Fertigpfahl-Projekt

Gründungen unter Kosten- und Zeitdruck

Hamburg (ABZ). – Die Aarsleff Spezialtiefbau GmbH ist das Dach für vier Unternehmen mit unterschiedlichen Kompetenzen für Gründungsprojekte. Neidhardt Grundbau GmbH, STB Wöltjen GmbH, Ponel Bau GmbH sowie Aarsleff Grundbau GmbH bilden eine Gruppe mit neun Standorten in Deutschland.
Aarsleff Spezialtiefbau
Drohnenaufnahme der Baustelle für eine neue Lagerhalle. Foto: Aarsleff

Ankersysteme, Baugruben, Gründungen mit unterschiedlichen Pfahlsystemen und nicht zuletzt das CPS-Fertigpfahlsystem decken die ganze Bandbreite moderner Gründungslösungen ab. Der Centrum Fertigpfahl, gefertigt im süddeutschen Pfahlwerk der Gruppe, ist ein Stahlbetonfertigpfahl der nach DIN EN 12694 hergestellt und nach DIN EN 12699 eingebracht wird. Besonders das hohe und gleichmäßige Qualitätsniveau zeichnet den Pfahl nach Aussage des Herstellers aus.

Seit der Frühgeschichte der Menschheit wurden Holzpfähle als Tiefgründungssystem für Bauten verwendet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galten die ersten vorgefertigten Betonpfähle noch als Pionierlösungen. Mittlerweile hat sich dieser Rammpfahl aus Beton etabliert.

Wurden früher die Pfähle zum Teil unter meist schwierigen Bedingungen vor Ort hergestellt, werden die Stahlbetonfertigpfähle von Aarsleff Spezialtiefbau seit einiger Zeit im konzerneigenen Pfahlwerk in Germaringen weitestgehend automatisiert nach DIN EN 12694, DIN EN 1992 sowie DIN 1045-1 gefertigt. Ein Vorteil dieses System: Es kann nahezu in allen Baugrundsituationen zur Anwendung kommen.

"Durch den Einsatz von modernen, hydraulisch betriebenen Rammgeräten sind Leistung, Qualität und Umweltverträglichkeit im Vergleich zu anderen Pfahlsystemen sehr hoch", erklärt Thomas Garbers, Leiter der Bautechnik des Unternehmens, das System. Das Premiumprodukt der Aarsleff Spezialtiefbau GmbH stehe nicht nur für zertifizierte Qualität, es zeichne sich vor allem durch eine vollständige Systemtransparenz aus.

Durch die automatische Herstellung in ausschließlich auf die Centrum Fertigpfähle spezialisierten eigenen Produktionsstätten, dem effektiven Einbau mit der automatischen Erfassung der Pfahleinbringung ist laut Hersteller eine lückenlose Dokumentation gewährleistet.

Ein anspruchsvolles Projekt erwartete Aarsleff Grundbau in Lampertswalde. Nördlich von Dresden wurde das Unternehmen zur Gründung eines neuen Hochregallagers (HRL) der Kronospan GmbH beauftragt. Das neue Lager sollte mit einer punktgestützten Bodenplatte auf etwa 900 Stahlbetonfertigpfählen des Systems Centrum errichtet werden. Die Pfähle wurden mit Kantenlängen von 40 cm ausgeführt. Aufgrund der hohen Setzungsanforderungen für das Hochregallager wurde in enger Abstimmung mit Planern und Baugrundgutachtern entschieden, die Pfähle in etwa 23 m Tiefe im Felszersatz abzusetzen.

Um hinsichtlich Planung und Bauzeit optimal vorbereitet zu sein, wurde ein vorgezogenes Probefeld mit statischen und dynamischen Probebelastungen sowie rammbegleitenden Schwingungsmessungen in den direkt angrenzenden Produktionsgebäuden ausgeführt. Die Durchörterung einer bereichsweise vorhandenen sehr dicht gelagerten Kiesschicht in etwa 15 m Tiefe wurde dabei mit Unterstützung durch die STB Wöltjen GmbH realisiert.

Die erforderlichen Räumungsbohrungen wurden mit einem zusätzlichen Bohrgerät ausgeführt. Zum Rammen der Pfähle kamen zwei hydraulische Rammgeräte JUNTTAN PMx28 mit jeweils 9 t Fallgewicht zum Einsatz. Die Pfahllieferungen erfolgten aus dem Pfahlwerk in Kutno/Polen sowie teilweise aus Germaringen. Björn Adam, Vertriebsleiter Ost von Aarsleff Grundbau erklärt: "Die Wirtschaftlichkeit, die hohe Einbaugeschwindigkeit sowie die sofortige Überbaubarkeit der Pfähle stellen auch bei diesem Projekt wesentliche Vorteile des Systems dar."

Trotz der zahlreichen Vorteile des Centrum Fertigpfahlsystems gibt es in einigen Regionen noch ungenutzte Potenziale. Peter Wardinghus, technischer Geschäftsführer der Aarsleff Spezialtiefbau GmbH ist sich sicher: "Jeder, der einmal mit einem Centrum Fertigpfahl gegründet hat, wird sofort zum Fan. Zum Beispiel bei sehr weichen Böden und wo eine Bodenförderung zu meiden ist."

Aber das ist nicht der einzige Vorteil, mit dem die Aarsleff Gruppe nach eigener Aussage überzeugt. "Durch unsere Zugehörigkeit zu einem globalen Konzern profitieren Kunden nicht nur von einem breiten Leistungsspektrum." so Tim Neidhardt, kaufmännischer Geschäftsführer, "Wie in Lampertswalde praktiziert, können wir jederzeit auch auf erfahrene Ressourcen aus Dänemark, Schweden, Polen und Großbritannien zurückgreifen und Kunden so Sicherheit für alle Projektgrößen bieten."

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