Hydraulikhebel statt Digital-Display

Robuste Technik überzeugt im Einsatz

GIPO Recyclingtechnik
Die neue Aufbereitungsanlage im Einsatz: Der Magnetabscheider befindet sich in Längsrichtung zum Austragsband und zieht Störstoffe aus dem Materialstrom (hier auf der linken Seite zu sehen). Foto: Apex Fördertechnik

Düsseldorf (ABZ). – Als im August 2019 der Startschuss für die IK Umwelt Düsseldorf GmbH fiel, stand für den Entsorgungsfachbetrieb nach eigener Aussage bereits fest, dass die Boden- und Bauschuttaufbereitung einen Mehrwert für das Ballungsgebiet am Rhein bieten – und dass das Unternehmen als Teil der in Krefeld ansässigen IK Gruppe in den Folgejahren expandieren würde.

"Neue Technik mit höheren Durchsatzquoten ist da natürlich erforderlich, gerade in Zeiten mit einem hohen Auftragsvolumen, in denen auch schon einmal 4000 Tonnen Baustoffe an einem Tag bei uns in Düsseldorf angeliefert werden", erläutert Volker Jüngerkes, Geschäftsführer der IK Umwelt Düsseldorf GmbH.

Der angelieferte Bauschutt wird im Entsorgungsfachbetrieb über Brech- und Siebanlagen zu güteüberwachtem Sekundärbaustoff RCL 0/45 mm verarbeitet, der anschließend beispielsweise im Straßenbau zum Einsatz kommt. Nun ist eine neue Anlage für das weitere Wachstum des IK-Standorts im Einsatz: In der zweiten Dezemberhälfte 2021 wurde eine neue Brech- und Sieblösung auf dem Düsseldorfer Betriebsgelände angeliefert. Zuvor hatten sich die IK-Geschäftsführung und das Team der Betriebsmitarbeiter bei der Investition auf ein raupenmobiles Aufbereitungssystem des Schweizer Herstellers Gipo festgelegt.

Die Wahl der Düsseldorfer fiel auf eine Kombianlage der Bezeichnung R131 FDR GIGA, mit Prallbrecher und einer Doppeldeck-Nachsiebeinheit, um das gebrochene Endprodukt direkt in einem Durchgang absieben und das entsprechende Endkorn herstellen zu können. Die Anlage verfügt über eine Aufgabeeinheit mit unabhängig schwingendem Vorsieb zur Bereinigung des Aufgabematerials von Feinanteilen, einem treibstoffsparenden Brecher-Direktantrieb sowie einem Windsichter, der Stör- und Leichtstoffe aus dem Materialfluss entfernt.

Jüngerkes ist mit der Wahl sehr zufrieden: "Für uns ist ein Übermaß an teilweise anfälliger Elektronik eher unattraktiv. Wir ziehen hier einen soliden Hydraulikhebel einem digitalen Display vor. Apex Fördertechnik hatte unsere Vorstellungen und negativen Erfahrungen diesbezüglich schnell erfasst und stellte uns direkt eine geeignete Gipo-Kombianlage mit entsprechenden Konfigurationsvorschlägen vor."

Rolf Lieben, Geschäftsführer von Apex Fördertechnik, dem deutschen Gipo-Vertriebspartner, ergänzt: "Neben der hohen Solidität des Gipo-Prallbrechers waren vor allem zwei Punkte entscheidend. Zum einen profitiert man bei dieser Anlage von einem an beiden Seiten einzuhängenden Seitenaustragsband, auf dem anfallendes Vorsiebmaterial ausgetragen wird. Bei der Vorgängeranlage wurde es fest an einer Seite montiert, was eine eingeschränkte Manövrierfähigkeit sowie unnötiges, zeitintensives Rangieren der Lkw auf dem Betriebshof zur Folge hatte. Zum anderen wird die Kombi-Anlage mit einem in Längsrichtung des Austragsbandes befestigten Magnetabscheider ausgestattet, der aus dem Recyclingprodukt zuverlässig eisenhaltiges Material zieht, sich aber auch durch eine gewisse Flexibilität in der Aufhängung auszeichnet."

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