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Neuer Umschlagbagger für "Schrott-Schröder"

Recyclingbetrieb investiert in Zukunft

Feierliche Übergabe des KTEG KMC355F (v. l.): Maschinenführer Andreas Peter, Geschäftsführer Hans-Heinrich Lütje, Geschäftsführerin Romina Lütje, Kiesel-Mitarbeiter Jens Wieczorek.

Bremerhaven (ABZ). – Viele der Mitarbeiter kennen Romina Lütje schon von klein auf, sahen, wie die Tochter von Geschäftsführer Hans-Heinrich Lütje erste Gehversuche im Schatten der Umschlag-Bagger und Wertstoff-Berge unternahm.

Heute führt sie zusammen mit ihrem Vater den Betrieb. Die in Bremerhaven ansässige Firma Schröder Schrott und Metalle GmbH & Co. KG ist seit 1898 in Familienhand. Kerngeschäft von "Schrott-Schröder", wie das Unternehmen in seiner Region genannt wird, ist das Recycling von Rohstoffen, ein Container-Service kam in den 80ern dazu. Zwei Werksgelände, 550 Container, 35 Mitarbeiter, neun Lkw, fünf Fuchs-Bagger – das ist "Schrott-Schröder" heute. Der KMC355F ist jüngster Zuwachs der Fuchs-Familie.

Vom Rückbau vor Ort über die Zerkleinerung und den Abtransport bis hin zur Verarbeitung des recycelten Materials bietet das Unternehmen einen umfassenden Komplettservice. Mit der Investition in den KMC355F will die Geschäftsführung einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft gehen.

Den Transport nach Bremerhaven hat der 34-Tonnen-Multi Carrier (Gewicht ohne Ausleger) gut überstanden. 8,5 Stunden am Tag schneidet oder sortiert der Umschlag-Bagger Material, befüllt Container mit Wertstoffen. Die Schrott-Schere ist mit 5,5 Tonnen größer als die bisherige Vier-Tonnen-Variante und passt sich damit der Leistung des neuen Baggers an. Als ein wichtiges Anbaugerät nennt Geschäftsführerin Lütje den Hof-Kran, der zunächst zu Testzwecken angemietet wurde. Ganze 25 Tonnen hebt dieser. Bisher musste für diese Lastenarbeiten ein externer Mobilkran bestellt werden. Mit dem Hof-Kran könnte sich der Ablauf zukünftig flexibler – und kostengünstiger - gestalten. Ein Fuchs-Mehrschalengreifer sowie eine Magnetanlage komplettieren das Anbau-Sortiment.

Der KTEG KMC355F Multi Carrier im Einsatz mit kurzem Ausleger und Schere.

Das Handling des KMC355F zaubert Andreas Peter ein breites Grinsen ins Gesicht. Seit 24 Jahren ist der Maschinenführer für "Schrott-Schröder" tätig. Der Multi Carrier arbeitet mit drei Arbeitsausrüstungen am Basisausleger: Mit kurzem Ausleger und Schere, einer Standardladeeinrichtung samt Greifer, sowie testweise dem Kranausleger – eine Kombination, die Fahrer Peter ermöglicht, größere Mengen Schrott in weniger Zeit umzuschlagen. Der schnelle vollhydraulische Wechsel, für den der Maschinenführer nicht aussteigen muss, spart wertvolle Zeit. Die maximale Ausladung gewährt mit 16 statt bisher 14 Metern einen weiteren Vorteil, kann der Fahrer somit höher schichten und als Folge das Lagervolumen optimieren. Der KMC355F wird nicht nur auf dem werkseigenen Gelände, sondern auch auf Baustellen effizient eingesetzt. Seine hohe Flexibilität ist dabei der entscheidende Faktor.

Zwei Maschinenführer und ein Werkstattleiter wurden für den KMC355F eingearbeitet. Die Mitarbeiter nahmen an einem viertägigen Lehrgang bei KTEG in Bad Friedrichshall teil, der auch einen Abstecher ins Coreum nach Stockstadt beinhaltete.

Die Zusammenarbeit zwischen Schröder und Kiesel besteht seit 30 Jahren. Sämtliche Maschinen des Unternehmens wurden über den Systempartner aus Baienfurt bezogen. Den KMC355F hatten die Lütjes in der "Kiesel Welt" gesehen. Das Kundenmagazin lag auf dem Schreibtisch, beim Blättern fiel die Maschine sofort ins Auge. Eine entscheidende Frage war: Was kann die heben? Ein Anruf beim Systempartner, die Antwort: 25 Tonnen. "Wir hatten uns gleich gedacht: Das ist was für uns", beschreibt Hans-Heinrich Lütje den ersten Eindruck. Gebietsverkaufsleiter Jens Wieczorek betreut die Firma Schröder seit drei Jahren. Der Experte für Umschlagmaschinen beschreibt seine Ansprechpartner als herzlich und zuverlässig, lobt die kurzen Entscheidungswege. Im Zeitraum dieser Zusammenarbeit wurden vier der betriebseigenen "Füchse", wie die Bagger hier heißen, erneuert. Wieczorek hat das geregelt. "Kiesel ist schnell und zuverlässig", spiegelt Lütje im Systempartner den Anspruch seines eigenen Unternehmens. "Wenn wir mal Ersatzteile brauchen, reagiert Kiesel sofort. Die Zusammenarbeit läuft seit Jahren sehr gut."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 34/2020.

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