Konjunkturbefragung

Geschäftslage deutscher Architekten besser als vermutet

Berlin (ABZ). – Die Geschäftslage der deutschen Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner stellt sich zu Beginn des Jahres 2023 insgesamt besser dar, als vielfach vermutet.
Bundesarchitektenkammer (BAK) Wohnungspolitik
"Ein Großteil der Büros zeigt sich krisenresistent", resümiert Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, die Ergebnisse der Befragung. "Das ist eine gute Nachricht, denn ohne die Expertise von Architekten, Innenarchitektinnen, Landschaftsarchitekten und Stadtplanerinnen wird der klimagerechte Umbau unserer Städte, Gemeinden und Landschaften für mehr Nachhaltigkeit und Baukultur nicht gelingen." Foto: picture alliance / dpa | Martin Schutt

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Konjunkturbefragung unter selbstständigen Kammermitgliedern, die im Januar von der Bundesarchitektenkammer (BAK) in Zusammenarbeit mit den Architektenkammern der Länder durchgeführt wurde. Die Büros in Nordrhein-Westfalen zeigen sich im bundesweiten Vergleich tendenziell zufriedener. Im Zentrum der Befragung standen die Auswirkungen des Ukrainekriegs auf die wirtschaftliche Situation in Architektur- und Planungsbüros.

Nach den Antworten aus rund 4.600 Architektur- und Planungsbüros in Deutschland ergibt sich, dass die Kammermitglieder die Herausforderungen der Energiekrise mit steigenden Preisen, Liefer- und Personalengpässen als gravierender einschätzen als die der Corona-Pandemie. 53 Prozent der Architekturbüros halten die aktuelle Geschäftslage für gut. In einer schlechten Lage befinden sich dagegen nur 14 Prozent der Büros. Die Mehrzahl der Büros beschreibt sich aktuell als ausgelastet (40 Prozent) oder sogar überausgelastet (33 Prozent)

"Ein Großteil der Büros zeigt sich krisenresistent", resümiert Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, die Ergebnisse der Befragung. "Das ist eine gute Nachricht, denn ohne die Expertise von Architekten, Innenarchitektinnen, Landschaftsarchitekten und Stadtplanerinnen wird der klimagerechte Umbau unserer Städte, Gemeinden und Landschaften für mehr Nachhaltigkeit und Baukultur nicht gelingen."

Einbrüche im Wohnungsbau

Sorge macht der Neubau, und in diesem Segment besonders der Wohnungsneubau, in dem viele Büros Auftragsstornierungen und -rückgänge verzeichnen mussten. "Der Wohnungsbau ist nicht nur ein wichtiger Konjunkturfaktor, sondern auch die Grundlage für die Sicherung des sozialen Friedens. Wohnungsbau ist Teil der Daseinsvorsorge und zentraler politischer Auftrag", unterstrich der Präsident der Architektenkammer NRW, Ernst Uhing.

"Bund und Länder sind gefordert, hier weitere Anreize zu schaffen, um den aktuellen Stillstand gerade im sensiblen Bereich des geförderten Wohnungsbaus aufzulösen." Der Vorstand der Bundesarchitektenkammer war sich einig in der Einschätzung, dass die kommenden sechs Monate für die weitere Entwicklung der Lage in den Architekturbüros entscheidend sein werden.

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