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Marketing

Unternehmer setzen auf Vernetzung

Dirk Eckart, Geschäftsführer der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH (l.) mit Jens Reinhardt, Projektleiter der "Sächsische Bau GmbH", vor dem gemeinsamen Banner am Chemnitztalviadukt.

Roßwein (ABZ). – Kontaktpflege ist Walter Stuber und Dirk Eckart, Geschäftsführern der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH, wichtig. Kürzlich haben die Geschäftsführer dafür z. B. die dritte "Sächsische Netzwerkwoche" veranstaltet, auf der Unternehmern aus der Region sich kennenlernen, ins Geschäft kommen und einander weitervermitteln können. Immer mehr Unternehmer seien sich bewusst, dass eine gute Netzwerkarbeit Grundlage für langfristig erfolgreiche Geschäfte sei, glaubt Dirk Eckart. "Wir sind gut organisiert, sei es als Mitglieder im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft und im 'Christen in der Wirtschaft e. V.' oder auch durch persönliche Mitgliedschaften in vier regionalen BNI-Chaptern." Die Erwartung sei, über wechselseitige Empfehlungen in Kontakt mit potentiellen Kunden zu kommen. "Netzwerken ist für mich nicht gleichbedeutend mit Verkauf. Im Vordergrund steht nicht der schnelle Gewinn, sondern die langfristige Beziehungspflege. Es geht also um die Kontakte hinter den Kontakten", erläutert Walter Stuber. "Bei einigen zahlt sich dieses Netzwerken bereits schon nach einem Jahr oder nach drei Jahren aus. Manch einer muss bis zu fünf Jahre warten, bevor die Kontakte in den Auftragsbüchern sichtbar werden. Der Weg zum Erfolg ist mitunter langwierig, aber äußerst effektiv", so Stuber. Netzwerken bedeutet für ihn lebenslanges Lernen in verschiedenen Bereichen: "Wir haben durch den Austausch von Fachexpertise und firmeninternen Strukturen sehr viel dazu gelernt und unsere Firma dadurch weiterentwickelt", berichtet Stuber.

Das sich das gelohnt habe, zeige sich bald einmal mehr: "Momentan sind wir mitten in der Zertifizierung von EFQM für exzellente Unternehmen, nachdem wir durch ein Netzwerk einen Trainer vermittelt bekommen haben, der uns dabei hilft, dieses Ziel umzusetzen."

Ganz konkret war eine Zusammenarbeit kürzlich bei einer Werbeaktion. Die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH warb gemeinsam mit der Sächsischen Bau GmbH mit einem großen gemeinschaftlichen Banner an einer Baustelle am Chemnitztalviadukt um Mitarbeiter. Da sich die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH und die Sächsische Bau GmbH in vielen Dingen immer wieder ergänzen, hätten sich die Unternehmen entschlossen, erstmals ein gemeinschaftliches Banner zu entwerfen, teilt die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH dazu mit. Viele Menschen würden vor den Baustellenabsperrungen den Spezialgerüstbauern und den Bauarbeitern des Bauunternehmens dabei zusehen, wie sie über die (Hänge-)Gerüste klettern, sagt Dirk Eckart, einer der Geschäftsführer der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH. "Warum daher nicht die Absperrungen nutzen, um Werbung für einen Job in einem unserer Unternehmen zu machen?", fragt er. "Wir glauben, dass wir so den einen oder anderen Bewerber für unser Unternehmen finden können", sagt Sächsische-Bau-Projektleiter Jens Reinhardt. Ob die Idee mit der Banner am Chemnitztalviadukt erfolgreich sein werde, lasse sich noch nicht absehen, so die Geschäftsführer der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in einer Pressemitteilung. "Aber warten, bis vielleicht was passiert, das passt nicht zu unserer Natur."

Dass Mut und auch möglicher Misserfolg dazugehört, um ein Unternehmen auf Erfolgskurs zu bringen, hatten Walter Stuber und Dirk Eckart bereits in einem Ende 2017 veröffentlichten Praxishandbuch mit dem Titel "Mutmacher" beschrieben. Mittlerweile ist "Mutmacher 2: das Praxishandbuch über 5x5 Gründerinnen und Gründer" auf dem Markt.

Kürzlich war zu einer moderierten Lesung aus dem Buch auf dem Gemeinhardt-Firmengelände in Roßwein auch der Sächsischen Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig eingeladen. Sogar in Amerika werde bald eine Lesung stattfinden, kündigen die Geschäftsführer an. Am 6. Oktober werden sie das Buch bei einem Gemeindetreffen in der St. Matthew's Lutheran Church in San Francisco präsentieren. Die Pfarrerin der dortigen evangelischen deutschsprachigen Gemeinde, Kerstin Weidmann, habe auf einer christlichen Konferenz in Deutschland erstmals Kontakt zu Walter Stuber gehabt, erzählen die Geschäftsführer. Bei einem Online-Austausch sei die Idee entstanden, das Mutmacher-Buch und die damit zusammenhängende Mission auch einmal am Pazifik zu präsentieren. Im kommenden Jahr soll "Mutmacher 3" erscheinen, kündigt Stuber an. Zudem habe er in einem gerade erschienenen Ratgeber von Roman Topp mit dem Titel "Die Empfehlungsformel. 100 Techniken, wie Dein Partner dich erfolgreicher macht" ein Kapitel geschrieben. Das Thema: Wie sich Menschen im Business erfolgreich vernetzen können.

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