Nachfolger präsentiert

70 Meter langer Teleskopausleger

Ehingen (ABZ). – Das Liebherr-Werk in Ehingen aktualisiert seine Produktpalette und bringt laut eigener Aussage den weltweit stärksten 6-Achs-Kran auf den Markt: Der neue LTM 1400-6.1 verfügt über einen 70 m langen Teles-kopausleger und zeichne sich durch clevere und einfache Rüstvorgänge aus. Der Neukran ist der Nachfolger des bewährten und erfolgreichen LTM 1350-6.1, so der Hersteller.
Liebherr All-Terrain-Krane Krane und Seilmaschinen
Der neue Liebherr LTM 1400-6.1 zeichnet sich laut Hersteller durch starke Tragkräfte und seinen 70 m langen Teleskopausleger aus. Foto: Liebherr

Damit ist der LTM 1400-6.1 wie sein Vorgänger nun der kleinste Kran mit Y-Abspannung und so ein guter Einstieg in diese enorm tragkraftsteigernde Auslegertechnologie, versichert das Unternehmen. Der Allrounder ist aufgrund umfangreichem Zubehör, einem funktionalen Auslegerbaukasten und den bekannten Liebherr-Technologien äußerst flexibel und wirtschaftlich, heißt es von Unternehmensseite. Fahrassistenzsysteme sollen die Sicherheit aller Beteiligten im Straßenverkehr erhöhen. Bei der Produktentwicklung ist es den Ingenieuren von Liebherr eigenen Angaben zufolge gelungen, das Maximale aus einem 6-Achs-Kran herauszuholen. Der LTM 1400-6.1 erreiche deutlich höhere Traglasten als sein Vorgänger LTM 1350-6.1 und ist laut Herstellerüberzeugung auch im weltweiten Marktumfeld Spitzenreiter.

Liebherr konnte an dem Mobilkran das neueste Ingenieurswissen sowie die innovativen Liebherr-Systeme erfolgreich integrieren und so einen besonders leistungsstarken, aber einfach handhabbaren Kran kreieren, berichten die Beteiligten.

Stark am Start

Neben der Entwicklung herausragender Leistungsdaten hat Liebherr eigenem Bekunden entsprechend seinen Fokus bei der Produktentwicklung auf einfache und schnelle Rüstvorgänge gelegt. Die gesamten Abläufe bis zur vollständigen Einsatzbereitschaft auf der Baustelle sind den Ingenieuren zufolge auf maximale Einfachheit ausgelegt. Insbesondere beim Montagevorgang der Y-Abspannung sollen die Unterschiede zum Vorgängermodell LTM 1350-6.1 groß sein. Mit nur einem Hub in Selbstmontage platziere der LTM 1400-6.1 die Abspannung auf dem Unterwagen, wo sie anschließend verbolzt wird. Die hydraulische Schnellkupplung schließe sich automatisch durch das Abwippen des Auslegers zwischen die beiden Y-Böcke. Mit einem letzten Handgriff werde die elektrische Verbindung geschlossen und der Teleskopausleger mit Y-Abspannung soll in wenigen Minuten einsatzbereit sein.

Diverse Gitterspitzen ermöglichen laut eigener Aussage effiziente Einsätze bei einer Vielzahl von Anwendungen. Die feste Gitterspitze verlängert den Teleskopausleger um bis zu 45,5 m. Sie kann mit einem Winkel von 0°, 10°, 20° und 40° angebaut werden. Optional kann die feste Spitze hydraulisch zwischen 0° und 40° verstellt werden. Maximale Höhe, Ausladung und Leistung biete die wippbare Gitterspitze, die eine Länge von 14 bis 80,5 m erreicht.

Flexibel mit VarioBallast

Der Gesamtballast des neuen LTM 1400-6.1 bestehe wie bei seinem Vorgänger aus 100 t Grundballast und 40 t Zusatzballast. Die hydraulische Ballastiereinrichtung ist im Gegengewichtsrahmen integriert – die Ballastmontage erfolge einfach, zügig und ohne Hilfskran. Der fundamentale Unterschied zum Vorgänger besteht dem Unternehmen zufolge in der Ausführung als VarioBallast. Die 140 t Gesamtballast lassen sich auf einen Radius von 7,7 m für maximale Tragkräfte stellen. Bei beengten Einsatzumgebungen lasse sich der Ballastradius auf 5,6 m reduzieren. Die Ballastplatten sind kompatibel mit den Platten anderer Liebherr-Großkrane, was einen großen Vorteil für die Wirtschaftlichkeit und die Logistik der Kranbetreiber darstellt, heißt es seitens des Unternehmens.

Für zusätzliche Einsatzvariabilität sorge das variable Abstützsystem VarioBase. Auch dabei haben sich die Ingenieure von Liebherr eine Weiterentwicklung einfallen lassen: Neben der Möglichkeit flexibel die vordefinierten Abstützpositionen mit Verbolzmöglichkeit von 0 %, 25 %, 50 %, 75 % sowie 100 % zu verwenden, können die Schiebeholme erstmals zwischen 0 % und 50 % völlig variabel ausgefahren werden, betonen die Entwickler. Dies sei bisher nur bei Mobilkranen bis 5-Achser möglich. Angetrieben wird der neue 400-Tonner anders als sein Vorgänger mit dem Liebherr-Ein-Motor-Konzept und mechanischem Antrieb des Oberwagens, der für eine höhere Wirtschaftlichkeit sorge. Ein Achtzylinder-Liebherr-Dieselmotor mit 455 kW/ 619 PS und einem Drehmoment von 3067 Nm sorge für einen leistungsstarken Fahrantrieb.

Liebherr entwickelte laut Hersteller unterschiedliche Fahrzustände für eine weltweite, wirtschaftliche Mobilität. Bei 12 t Achslast verfährt der LTM 1400-6.1 mit Teleskopausleger und teilbarer Hakenflasche bei einer Gesamtlänge von 17,8 m. Auf der Baustelle soll der 400-Tonner mit 10 t Ballast, 3-strängiger Hakenflasche und Y-Abspannung bei einer Achslast von unter 16,5 t verfahren werden. Für Straßenfahrten mit weniger Achslasten können Ausrüstungsteile abgebaut werden. Eine weitere Neuheit laut Liebherr ist die Installation unterschiedlicher Fahrassistenzsysteme zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr, insbesondere für ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer.

So warne beispielsweise der Totwinkelassistent den Kranfahrenden insbesondere beim Abbiegen des Krans, wenn sich jemand im toten Winkel des Fahrzeugs befindet. Ebenso biete das Anfahr-Informationssystem eine optische und akustische Warnung, sollte sich jemand vor dem Kran befinden. Durch die Überwachung der Bereiche um den Kran während dem Fahren soll eine deutlich höhere Sicherheit trotz sichteinschränkenden Komponenten wie Ausleger oder Hakenflasche erreicht werden.

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