Elon Musks Bohr-Wettbewerb

Studierende bauen Tunnelbohrmaschine

Garching (ABZ). – Hunderte Studierende, fünf Teams und ein Ziel: der Bau der schnellsten Tunnelbohrmaschine der Welt. Anfang April fand der internationale Wettbewerb "Not-a-Boring-Competition" des Unternehmers Elon Musk in den USA statt.
Zeppelin Rental Erdbau und Grundbau
Die schnellste Tunnelbohrmaschine der Welt bauten Studierende der Technischen Universität München. Zeppelin Rental unterstützte das Team bei den Vorbereitungen für den Wettbewerb "Not-a-Boring-Competition" des Unternehmers Elon Musk. Der erfahrene Vermiet- und Baulogistikdienstleister lieferte dazu unter anderem modulare Raumsysteme, Stromerzeuger, Flutlichtanlagen, Metallbauzäune und Baumaschinen. Foto: actionpress/Alexander von Spreti

Mit einer maximalen Bohrgeschwindigkeit von 7 mm/s überzeugte das Team von TUM Boring mit seinem selbstgebauten Prototyp. Zeppelin Rental war auch in diesem Jahr wieder ein starker Partner an der Seite der Studierenden der Technischen Universität München.

Bereits zum zweiten Mal förderte Zeppelin Rental eine Projektgruppe bei der Teilnahme an der "Not-a-Boring-Competition", der von Musks "The Boring Company" ausgerichtet wird. Bei der ersten Auflage im Jahr 2021 gewann ebenfalls ein Team der Technischen Universität München. Das übergeordnete Ziel des Wettkampfs ist, die Mobilität der Zukunft zu verändern und mehr Verkehr in den Untergrund zu verlegen. Doch der Tunnelbau ist noch immer sehr kostspielig. Mit der Entwicklung von innovativen und schnellen Bohrmaschinen sollen diese Kosten künftig gesenkt und mehr Tunnel errichtet werden.

Vorbereitungen laufen seit vergangenem Jahr

Seit März 2022 bereitete sich die zweite Generation von TUM Boring für den diesjährigen Wettbewerb vor. Als erfahrener Vermiet- und Baulogistikdienstleister lieferte Zeppelin Rental für die mehrmonatige Konstruktion- und Testphase unter anderem modulare Raumsysteme, Stromerzeuger, Flutlichtanlagen, Metallbauzäune und Baumaschinen. Außerdem stand Zeppelin Rental dem jungen Team mit praktischen Tipps und hilfreichen Kontakten zur Seite. Insgesamt 24 Studierende aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen gehörten der Projektgruppe an. "Die erneute Unterstützung von Zeppelin Rental war für uns essenziell. Vor allem bei den Bauarbeiten und den späteren Tests auf dem Campusgelände war das Mietequipment enorm wichtig", sagt das Team von TUM Boring.

Die Bohrmaschine von TUM Boring wiegt insgesamt 22 t und wurde in einem 40-Fuß-Container verbaut. Darin sind auch die entscheidenden Komponenten wie Bohrkopf, Rohre und Vorschubsystem installiert. Von außen ähnelt die weiterentwickelte Tunnelbohrmaschine dem Modell des früheren Gewinner-Teams stark. Aber die Technik dahinter änderte sich grundlegend. "Wir verwenden zum Beispiel keine Stahlrohre mehr, sondern flexible Kunststoffrohre für den Aushub", erklärt das Team nur einen der zahlreichen Unterschiede. "Allein der Cutterhead wiegt über 1,2 t. Nur mit Hilfe des Radladers CAT 906M konnten wir den Bohrkopf überhaupt bewegen", nennt das Team einen Einsatzbereich der Mietmaschine. Aber auch für den Transport der 6 und 12 m langen Rohrsegmente erwies sich der Radlader als nützlich. Mit dem Mobilbagger CAT M318 wurden unter anderem Erdarbeiten erledigt, um schon bei den Testdurchläufen auf dem Campus geologische Bedingung zu schaffen, die den Gegebenheiten am Wettbewerbsort im US-Bundesstaat Texas ähnelten.

Ausreichend Energie bereitgestellt

Kein Strom, keine Tests: Die mobilen Stromerzeuger von Zeppelin Rental versorgten die Tunnelbohrmaschine sowie die Akku-Werkzeuge während der Vorbereitungsphase mit ausreichend Energie. Die Flutlichtanlagen hingegen ermöglichten ein Arbeiten bei Dunkelheit. "Wir waren täglich mehrere Stunden an der Bohrmaschine. Oft bis spät in die Nacht hinein", sagt das Team. "Ohne die Flutlichtanlagen hätten wir nicht so lange arbeiten und damit nicht unseren straffen Zeitplan einhalten können." Und auch die modularen Raumsysteme von Zeppelin Rental dienten als Lagerfläche und überdachte Werkstatt.

Wie bereits beim vorherigen Wettkampf sollte die Tunnelbohrmaschine einen 30 m langen und einen halben Meter breiten Tunnel graben. Neu war in diesem Jahr, dass die Bohrung von der Oberfläche aus gestartet wurde. Durch das Schwenken der Maschine grub sich der Fräskopf in den Untergrund und bohrte eine Kurve in das Erdreich. Im Durchschnitt erreichte der Prototyp eine Bohrgeschwindigkeit von 3,1 mm/s. So kann die Bohrmaschine in nur einer Stunde einen knapp 12 m langen Tunnel graben.

"Wir gratulieren dem Team von TUM Boring zu dem erneuten Sieg und die beeindruckende Team-Leistung", sagt Markus Blenk, Mietstationsleiter bei Zeppelin Rental am Standort Heimstetten. "Die innovative Idee, die Zielstrebigkeit und der ausgeprägte Unternehmergeist der Studierenden hat uns auch in diesem Jahr wieder begeistert und uns dazu bewegt, die Projektgruppe mit unserem Mietequipment und Netzwerk umfangreich zu unterstützen", sagt Blenk.

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