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Hoferweiterung

Patentierte Bauart erlaubt komplett leim- und metallfreies Bauen

Innerhalb von sieben Monaten entstanden nunmehr neue, ineinander verschachtelt wirkende Chalets, die oberhalb der eigentlichen Ortschaft fast schon ein kleines, eigenes Dorf bilden.

Gsiesertal/Südtirol/Italien (ABZ). – "Von Beginn an war für uns klar, dass wir die Erweiterung unseres Hofes in reiner Holzbauweise durchführen möchten. Schließlich hatten wir das beste Material dafür sozusagen direkt vor der Haustür", erzählt Iris Steger, die gemeinsam mit ihrem Mann Martin den Blasla Hof im Südtiroler Gsiesertal betreibt und Ferienunterkünfte vermietet. Innerhalb von sieben Monaten entstanden nunmehr neue, ineinander verschachtelt wirkende Chalets, die oberhalb der eigentlichen Ortschaft fast schon ein kleines, eigenes Dorf bilden. 'Am sunnigsten Platzl inmitten würziger Wiesen und Wälder', wie es auf der Blasla Hof-Website heißt. "Auch wenn wir für unsere Gäste zugebaut haben, so übernachten wir gemeinsam mit unseren Söhnen Vinzenz und Paul gelegentlich in den Gästehäusern und Appartements, um mitzuerleben wie sich die Gäste fühlen und die ursprüngliche Mensch-Natur-Harmonie nachzuempfinden", schildert die Gastgeberin. Den beiden Hofbesitzern und Ferienwohnungsbetreibern war eine gesunde Bauweise mit einer Baukonstruktion ganz ohne Leim und Metall wichtig. Iris Steger: "holzius kannten wir aus Zeitungsberichten und wir haben dann auch einen Vortrag von ihnen besucht. Dabei überzeugte uns ganz stark ihre leimfreie Konstruktion der Vollholzelemente."

Das spezielle holzius Holzbausystem besteht nach Herstellerangaben aus mehreren Lagen, wobei eine Gratleiste mit Kanten in Schwalbenschwanzform den Kern der patentierten Bauart bildet. Dadurch sei leim- und metallfreies Bauen in garantierter Formstabilität und dauerhafter Luftdichtheit möglich, ohne dass zusätzliche Folien benötigt werden. Ehe aber die Herstellung der für den Blasla Hof benötigten holzius-Vollholzelemente stattfand, verarbeitete der "Lettner", der einheimische Wandersäger, die vorbereiteten Holzstämme aus nächster Nähe zu Schnittholz genau nach den Maßlisten, die für die komplett leim- und metallfreien holzius Bauelemente gebraucht wurden.

Auch die Inneneinrichtung besteht nur aus Vollholzmöbeln – teilweise in Lärche, teilweise in Zirbe.

"Die nachhaltige Bauweise war ganz bewusst eine Entscheidung der gesamten Familie, denn wir haben für die Zukunft das Richtige getan. Getreu unserem Leitspruch: Respektvoller Umgang mit der Natur! Respektvoller Umgang im Miteinander wie auch im Umgang mit unseren Gästen! Wir konnten mittels wiederverwertbarer, natürlicher Materialien und somit mit gutem Gewissen unser Traumprojekt verwirklichen, gerade auch für unsere Kinder – das lag uns ganz besonders am Herzen!", betont Iris Steger.

Während die kompletten Außenseiten in Lärche gehalten sind, wurden im Innenbereich die Wände (bestehend aus holzius Vollholzelementen mit Wandstärken von 120 mm) nicht verkleidet und das eingesetzte Fichtenholz unbehandelt auf Sicht belassen. Unebenheiten, Farbabweichungen oder kleinere "Fehler" wie herausgebrochene Äste waren sogar erwünscht. "Das macht das Ganze authentisch und echt", wie Iris Steger meint. Diese natürliche Optik schafft es gemeinsam mit dem angenehm-vertrauten Holzgeruch, das Ambiente des Waldes sowohl in der Almsuite, in den Appartements in der alten Scheune als auch im Almchalet richtiggehend spürbar zu machen. Zugleich verleihe das Fichtenholz dem Haus ausgezeichnete klimatische Bedingungen: im Sommer angenehm kühl und im Winter ein warmes wohliges "Stubenklima", das lange anhält.

Aber auch die Inneneinrichtung besteht nur aus Vollholzmöbeln – teilweise in Lärche, teilweise in Zirbe. "Wir haben in den neuen Chalets alles aus Massivholz und keine Spanplattenküchen", erklärt Hofbesitzerin Steger, womit sich die einzelnen Räumlichkeiten bodenständig, geradlinig, nahezu schlicht und trotzdem sehr edel präsentieren. Besonders heimelig beurteilen die Gäste auch den Eingangsbereich, denn statt einer Rezeption findet sich der Stubentisch der Gastgeberfamilie zum raschen und gemütlichen Dazusetzen.

Der rund um Gsies großflächig vorhandene Baustoff Holz drückt wie kein anderer eine Art bäuerliche Einfachheit einer ganzen Region aus. Zugleich sorgt er für ein gesundes Wohnklima und schafft eine unmittelbare Nähe zur Natur. Gerade diese Tradition und Ursprünglichkeit sind jene beiden Werte, die bei diesem Bauprojekt an oberster Stelle standen wie Hausherr Martin Steger bestätigt: "Tradition, Ursprünglichkeit, Einfachheit, die Forderung nach einheimischem Baumaterial, einheimischer Handwerksqualität wie von holzius und althergebrachtem Wissen sowie die Anforderungen an die Natürlichkeit wollten wir in diesem Projekt unterbringen. Der Blasla Hof gilt als nachhaltiger Gebäudebau – passend zu unserer Zeit, passend zu unserem heutigen Gsiesertal und passend für die Urlaubsansprüche von morgen."

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 23/2019.

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