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DACH+HOLZ International

Auf der Messe Auszubildende gewinnen

Das Nationalteam der Zimmerer trainiert live auf der Messe.

Stuttgart (ABZ). – Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Arbeitssicherheit stehen bei der DACH+HOLZ International vom 28. bis 31. Januar 2020 in Stuttgart im Fokus. Gemeinsam mit den Trägerverbänden stellt die GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH vorab einige Bereiche der kommenden Messe vor. "Zusammen mit unseren Trägerverbänden bieten wir hier eine Anlaufstelle für alle Handwerksbetriebe aus der Zimmerer- und Dachdeckerbranche und für die Fachkräfte von morgen", sagt Dieter Dohr vom Messeveranstalter GHM. Rund 600 Aussteller präsentieren Produktneuheiten und Lösungen sowie Best-Practice-Beispiele. Auch junge Menschen sollen auf der DACH+HOLZ begeistert werden. Die Messe sei Veranstalterangaben zufolge ein guter Ort, um Schüler und junge Erwachsene von einer Karriere im Zimmerer-, Dachdecker-, und Klempnerhandwerk zu überzeugen. Gleichzeitig könne demonstriert werden wie modern, digital, fortschrittlich und attraktiv die Gewerke und ihre Unternehmen seien. Die Präsidenten der beiden Verbände, Dirk Bollwerk und Peter Aicher berichten, bei den Zimmerern und den Dachdeckern hätte sich die Zahl der Beschäftigten verbessert. Auch bei der Zahl der Auszubildenden erkennen sie einen positiven Trend. Trotzdem könnten viele Ausbildungsstellen nicht besetzt werden, da es zu wenige Bewerber gebe, so die beiden Präsidenten. Bollwerk zufolge nennen rund 70 Prozent der Betriebe den Nachwuchs- und Fachkräftemangel als eines der dringlichsten Probleme. Aicher betont: "Aufgrund der angespannten Arbeitsmarktlage spricht man schon seit einiger Zeit davon, dass sich im Ausbildungsmarkt heute die Bewerber für die Ausbildungsunternehmen entscheiden und nicht umgekehrt." Das bestätigt Trendforscher Prof. Peter Wippermann. "Unternehmen müssen zur Marke werden, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren", sagt er. Das "Employer Branding" sei entscheidend für Unternehmen, um als Arbeitgeber attraktiv für neue und bestehende Mitarbeiter zu sein. Um Nachwuchskräfte zu erreichen, sei es vor allem wichtig, die Social-Media-Kanäle zu pflegen und sich dort als attraktiver und moderner Arbeitgeber zu präsentieren. "Wer sich digital nicht präsentiert, existiert nicht", so Wippermann. "Denn die soziale Kommunikation läuft heutzutage über Smartphones. Unternehmen können Jugendliche zum Beispiel mit Videos für den Beruf begeistern. Und falls ein Unternehmen innovative Hilfsmittel wie Drohnen einsetzt, ist es absolut sinnvoll, das auch zu zeigen", sagt er.

"Ich probiere gerne Neues aus, denn die Kommunikation über Social-Media-Kanäle kostet nichts und es gibt kein richtig oder falsch", sagt Jonas Schmitt, Dachdecker- und Klempnermeister und Mitglied bei "Zukunft Dachdecker". Als Jugendbotschafter für das Deutsche Dachdeckerhandwerk wirbt er auf der DACH+HOLZ International für seinen Beruf. Auch Maximilian Merk, Zimmerergeselle und Mitglied des Sprecherteams von "Junge Holzbauunternehmer" von Holzbau Deutschland, findet, dass Jugendliche und junge Erwachsene durch neue Medien gut zu erreichen sind. "Man kann sich als Betrieb neu positionieren und seine Leistungen stärker vermarkten", sagte er.

Auf der DACH+HOLZ geht es in Stuttgart neben der Gewinnung von Nachwuchskräften auch um die Branchen-Digitalisierung. Dazu erarbeitete das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk auf der Sonderschau "Innovationspfad digitales Bauen" einen digitalen Leitbetrieb, der vor allem kleineren Unternehmen den digitalen Einstieg erleichtern soll. Veranstalterangaben zufolge präsentiere auch die BG BAU Neues zum Thema "Mit Sicherheit in die Zukunft". Besucher könnten mithilfe einer VR-Brille in die Welt des Arbeitsschutzes eintauchen und gefährliche Situationen auf Baustellen erleben. Infos unter www.dach-holz.com.

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