streckmetall auf der Schräge und auf den Rampen gewährleistet ein sicheres Auffahren der Maschinen. Druckluftgebremste Tieflader bis 10,5 t Gesamtgewicht mit einer Durchfahrbreite von 2 m für den Transport von Maschinen mit geringer Bodenfreiheit hat das westfälische Unternehmen ebenfalls seit 30 Jahren im Programm.

Der Typ heißt AWST und hat aufgrund der niedrigen Bauhöhe und der Abschrägung im Heckbereich serienmäßig einen Auffahrwinkel von nur 12 Grad. Zusätzlich wird die hohe Punktlast in der Konstruktion des Rahmens berücksichtigt. Auch dieses Fahrzeug kann individuell mit Extras wie einer durchgehenden Ladebordwand ausgestattet werden. Im Bereich Tandem-Tieflader bis 18to Gesamtgewicht offeriert Blomenröhr Fahrzeug eine breite Palette an Ausstattungsmerkmalen, damit Bühnen problemlos verladen werden können. Oft werden Gitterroste als Bodenbelag vom Kunden in Auftrag gegeben um die Rutsch- und Standfestigkeit zu erhöhen. Bei geringer Steigungsfähigkeit der Arbeitsbühne werden die Verladerampen verlängert oder sogar geteilt und klappbar gemacht. Wenn gewünscht, können die seitlichen Bordwände durch eine Reling ersetzt werden. Das etwas "andere" Fahrzeug für den Transport von Arbeitsbühnen ist der Minisattel. Bisher sind in Deutschland im Straßenverkehr Sattelzüge bis zu 40 t Gesamtgewicht üblich. Um die Vorteile des Sattelzuges in den kleinen Gewichtsklassen zu nutzen, bietet Blomenröhr Fahrzeugbau Sattelzugvarianten mit 8,7 t Gesamtzuggewicht oder 11,9 t Gesamtzuggewicht an. Neben dem guten Fahrverhalten des Sattelzuges im Vergleich mit dem klassischen Anhänger fällt bei diesem Konzept keine Mautgebühr an und höhere Nutzlasten können realisiert werden. Das Unternehmen hat einen speziellen Typ Minisattel für den Transport von Niederflurfahrzeugen und Arbeitbühnen entwickelt. Die besondere Konstruktion des Rahmens vermeidet starke Knickpunkte in der Auffahrt. Die hohe Punktlast der Hubarbeitsbühnen wird durch die robuste Rahmenkonstruktion aus Stahl und durch die engen Querverstrebungen problemlos abgefangen. Auch der Boden ist entsprechend stark ausgelegt und mit zwei Spuren aus verzinkten Gitterrosten versehen. Die Zurrpunkte können nach Bedarf gesetzt werden und auch eine Elektrowinde als nützlicher Helfer mit Umlenkrolle im Heck kann angebaut werden. Für Arbeitsbühnen mit besonders kleinen Rädern und geringer Bodenfreiheit wird der Minisattel bzw. Tieflader mit absenkbarer Ladefläche angeboten. Mittels einer Elektropumpe werden die Achsen hydraulisch gedreht und die Ladefläche wird gesenkt. Erreicht wird eine Steigung der Ladefläche von ca. nur 4 Grad und der Rampen von ca. nur 7 Grad, heißt es.

Alle Fahrzeuge werden auftragsbezogen hergestellt. Das ist ein großer Vorteil für den Kunden. Denn der kann sich einen Anhänger anfertigen lassen, der genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Das Angebot an Zubehör ist groß. Darüber hinaus stellt sich das Unternehmen auch besonderen Anforderungen. Die Flexibilität wird dadurch erreicht, dass noch immer das komplette Produktprogramm in eigenen Werken in Deutschland hergestellt wird. Die hohe Fertigungstiefe in den beiden Werken in Geseke (Nordrhein-Westfalen) und Egeln (Sachsen-Anhalt) garantiert eben auch die gute Qualität in der Verarbeitung der Fahrzeuge, so das Unternehmen. In beiden Werken arbeiten ausschließlich Fachkräfte.

Neben der guten Verarbeitung setzt Blomenröhr auf den Einsatz von Stahlprodukten, die in der Auslegung eher überdimensioniert sind. So kommen immer noch die klassischen Produkte wie Formstahl, Stahlbau-Hohlprofile und Rechteckrohr zum Einsatz. "Beim Verladen und beim Transport der Maschinen wirken Kräfte, die nicht immer vorhersehbar sind. Das ist ganz anders als im Speditionsgewerbe. Wir haben aufgrund unserer Erfahrung Fahrzeuge entwickelt, die über einen langen Zeitraum verlässliche Partner für den Transport von Maschinen sind. Erst letzte Woche wollte ein Kunde eine Achse als Ersatzteil für einen Anhänger Baujahr 1968 haben!", berichtet der Geschäftsführer Joachim Wenzel, der Schwiegersohn des Firmengründers. Zu dieser Philosophie passt auch die Art der Verarbeitung der Stahlprodukte – alles wird MAG verschweißt. Neben der Flexibilität in der Fertigung und dem Einsatz von verlässlichen Werkstoffen setzt das Familienunternehmen auf den Einsatz von zuverlässigen Komponenten von Markenherstellern. Mit vielen Lieferanten verbindet das Unternehmen eine lange Partnerschaft, die eingesetzten Produkte sind erprobt und eine gute Ersatzteilversorgung ist gewährleistet. "Klasse statt Masse" ist die Devise im Hause Blomenröhr und das wird erfolgreich in die Praxis umgesetzt, so das Unternehmen. Im Jahr 2008 wurden 480 Einheiten mit 57 Mitarbeitern gefertigt. Auch im Jahr 2009 ist die Produktion bislang gut ausgelastet.

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