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BIM Summer School

Über den Sommer vertiefen Studierende ihr Wissen

In diesem Jahr nehmen 18 Studierende an der BIM Summer School teil. Sie studieren an Hochschulen in Deutschland und Österreich. Derzeit läuft, nach Abschluss der Präsenzphase, die Projektphase.

Wuppertal (ABZ). – Im zweiten Jahr in Folge ist vor Kurzem der Startschuss für die BIM Summer School gefallen. Die von der Bergischen Universität Wuppertal und der List Gruppe ins Leben gerufene, kostenlose Bildungsinitiative bietet Masterstudierenden aus den Bereichen Bau und Architektur die Möglichkeit, sich im Bereich BIM weiterzubilden.

In diesem Jahr nehmen 18 Studierende aus Deutschland und Österreich an dem Programm teil. Gestartet ist die Weiterbildung mit einer Vorlesungswoche in der Uni Wuppertal, in der die Teilnehmenden alle Facetten der Methode BIM kennenlernen konnten.

"Auch in diesem Jahr sind wieder viele motivierte Studierende dabei, die sich in ihren Semesterferien die Zeit nehmen, ihr Wissen zu erweitern und aus der Praxis zu lernen", so Anica Meins-Becker, Leiterin der Arbeitsgruppe. "Das freut uns und zeigt, dass eine solche Möglichkeit bisher gefehlt hat." Kai Brandt, Geschäftsführer von List Digital und Referent bei der BIM Summer School, ergänzt: "In der Praxis werden Fachkräfte mit den nötigen Kenntnissen im Bereich BIM händeringend gesucht. Mit dem Wissen, das die Teilnehmenden aus der Präsenzphase mitnehmen und in der anschließenden Praxisphase anwenden, schaffen sie eine gute Basis für ihr späteres Berufsleben."

In der ersten Woche haben Experten aus Wissenschaft und Praxis den Studierenden Wissenswertes darüber vermittelt, wie sie BIM über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie einsetzen. Zudem waren sechs Teilnehmende aus dem vergangenen Jahr zu Gast, um von ihren Erfahrungen bei der BIM Summer School zu berichten. Nach den Vorlesungen werden die Studierenden in Teams an einem Praxisprojekt arbeiten. "Im Rahmen eines Forschungsprojektes für Auszubildende im Bauhandwerk entwickeln die Studierenden vier Pavillons", erläutert Agnes Kelm, Leiterin des BIMlab der Bergischen Universität Wuppertal. Dafür haben sie den Mirker Bahnhof in Wuppertal besucht, um mithilfe von Laserscans ein digitales Aufmaß des Geländes zu erstellen.

Bei dem Projekt sollen die Studierenden mit nachhaltigen oder recycelten Baustoffen planen, und die Gesamtkosten der Erstellung sollen sich auf nicht mehr als 40 000 Euro belaufen. Die Pavillons müssen so gebaut sein, dass sie keiner Baugenehmigung bedürfen. "Das sind eine Menge Anforderungen, die beachtet werden müssen, aber nur so schaffen wir eine Situation, die relativ nah an der Realität liegt", so Kelm.

"Die Teilnehmenden haben so die Chance, den Großteil eines Projektprozesses mit BIM zu durchleben." Während der Präsenzwoche hat sich die Gruppe um Barbara Chan von der Hochschule Darmstadt schon Gedanken gemacht, wie ihr Pavillon aussehen könnte: "Wir haben zwar noch keinen fertigen Entwurf, aber schon unsere Ideen ausgetauscht. Unsere Gruppe harmoniert gut, und jeder hat seine Stärken. Deswegen glaube ich, dass wir uns schnell einigen werden", so die Studentin.

In den nächsten Wochen haben die Studierenden nun Zeit, in Gruppen ihre eigene Lösung für das Projekt zu erstellen. Zum Abschluss stellen die einzelnen Gruppen ihre Entwürfe einer Jury vor, die später das Siegerteam mit dem BIM-Summer-School-Award auszeichnet und ein Preisgeld verleiht.

Den Veranstaltern zufolge sei die Präsenzphase gut verlaufen und es habe viel positives Feedback gegeben. "Wir haben in dieser einen Woche extrem viel gelernt, was auf den Grundlagen des bisherigen Studiums aufbaut", resümierte Gabriel Gladis von der HAWK Hildesheim. "Die Dozenten haben sich viel Zeit für unsere Fragen genommen, was in anderen Vorlesungen manchmal zu kurz kommt. So konnte ich viel aus der Präsenzwoche mitnehmen und fühle mich für die Zukunft besser gewappnet." Auch Barbara Chan zog eine positive Bilanz. "BIM ist aus meiner Sicht die Zukunft, aber ich wollte durch diese Woche auch herausfinden, ob BIM ein Gebiet für mich sein kann. Das wurde mir hier absolut bestätigt", erklärte sie. Besonders die gemischten Teams aus den Bereichen Architektur und Bauwesen sowie alles, was die Teilnehmenden der Summer School rund um das Visualisieren gelernt haben, haben ihr sehr gefallen.

Weitere Informationen zur BIM Summer School finden Interessierte unter www.bim-summerschool.de.

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