Hersteller von Vierwegestaplern

Combilift eröffnet neue Firmenzentrale in Irland

von:

Robert Bachmann

Combi-Lift Gabelstapler
Das neue Headquarter sowie Werk von Combilift in Monaghan, Irland. Mit nur einer Handvoll Mitarbeitern hatten McVicar und der technische Direktor Robert Moffett Combilift 1998 gegründet. Fotos: Bachmann

Monaghan/Irland . – Großer Bahnhof bei Combilift: Zusammen mit rd. 400 Gästen feierte der Gabelstapler-Hersteller kürzlich die Eröffnung seiner neuen Unternehmenszentrale in Monaghan, Irland. Nicht nur zahlreiche internationale Kunden und Fachpressevertreter waren zur Einweihung angereist, auch hochrangige Politikvertreter wie der irische Premierminister gratulierten zu der 50 Mio.-Euro-Investition, mit der das Unternehmen seine Produktionskapazitäten langfristig verdoppeln möchte. Mit nicht mehr als einer 2D-Zeichnung in der Hand habe er vor rd. 20 Jahren seinen ersten Gabelstapler verkauft, erinnert sich Combilift-Geschäftsführer Martin McVicar in seiner Ansprache zur offiziellen Eröffnung des neuen Stammwerks an die Anfänge des Unternehmens. Damit sprach er neben den Mitarbeitern v. a. den zahlreich zur Einweihung erschienenen Kunden seinen besonderen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen in den vergangenen zwei Jahrzehnten aus. Denn: "Ohne Kunden hätten wir kein Geschäft", betonte McVicar. Die Entwicklung des Unternehmens ist in der Tat beachtlich: Mit nur einer Handvoll Mitarbeitern hatten McVicar und der technische Direktor Robert Moffett Combilift 1998 gegründet.

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Combi-Lift Gabelstapler
Neben Geschäftsführer Martin McVicar (m.) waren auch der irische Premierminister Leo Varadkar (r.), die Wirtschaftsministerin des Landes, Heather Humphreys (2. v. r.), und Julia Sinnamon (l.), CEO der Regierungsorganisation Enterprise Ireland, zur Eröffnung gekommen.

Ausgangspunkt war die Entwicklung des ersten durch Verbrennungsmotor angetriebenen Vierwegestaplers, also eines Gabelstaplers, der sowohl vor und zurück als auch seitlich bewegt werden kann und damit auch auf sehr engem Raum rangieren kann. Insgesamt 18 Einheiten wurden davon im ersten Geschäftsjahr hergestellt. Mittlerweile arbeiten etwa 550 Menschen in dem Unternehmen, das seine seitdem stark angewachsene Produktrange mit einer Exportquote von 98 % in 85 Länder verkauft. 40.000 Einheiten der sog. multidirektionalen Stapler-Lösungen wurden nach Angaben des Unternehmens inzwischen produziert. Allein in den vergangenen fünf Jahren habe sich die Größe des Unternehmens verdoppelt. Der Umsatz lag laut McVicar im Geschäftsjahr 2017 bei 230 Mio. Euro.Um dem Wachstum des Unternehmens und der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, entschieden McVicar und Moffett vor etwa drei Jahren, zu expandieren und erwarben ein rd. 40 ha großes Gelände in Monaghan nahe der Grenze zu Nordirland. Mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren errichteten sie dort die neue Zentrale des Unternehmens. Auf einer Fläche von 46 500 m² soll die neue Fertigungsstätte Combilift ermöglichen, seine Produktionskapazitäten langfristig zu verdoppeln. Aktuell produziert das Unternehmen etwa 5000 Maschinen im Jahr, das Potenzial des neuen Werks liegt nach Aussage von McVicar bei 10.000 Einheiten. Dafür sollen über die nächsten drei Jahre 200 neue Mitarbeiter eingestellt werden, wie McVicar erklärte.

Combi-Lift Gabelstapler
Combilift bietet mittlerweile mehr als 30 Produkte von klein bis ganz groß.

Das neue Werk gilt als zweitgrößte Produktion des Landes unter einem Dach. Herzstück ist eine große Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die genau im Zentrum des winkelförmig angelegten Baus liegt und damit optimal an die verschiedenen Produktionsbereiche angebunden ist. Hier werden die speziellen Produktlösungen entwickelt, für die das Unternehmen bekannt ist."Im Grunde verkaufen wir keine Maschinen, sondern Raum", fasst es McVicar zusammen. Jedes Produkt des Herstellers ist auf den Zweck hin konstruiert, auch sperrige Lasten auf engstem Raum bewegen zu können. Neben dem ursprünglich entwickelten Vierwegestapler für lange Güter umfasst das Angebot mittlerweile 30 verschiedene Produkte wie den sog. Aisle-Master, einen knickgelenkten Stapler für besonders enge Gangbreiten oder auch den Straddle-Carrier Combi-SC, einen Portalhubwagen für den Transport besonders großer Lasten wie ISO-Container. Aktuell im Fokus steht eine neue Modellreihe handgeführter Gabelhubwägen, mit denen das Unternehmen v. a. auf den derzeit wachsenden Do-It-Yourself-Markt abzielt. Zusätzlich bietet Combilift seinen Kunden einen kostenlosen Layout-Service für Logistik- und Lagerhallen inkl. Materialflussanalyse an.

Combi-Lift Gabelstapler
Die Produktion läuft bereits auf Hochtouren. Langfristig will Combilift seine Produktionskapazitäten mit dem neuen Werk verdoppeln.

Combilift versteht seine Produkte als ideale Ergänzung zu den klassischen Staplerlösungen am Markt. Ein Nischenmarkt also, der nach spezialisierten Sonderbauten verlangt. Der Dialog mit den Kunden sei daher fester Bestandteil der Firmenphilosophie, betont McVicar: "Combilift investiert 7 % des jährlichen Umsatzes in Forschung und Entwicklung, damit wir den höchsten Grad von Individualisierung anbieten können." Entsprechend hoch ist damit auch die Varianz der im Werk herzustellenden Maschinen. Kaum eine Maschine, die exakt der anderen gleicht, was auch den eher geringen Grad an Automatisierung in der neuen Fertigungsstätte erklärt, in der sowohl bei der Metallverarbeitung als auch in der Montage noch überwiegend Handarbeit gefragt ist. "Mass Customisation" nennt McVicar diesen Ansatz der Massenproduktion maßgeschneiderter Produkte. Sichtlich beeindruckt von dem neuen Werk zeigten sich auch die hochkarätigen Politikvertreter, die eigens zur Eröffnung angereist waren, allen voran der irische Premierminister Leo Varadkar und die Wirtschaftsministerin des Landes, Heather Humphreys. Zusammen mit Julia Sinnamon, CEO der Regierungsorganisation Enterprise Ireland, sprachen sie dem Unternehmen ihre Glückwünsche sowie ihren Dank aus. Combilift sei ein Vorzeigeunternehmen für die irische Wirtschaft und das neue Werk sowie die damit verbundenen Arbeitsplätze seien ein sehr erfreuliches Bekenntnis zum Standort und ein positives Signal für die Menschen im ländlich geprägten Norden Irlands.

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