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Abwasserrohre in anspruchsvollem Untergrund verlegt

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Rd. 2,5 km der braunen HS-Abwasserohre DN/OD 160–400 der Funke Kunststoffe GmbH werden im Neubaugebiet "Sandäcker" verlegt. Foto: Funke Kunststoffe

Veitshöchheim (ABZ). – Das Baugebiet "Sandäcker" in der unterfränkischen Gemeinde Veitshöchheim macht seinem Namen alle Ehre. So setzt den Bauarbeitern, die im Sommer vergangenen Jahres das Gebiet für die Wohnbebauung erschließen, nicht nur die Hitze zu. Hinzu kommt der sandige Boden, der in vielen Bereichen auch noch mit Felsgestein (Bodenklasse 5–6) durchzogen ist. Hier verlegt die Konrad Bau GmbH & Co. KG aus Lauda-Königshofen im Auftrag des Erschließungsträgers KFB Baumanagement GmbH und in Kooperation mit der Gemeinde Veitshöchheim rd. 2,5 km HS-Abwasserohre DN/OD 160 - 400, SN 16, der Funke Kunststoffe GmbH. Von dem westfälischen Unternehmen aus Hamm stammen auch die HS-Abzweige und Bögen sowie Fabekun-Sattelstücke für die Betonrohre DN 500, die zusätzlich auf einer Länge von 400 m verlegt werden. Der Erschließungsaufwand ist groß – entsprechend lange dauert die 8,85 Mio. Euro teure Maßnahme von Juni 2018 bis Ende 2019. Der anspruchsvolle Untergrund ist aber nur ein Grund für die verhältnismäßig lange Dauer.

Geprägt wird das Baugebiet vor den Toren Würzburgs durch eine öffentliche zentrale Grünfläche, auf der Spielplätze, Biotope und eine Streuobstwiese entstehen. Damit die Erholungssuchenden nicht von Lärm gestört werden, entsteht entlang der angrenzenden, vielbefahrenen Straße "Am Geisberg" eine rd. 800 m lange aufwändige Lärmschutzwand. Doch bevor es soweit ist, werden auf dem rd. 14 ha großen Gebiet mit einer Nettobaufläche von 7,8 ha noch 7700 m² Straßen und 3300 m² Radwege asphaltiert sowie fast 12.000 m² gepflastert. Und es müssen 27.000 m³ Erde bewegt werden, um unter anderem Platz für die HS-Rohre in Längen von 1,5 und 3 m zu schaffen, die in einer Tiefe von 2 bis 4 m verlegt werden. Die Wahl fiel auf die Funke-Kunststoffrohre, da sie sich durch eine sehr gute Stabilität, hohe Sicherheit und einfache Verlegung auszeichnen. Dabei werden die Rohre mittels Doppelmuffen mit innenliegendem Steg verbunden. "Die einfache Handhabung kommt uns bei der extremen Hitze entgegen", so Roman Arnold, Polier bei Konrad Bau.

Für das Tiefbauamt der Gemeinde Veitshöchheim sind die HS-Rohre nicht neu: Auf verschiedenen Baustellen hat das Amt während der letzten vier Jahre positive Erfahrungen mit dem Produkt sammeln können. Mitentscheidend sei zudem das breite Portfolio. "Der Hersteller hat sich als Problemlöser hervorgetan und ist in der Lage, flexibel auf unterschiedliche Anforderungen zu reagieren", erklärt Joachim Keßler vom Tiefbauamt in Veitshöchheim.

Zum Portfolio auf der Baustelle Sandäcker zählen HS-Abzweige und Fabekun-Sattelstücke DN/OD 160 und 200. Mit integriertem Kugelgelenk dienen letztere zum Anschluss der Hausanschlussleitungen an die Betonrohre DN 500. "Mit der dreidimensionalen Dichtung passt sich das Sattelstück dem Innenrohrradius des Betonrohres optimal an", erklärt Funke-Fachberater Heiko Hendlich die Funktionsweise. Und das integrierte Kugelgelenk ermögliche zudem das Abwinkeln der angeschlossenen Rohrverbindung in einem Bereich von 0° bis 13° und gleiche so das unterschiedliche Setzungsverhalten des Anschlussrohres aus. "Gerade bei Hausanschlüssen für Schmutzwasserleitungen kann der Kunststoff seine Vorteile ausspielen, da wir hier nicht so viele Fehlermöglichkeiten haben wie häufig bei anderen Materialien", so Robert Hammerand, zuständiger Projektleiter bei der KFB Baumanagement GmbH in Reuth b. Erbendorf.

Ende 2019 soll die Erschließung des Gebietes mit 173 Bauplätzen – rd. 40 % davon werden von der Gemeinde vermarktet – abgeschlossen sein. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 werden die ersten von rd. 260 geplanten Wohneinheiten entstehen. Der Kaufpreis liegt bei 465 Euro pro m² inkl. Erschließungskosten. Die Nachfrage nach den Grundstücken ist immens, so die Auskunft des Bürgermeisters von Veitshöchheim Jürgen Götz.

Funke stellt auf der RO-KA-TECH in Halle H11 am Stamd B11 aus.

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