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Baugewerbe

Rückkehr zum Meister ist überfällig

Berlin (ABZ). – Im Rahmen einer Öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie befasste sich der Deutsche Bundestag in dieser Woche mit der Wiedereinführung der Meisterpflicht. Aus Sicht des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) sei die Rückkehr zum Meister in einzelnen Gewerken, gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel, überfällig. "Die Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2004 hat in den Bauberufen, die aus der Anlage A gestrichen wurden, zu dramatischen Fehlentwicklungen geführt", erklärte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Nicht nur die Ausbildungsleistung habe sich drastisch verringert, auch die Zahl der Meisterprüfungen sei erheblich zurückgegangen.

"Ohne Meisterbetriebe gibt es aber keine Ausbildung – mit fatalen Folgen für die Fachkräftesicherung. Um das System der dualen Ausbildung nicht nachhaltig zu beschädigen, muss jetzt dringend die Wiedereinführung des Meisterbriefs kommen! Der Meisterbrief ist darüber hinaus ein verlässliches Gütesiegel und ist zumindest in den Bauberufen schon aus Verbraucherschutzgründen geboten." Der ZDB appellierte daher an die Abgeordneten des Wirtschaftsausschusses, den Anträgen zur Wiedereinführung des verpflichtenden Meisterbriefs in einzelnen Handwerken zu folgen. Pakleppa: "Wir setzen uns dafür ein, die Meisterpflicht im Fliesenleger-, Estrichleger-, Betonsteinhersteller- und Parkettlegerhandwerk wieder einzuführen, um die Verwerfungen, die die Abschaffung der Meisterpflicht 2004 verursacht hat, zu beseitigen."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 26/2019.

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